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Mittwoch, 11. Februar 2026

Im Kino: Die Ältern

Hannes (Sebastian Bezzel), verheiratet mit Sara (Anna Schudt), hat zwei fast erwachsene Kinder, ist Bestsellerautor und lebt in einem schicken Haus in Hamburg. Eines Tages entdeckt er, dass nicht alle mit seinem Leben so zufrieden zu sein scheinen, wie er selbst: Die Tochter will in eine eigene Wohnung ziehen und seine Frau zieht mit ihr, dann fordert auch noch sein Verleger einen frischen Ansatz für sein nächstes Buch. Hannes ist völlig überfordert, aber vielleicht kann ihm seine neue Bekanntschaft Vanessa (Judith Bohle) wieder auf die Sprünge helfen…

Sönke Wortmann setzt ein Buch von Jan Weiler in Szene, was könnte da schon schief gehen? Tatsächlich einiges, denn „Die Ältern“ ist genauso wie das Leben von Hannes: tut keinem weh, ist vorhersehbar und unoriginell, klammert sich an jede vermeintliche Pointe wie ein Schiffbrüchiger an eine Planke [sic], um in der Bildsprache des Films zu bleiben.

Die Figuren entsprechen den Stereotypen ihrer jeweiligen Generation, die Eltern sind eben schon älter und kriegen nicht mehr alles mit, was ihre Kinder umtreibt, welche die üblichen Teenager-Probleme haben, wenn der Sohn durchs Abi zu rasseln droht und die Tochter flügge wird. Hier bläst einzig deren neuer Freund ein bisschen frischen Wind in die Segel, er wird charakterisiert als „dumm wie Gold, aber ein Herz aus Brot“, was seine intellektuellen Fähigkeiten, speziell im Umgang mit Sprichwörtern, beschreibt.

Ansonsten viele harmlose Klischees, Sebastian Bezzel ist verschlurft, aber liebenswert, Anna Schudt hat nach ihrer Ankündigung, dass sie das eheliche Domizil verlassen wird, nicht mehr viel zu tun, sie verlässt sozusagen auch den Film, wenn es auch kaum glaubhaft wirkt, dass eine Zwanzigjährige auf dem Weg in ein eigenes spannendes Leben ausgerechnet mit ihrer Mutter zusammenzieht. Die neue Bekannschaft Vanessa hat ein paar nette Momente, aber mehr auch nicht, wenn wenigstens die Dialoge ein bisschen origineller wären, irgendwie witzig-spritzig, wie man es bei einer Komödie erwarten dürfte, aber dafür gibt das Drehbuch leider nicht genug her.

Alles plätschert so harmlos daher, wie eine sterbende Welle am Strand, wer sich gepflegt zurücklehnen und 100 Minuten mal an nichts Schlimmes denken möchte, der ist hier genau richtig.

 

 

    
Regie: Sönke Wortmann

Drehbuch: Robert Gold, Jan Weiler, b/a Roman von Jan Weiler

Kamera: Andreas Berger

Schnitt: Martin Wolf

Musik: Helmut Zerlett

 Besetzung:

Sebastian Bezzel, Anna Schudt, Judith Bohle, Philip Müller, Kya-Celina Barucki, Thomas Loibl, Nilam Farooq

 Constantin Film

2026

104 min.

FSK 6

Deutscher Kinostart: 12. Januar 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=_53Lz72ZPAM

 

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