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Dienstag, 2. März 2021

Heimkino: Rogue Hunter (Rogue)

Söldnerin Samantha „Sam“ O’Hara (Megan Fox) soll im südafrikanischen Busch mit ihrem Team die Tochter eines Gouverneurs aus den Händen von Entführern befreien. Der Job scheint routinemäßig zu verlaufen, aber dann bekommt es Sams Truppe nicht nur mit den Terroristen unter Führung des ruchlosen Zalaam (Adam Deacon), sondern auf einer verlassenen Löwenfarm auch mit einer wilden Löwin zu tun, die dort bereits unter den Wilderern gewütet hat und bald werden Sam und ihre Männer selbst zu Gejagten.

Der Film bietet erwartbar pralle Action, es wird gekämpft, geschossen, verfolgt und gebombt, unter Beteiligung jeder Menge wilder Kerle. Das Gegengewicht hierzu sollen offensichtlich die kriegerische Amazone bilden, die in Gestalt von Megan Fox jedoch leicht überfordert wirkt, sowie eine mörderische Großkatze, bei der die CGI-Technik bedauerlicherweise so grottenschlecht geraten ist, dass sie bei ihrem blutigen Geschäft – auch wenn viele der Szenen gnädigerweise im Dunkeln spielen – unfreiwillig zu einer Karikatur verkommt, was schade ist, da sie ansonsten zu der mit reichlich Klischees beladenen Handlung und den ebensolchen Dialogen ein wenig Originalität hätte beisteuern können. Bei den menschlichen Darsteller überzeugt am ehesten Philip Winchester als bewährter Haudegen Joey Kasinski, aber er darf leider auch nur die üblichen Floskeln beisteuern, die für einen solchen Film typisch sind. Alles unterliegt einer eher schlichten Dramaturgie, wo in jedem Moment immer genau das passiert, was man erwartet.

Die im Film vorgetragene Kritik an dem, was der Mensch der Natur antut, indem er beispielsweise auf Löwenfarmen, wie der im Film gezeigten, Löwen züchtet, um deren Knochen zu medizinischen Zwecken nach Asien zu liefern, wo die Tiger allmählich knapp werden, sowie die Praktiken, in Gefangenschaft aufgewachsene Löwen zahlungskräftigen Kunden zum Abschuss feilzubieten, ist sicher berechtigt, hat aber leider nicht mehr als eine Alibifunktion und kann dem Film insgesamt nicht mehr Tiefe geben.

Als Bonusmaterial stehen Interviews mit einzelnen Schauspielern sowie je eine Tonspur mit Kommentaren der Regisseurin M.J. Bassett alleine und eine weitere mit Kommentaren von M.J. Bassett, der Co-Autorin Isabel Bassett, die auch eine Nebenrolle übernommen hat, sowie dem Darsteller Philip Winchester zur Verfügung, was teilweise durchaus unterhaltsam daherkommt.


 





 

 

 

 

 

 

Regie: M.J. Bassett

Drehbuch: Isabel Bassett , M.J. Bassett

Kamera: Brendan Barnes

Schnitt: Andrew MacRichie, David Wigram

Musik: Jack Halama, Scott Shields

 

Darsteller:

Megan Fox, Philip Winchester, Greg Kriek, Brandon Auret, Sisanda Henna, Jessica Sutton, Kenneth Fok, Isabel Bassett, Adam Deacon, Tamer Burjaq

 

South Africa/ GB 2020

SquareOne Entertainment/ Leonine

FSK 18

VÖ DVD, Blu-ray und digital: 05. März 2021

 

 Details DVD:

Laufzeit: ca. 105 min.

Bildformat: 2,40:1 Widescreen

Audio: DTS –HD MA 5.1

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonus: Interviews mit den Darstellern, Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett, Co-Drehbuchautorin/ Darstellerin Isabel Bassett und Darsteller Philip Winchester; Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett

EAN: 4061229156004

 

Details Blu-ray:

Laufzeit: ca. 106 min.

Bildformat: HD 1080 p, 2,40:1 Widescreen

Audio: DTS –HD MA 5.1

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonus: Interviews mit den Darstellern, Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett, Co-Drehbuchautorin/ Darstellerin Isabel Bassett und Darsteller Philip Winchester; Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett

EAN: 4061229156011

 

https://youtu.be/RaRMO_DGdag