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Dienstag, 29. Juni 2021

Im Kino: Godzilla vs Kong

Während der furchterregende Kong auf Skull Island zu Forschungszwecken festgehalten wird, ist am anderen Ende der Welt der noch furchterregendere Godzilla auf einem Zerstörungsfeldzug unterwegs. Ausgangspunkt ist sein Angriff auf den Konzern Apex Cybernetics, und um ihn aufzuhalten, soll Kong helfen. Der muss dafür jedoch zunächst zu seinen Ursprüngen im Inneren der Erde gebracht werden, dabei hatte er sich, wie es scheint, in sein Schicksal auf Skull Island gefügt. Wird es den Wissenschaftlern Nathan Lind (Alexander Skarsgård) und Ilene Andrews (Rebecca Hall) dennoch gelingen, Kong in den Kampf gegen Godzilla zu schicken, die Titanen zu zähmen und die Welt zu retten? Und welche Verbindung besteht zwischen Kong und dem kleinen Weisenmädchen Jia (Kaylee Hottie)?

Wie der Titel bereits verrät, ist das Herzstück des Films das Aufeinandertreffen der beiden Giganten, die jeder Kinogänger und jede Kinogängerin seit Jahrzehnten kennt. Dabei haben immer neue Widergänger dieser beiden Naturgewalten die Menschheit in den jeweiligen Filmen in Angst und Schrecken versetzt, nun treffen sie zum ersten Mal in voller Pracht aufeinander, denn animiert sind die beiden Urviecher grandios. Kong bekommt, wie schon in den Versionen zuvor, immer menschlichere Züge, aber am Ende bleibt er ein wilder XXL-Gorilla und das wird im großen Showdown mit der furchtbaren Echse zum Höhepunkt der Technik, wenn die beiden mal eben eine ganze Stadt zerlegen, mit dem Ellenbogen aus Versehen ein Hochhaus umhauen oder sich gegenseitig in die Skyline schubsen, während auf den Straßen, wie gehabt, die Menschen in Panik zu fliehen versuchen.

Leider scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass je aufwendiger und damit teurer die Technik ist, desto weniger Geld für ein vernünftiges Drehbuch übrig bleibt, und so muss man sich mit einer eher dürftigen Handlung begnügen, die es irgendwie hinbiegt, Kong von A nach B zu bringen, damit der Titanenkampf steigen kann. Es gibt zwar ein paar menschliche Akteure, die bleiben aber allesamt nichtssagend und farblos, mit Ausnahme der kleinen Jia, die sich in rührender Weise mit dem Monster Kong in der Gebärdensprache unterhält und ihm jede Menge gefühlige Reaktionen entlockt. Über den durchweg schlichten Plot mit der abstrusen Prämisse einer Reise ins Innere der Erde und die Schnitzeljagd einiger Teenager auf der Suche nach dem Geheimnis von Apex Cybernetics sollte man auf keinen Fall länger nachdenken, aber zum Denken ist man ja auch nicht in diesen Film gegangen. Nach so langer Kinoabstinenz ist man dankbar, dass es endlich wieder einmal ordentlich kracht und kawummt, und das tut es reichlich, warum sich also lange über das Fehlen eine plausiblen Geschichte grämen, das Kino ist zurück, wenn auch in seiner robustesten Form, und das ist die beste Nachricht seit langem!

 


 Regie: Adam Wingard

Drehbuch: Eric Pearson, Max Borenstein, b/a Story von Terry Rossio, Michael Dougherty, Zach Shields

Kamera: Ben Seresin

Schnitt: Josh Shaeffer

Musik: Junkie XL

 

Darsteller:

Alexander Skarsgård, Millie Bobby Brown, Rebecca Hall, Brian Tyree Henry, Kaylee Hottie, Shun Oguri, Eiza González, Julian Dennison, Lance Reddick,

 

Warner Bros. Pictures

USA

113 min.

FSK 12

 Deutscher Kinostart: 01. Juli 2021

 

Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=odM92ap8_c0

Dienstag, 2. März 2021

Heimkino: Rogue Hunter (Rogue)

Söldnerin Samantha „Sam“ O’Hara (Megan Fox) soll im südafrikanischen Busch mit ihrem Team die Tochter eines Gouverneurs aus den Händen von Entführern befreien. Der Job scheint routinemäßig zu verlaufen, aber dann bekommt es Sams Truppe nicht nur mit den Terroristen unter Führung des ruchlosen Zalaam (Adam Deacon), sondern auf einer verlassenen Löwenfarm auch mit einer wilden Löwin zu tun, die dort bereits unter den Wilderern gewütet hat und bald werden Sam und ihre Männer selbst zu Gejagten.

Der Film bietet erwartbar pralle Action, es wird gekämpft, geschossen, verfolgt und gebombt, unter Beteiligung jeder Menge wilder Kerle. Das Gegengewicht hierzu sollen offensichtlich die kriegerische Amazone bilden, die in Gestalt von Megan Fox jedoch leicht überfordert wirkt, sowie eine mörderische Großkatze, bei der die CGI-Technik bedauerlicherweise so grottenschlecht geraten ist, dass sie bei ihrem blutigen Geschäft – auch wenn viele der Szenen gnädigerweise im Dunkeln spielen – unfreiwillig zu einer Karikatur verkommt, was schade ist, da sie ansonsten zu der mit reichlich Klischees beladenen Handlung und den ebensolchen Dialogen ein wenig Originalität hätte beisteuern können. Bei den menschlichen Darsteller überzeugt am ehesten Philip Winchester als bewährter Haudegen Joey Kasinski, aber er darf leider auch nur die üblichen Floskeln beisteuern, die für einen solchen Film typisch sind. Alles unterliegt einer eher schlichten Dramaturgie, wo in jedem Moment immer genau das passiert, was man erwartet.

Die im Film vorgetragene Kritik an dem, was der Mensch der Natur antut, indem er beispielsweise auf Löwenfarmen, wie der im Film gezeigten, Löwen züchtet, um deren Knochen zu medizinischen Zwecken nach Asien zu liefern, wo die Tiger allmählich knapp werden, sowie die Praktiken, in Gefangenschaft aufgewachsene Löwen zahlungskräftigen Kunden zum Abschuss feilzubieten, ist sicher berechtigt, hat aber leider nicht mehr als eine Alibifunktion und kann dem Film insgesamt nicht mehr Tiefe geben.

Als Bonusmaterial stehen Interviews mit einzelnen Schauspielern sowie je eine Tonspur mit Kommentaren der Regisseurin M.J. Bassett alleine und eine weitere mit Kommentaren von M.J. Bassett, der Co-Autorin Isabel Bassett, die auch eine Nebenrolle übernommen hat, sowie dem Darsteller Philip Winchester zur Verfügung, was teilweise durchaus unterhaltsam daherkommt.


 





 

 

 

 

 

 

Regie: M.J. Bassett

Drehbuch: Isabel Bassett , M.J. Bassett

Kamera: Brendan Barnes

Schnitt: Andrew MacRichie, David Wigram

Musik: Jack Halama, Scott Shields

 

Darsteller:

Megan Fox, Philip Winchester, Greg Kriek, Brandon Auret, Sisanda Henna, Jessica Sutton, Kenneth Fok, Isabel Bassett, Adam Deacon, Tamer Burjaq

 

South Africa/ GB 2020

SquareOne Entertainment/ Leonine

FSK 18

VÖ DVD, Blu-ray und digital: 05. März 2021

 

 Details DVD:

Laufzeit: ca. 105 min.

Bildformat: 2,40:1 Widescreen

Audio: DTS –HD MA 5.1

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonus: Interviews mit den Darstellern, Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett, Co-Drehbuchautorin/ Darstellerin Isabel Bassett und Darsteller Philip Winchester; Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett

EAN: 4061229156004

 

Details Blu-ray:

Laufzeit: ca. 106 min.

Bildformat: HD 1080 p, 2,40:1 Widescreen

Audio: DTS –HD MA 5.1

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Bonus: Interviews mit den Darstellern, Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett, Co-Drehbuchautorin/ Darstellerin Isabel Bassett und Darsteller Philip Winchester; Audiokommentar mit Regisseurin M.J. Bassett

EAN: 4061229156011

 

https://youtu.be/RaRMO_DGdag

Donnerstag, 30. April 2020

Film-Rezensionen: Der Fall Richard Jewell (Richard Jewell)


Im Jahr 1996 finden in Atlanta die Olympischen Sommerspiele statt. Die ganze Stadt ist auf den Beinen, so auch Wachmann Richard Jewell (Paul Walter Hauser), der bei einem ebenfalls zu dieser Zeit stattfindenden Konzert im Park Teil des Sicherheitsteams ist. Als ihm ein verdächtiger Rucksack auffällt, schlägt er Alarm, während der von ihm veranlassten Evakuierung des Geländes explodiert tatsächlich eine Bombe, die den Tod von zwei Menschen und etliche Verletzte verursacht. Ohne Jewell, da sind sich alle sicher, wäre die Zahl der Opfer um ein Vielfaches höher gewesen, und so feiert man ihn als Helden, bis plötzlich Zweifel an seinem Handeln aufkommen, hat er die Bombte womöglich selbst platziert?

Der von Clint Eastwood inszenierte Film, der auf einem wahren Geschehen beruht, erzählt die Geschichte des Wachmannes Richard Jewell, der, ohne dass es je zu einer Anklage kommt, zum Opfer einer rücksichtlosen Medienkampagne wird, die ihn, den übergewichtigen, übereifrigen Möchtegernordnungshüter, der von einer Karriere im Polizeidienst träumt, ans Kreuz der öffentlichen Meinung nagelt. Zu gut passt auf ihn das Bild des Feuerwehrmannes, der selbst Brände legt, um sich beim Löschen als Held zu erweisen. Beweise, dass er die Bombe gelegt hat, gibt es zu keinem Zeitpunkt, aber allein die medienwirksam inszenierten Ermittlungen gegen ihn ruinieren Jewells Leben und das seiner Mutter (Kathy Bates). Eine unrühmliche Rolle spielen dabei der FBI-Mann Tom Shaw (Jon Hamm) und die Journalistin Kathy Scruggs (Olivia Wilde), einzig in Anwalt Watson Bryant (Sam Rockwell) findet Jewell Unterstützung und mit Hartnäckigkeit und Mut macht dieser sich daran, seinen Mandanten zu rehabilitieren.

Eastwood erzählt die Geschichte ruhig und unaufgeregt, weckt Mitgefühl für den Wachmann, ohne ihn zu einem klaren Sympathieträger zu machen. Richard Jewell ist ein Sonderling, der bei seiner Mutter lebt und dort als guter Amerikaner Waffen hortet, und der mit seinem peniblen Streben nach Recht und Ordnung jedem auf die Nerven geht. Aber, und Eastwood gelingt es, dies eindrucksvoll herauszustellen, Jewell hat im Gegensatz zu den FBI-Leuten und den Journalisten etwas: Grundsätze, an die er glaubt, von denen ihn nichts und niemand abbringen kann, er ist nicht käuflich, und das macht ihn am Ende doch wieder zu dem Helden, der er immer sein wollte.

Paul Walter Hauser liefert bei der Darstellung dieses sperrigen Charakters in allen seinen Facetten eine bravouröse Vorstellung, angefangen von Jewells linkischem Auftreten, seinem Gesichtsausdruck, stets wechselnd zwischen ungläubigem Staunen über die Ungerechtigkeit der Welt und trotzigem Auftrumpfen, wenn er sich beim Zitieren von Gesetzen und Regeln im Recht wähnt, bis hin zu seiner Verletzlichkeit, wenn er erkennt, dass man ihn trotz seiner verzweifelten Versuche, als Autorität aufzutreten, nicht wirklich ernst nimmt. Sam Rockwell als von Jewell selbst erwählter Anwalt und Beschützer nimmt sich der Rolle gemäß zurück, ohne dabei sein Charisma einzubüßen. Dagegen bleibt Jon Hamm blass, während Olivia Wildes Figur eher unglaubwürdig angelegt ist, ihre Wandlung von der abgebrühten Journalistin zur mitfühlenden Bekehrten nimmt man ihr jedenfalls nicht so ganz ab.

Ein spannender Film über die Ungeheuerlichkeit einer Vorverurteilung und die unrühmliche Rolle von Behörden und Medien hierbei, gut inszeniert und mit einem hervorragenden Darstellerduo Hauser/ Rockwell.

Bryant:
Richard, you’re a national hero now.
Richard:
Thank you, sir, but I was just doing my job.


Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Billy Ray, b/a Vanity-Fair-Artikel „American Nightmare – The Ballad of Richard Jewell“ von Marie Brenner sowie Buch von Kent Alexander und Kevin Salwen
Kamera: Yves Bélanger
Schnitt: Joel Cox
Musik: Arturo Sandoval

Darsteller:
Paul Walter Hauser, Kathy Bates, Sam Rockwell, Jon Hamm, Olivia Wilde
 
Warner Bros.
130 min.
FSK 12
Deutscher Kinostart: unbestimmt, vorgesehen war der 19. März 2020

Sonntag, 12. Januar 2020

Das Filmjahr 2019

An dieser Stelle möchte ich das Jahr 2019 noch einmal Revue passieren lassen und präsentiere meinen ganz persönlichen Filmjahresrückblick, die Film erscheinen chronologisch, nicht als Rangliste:

Meine Favoriten


The Frontrunner (Januar) 
Von Sony Pictures schändlich vernachlässigter, hochinteressanter Politthriller über den aufgrund eines möglichen privaten Skandals gescheiterten Präsidentschaftskandidaten Gary Hart und die Rolle der Presse hierbei.
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/01/film-rezensionen-front-runner.html 

Green Book (Eine Besondere Freundschaft) (Januar) 
Ein zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnetes Drama mit zwei hervorragenden Darstellern über den alltäglichen Rassismus während der 1960ger Jahre in den Südstaaten der USA, das sich dem Thema mit Würde aber auch mit Witz nähert. 

Avengers Endgame (April)
Episches Spektakel, gespickt mit namhaften Darstellern, neben der gesamten Avengers- und Guardiansriege darf man u.a. einen kurzen Blick auf Michael Douglas, Robert Redford, Michelle Pfeiffer, William Hurt und Stan Lee werfen. Ein würdiges Ende einer Heldensaga!

Stan & Ollie (Mai) 
Das liebenswerte Porträt der beiden Stummfilmhelden am Ende ihrer Karriere, nostalgisch und berührend.

Mister Link – ein fellig verrücktes Abenteuer (Missing Link) (Mai) 
Entzückender Animationsfilm in Stop-Motion-Technik über den charismatischen britischen Forscher Sir Lionel Frost, der zusammen mit der abenteuerlustigen Adelina Fortnight dem lange vermissten Mr. Link – dessen Name auf seine Stellung im Reigen der Evolution hindeutet – bei der Suche nach Verwandten im sagenhaften Shangri La zur Seite steht. Mit Witz und der gewohnten Liebe zu kleinsten Details einfach wunderbar umgesetzt, gerne würde man diesem Trio auf weiteren Abenteuertouren folgen! Urlaubsbedingt damals ohne Rezension, leider auch zu kurz in den Kinos. Originalstimmen: Hugh Jackman, Zoe Saldana, Zack Galifianakis, Stephen Fry – Deutsche Stimmen: Christoph Maria Herbst, Bastian Pastewka, Collien Ulmen-Fernandes




Der unverhoffte Charme des Geldes (Juli)
Pfiffige Krimikomödie mit einer Prise Klassenkampf, unterhaltsam, spannend und mit Witz in Szene gesetzt. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/07/film-rezensionen-der-unverhoffte-charme.html

Leid und Herrlichkeit (Dolor y Gloria) (Juli)
Ein Alterswerk voller Melancholie mit einem hervorragenden Antonio Banderas 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/07/film-rezensionen-leid-und-herrlichkeit.html

Apollo 11 (Juli) 
Eindrucksvolle Dokumentation mit bisher unveröffentlichtem Film- und Tonmaterial, ein Kinoerlebnis für alle, aber vor allem für jene, die von damals nur verschwommene Schwarz-Weiß-Bilder auf dem heimischen TV-Geräte im Kopf haben.

Blinded by the Light (August)
Schöner Film über die Macht der Musik und die Inspiration, die die bedingungslose Bewunderung für (s)ein Idol einem Fan bescheren kann, für Bruce-Springsteen-Fans ein Muss.
Crawl (August)
Schafft, was nicht allen (Tier-)Horrorfilmen gegeben ist: atemlose Spannung und schaurige Momente in einer klaustrophobischen Unterwasserszenerie.

Der Distelfink (The Goldfinch) (September)
Kunstvolle und gelungene Umsetzung des Erfolgsromans von Donna Tartt, mit schönen Bildern und einem herausragenden jungen Hauptdarsteller.

Midsommar (September)
Horror im Mittsommer, Grusel und verstörende Bilder im hellen Sonnenschein – kann das funktionieren? Bei diesem Film eindeutig: Ja!

Parasite (Gisaengchung) (Oktober)
Familie aus prekären Verhältnissen drängt sich mit allen möglichen Tricks in das Leben einer wohlhabenden Familie, und niemand sieht das Unheil kommen…

Die schönste Zeit unseres Lebens (La Belle Époque) (November)
Nostalgische Liebesgeschichte mit gutaufgelegten Darstellern, zum Zurücklehnen und Genießen… Die 1970ger waren einfach nur cool!

Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão (A Vida Invisível) (Dezember)
Wunderschön gefilmtes Melodram, das nie ins Kitschige abgleitet, sondern Tragik, Sehnsucht und Liebe über eine ganze Lebensspanne hinweg mitreißend ausbreitet.

Auch gut


Vice: Der Zweite Mann (Februar)
Satirische Beleuchtung der zwielichtigen Rolle, die der ewige „zweite Mann" Dick Cheney in der amerikanischen Politik gespielt hat. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/02/film-rezensionen-vice-der-zweite-mann.html

Rocketman (Mai)
Die Verwandlung des Reggie Dwight in den Paradiesvogel Elton John, von Taron Egerton gut interpretiert. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/05/film-rezensionen-rocketman.html

Shaun das Schaf – Der Film: Ufo-Alarm (A Shaun the Sheep Movie: Farmaggedon (September)
Ein Füllhorn an absurden Ideen, witzig und abgedreht, gespickt mit Filmzitaten, die kleine Zuschauer überfordern dürften, umso größer der Spaß der erwachsenen Begleiter. Auch ohne Alibi-Kind zu empfehlen! 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/09/film-rezensionen-shaun-das-schaf-der.html

Downton Abbey (September)
Ein Film für die Fans! Wer alle Staffeln der erfolgreichen britischen Serie kennt, wird sich über ein Wiedersehen mit vertrauten und geliebten Figuren freuen. Alle anderen finden sich in die Geschichte des Königsbesuchs hinein, aber der ganze Charme der Saga und der liebevoll gezeichneten Charaktere erschließt sich ihnen wahrscheinlich nicht. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/09/film-rezensionen-downton-abbey.html

Last Christmas (November)
Ein schöner Weihnachtsfilm mit Witz und schönen Ideen, der nicht ganz an die Klassiker dieses Genres heranreicht, aber Herz (!) und Gefühl durchaus anzusprechen weiß.

The Peanut Butter Falcon (Dezember)
Die abenteuerliche Reise eines jungen Mannes mit Down-Syndrom auf dem Weg zu seinem sehnlichsten Ziel: ein gefürchteter Wrestler zu werden. Den Kampfnamen hat er schon.

Motherless Brooklyn (Dezember)
Zum Abschluss des Jahres ein ungewöhnlicher Detektivfilm mit einem ungewöhnlichen Helden, von Edward Norton liebevoll dargestellt.

A Rainy Day in New York (Dezember)
Ein Woody-Allen-Film, wie man ihn gerne sieht, kein Meisterwerk, aber ein Reigen netter Erlebnisse, eingebettet in die Liebesgeschichte eines jungen Paares im - diesmal regnerischen - New York. Nur, warum muss es eigentlich immer Timothée Chalamet sein...

Unterschätzte Filme


The Frontrunner (Januar) s.o

Stan & Ollie (Mai) s.o.

Last Christmas (November) s.o.

Motherless Brooklyn (Dezember) s.o.

Terminator 6: Dark Fate (Oktober) s.u.

(Völlig) Überschätzte Filme


Once upon a time…in Hollywood (August)
Des Kaisers neue Kleider… Nur weil Tarantino dransteht, muss es nicht gut sein! Einblick, in das Hollywood der 60ger Jahre, allerdings wie es der kleine Quentin mitbekommen hat, mit einem Ende, wie es hätte sein müssen, aber leider anders stattgefunden hat, dabei zum Gähnen langweilig und viiiiel zu lang. Mit großem Fokus auf die heiligen Kühe des heutigen Hollywood, die hemmungslos chargieren – DiCaprio – oder einfach nur cool daherkommen – Pitt, wie er eigentlich immer ist, inzwischen mit einem Golden Globe als Nebendarsteller ausgezeichnet, eine nicht gerechtfertigte Entscheidung. Geradezu absurd ist allerdings der Golden Globe für den Film als „beste Komödie“ – das zeigt die Fragwürdigkeit der ganzen Preisverleihungen!

Joker (Oktober)
Ein Film, der mit der Geschichte um den Rächer Batman fast gar nichts zu tun hat, der sich aber hemmungslos nicht nur bei dem Klassiker „Taxi Driver“, sondern in viel größerem Maße noch an dem „King of Comedy“ bedient, beide mit dem zu der Zeit im Zenit seines Erfolges stehenden Robert De Niro. Den „Joker“ nun als eigenständiges, innovatives und meisterhaftes Werk des Jahres platziert zu bekommen: Chapeau für diese marketingtechnische Meisterleistung! Außer den zahllosen Elementen aus den beiden genannten Filmen gibt es viel Quälendes und Widerliches zu sehen, dabei zieht der von allen Seiten nur so gelobte Joaquin Phoenix wieder einmal alle Register seiner Kunst, ver- und gestörte Charaktere zu zeigen, also, das, was er offensichtlich am besten kann. Ist das dann aber noch hohe Schauspielkunst, oder sollte man dafür einmal abwarten, ob er auch eine heitere oder weniger gestörte Figur glaubhaft darstellen kann?
Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker) (Dezember)
Für (Hardcore)Fans sicher das Highlight des Jahres, ansonsten, vor allem als grandioser Abschluss einer jahrzehntelangen Reihe konzipiert, ein wenig enttäuschend, da ohne wirkliche Überraschungen oder neue Erkenntnisse, mit viel Pathos, aber ohne Tiefe.


Überflüssige/ Ärgerliche Filme


Belleville Cop (Januar)
Überflüssiges Beispiel dafür, dass die Franzosen auch richtig schlechte Filme machen können. (Argerlich) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/01/film-rezensionen-belleville-cop-le-flic.html

Der goldene Handschuh (Februar) 
Trotz lesenswerter literarischer Vorlage ein quälender Film über das Leben des Hamburger Serienmörders Fritz Honka und sein Milieu, abstoßend, punktuell aufwühlend, trotzdem ohne tieferen Eindruck zu hinterlassen. (Unschlüssig, ob eher ärgerlich oder überflüssig) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/02/film-rezensionen-der-goldene-handschuh.html

Dumbo (März) 
Eines von mehreren Beispielen dafür, dass man trotz bestechender Technik aufhören sollte, aus netten Trickfilmen Realfilme zu machen – Bruchlandung für den kleinen niedlichen fliegenden Elefanten. (Überflüssig) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/03/film-rezensionen-dumbo.html

Der Fall Collini (April) 
Ferdinand von Schirach weiß zwar, im Gegensatz zu vielen Film- und Fernsehautoren, wo der (juristische) Hammer hängt, aber der Film bleibt in Aufbau und Dramaturgie allzu vorhersehbar, und um das eigentlich interessante juristische Dilemma drückt er sich am Ende. Ärgerlich. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/04/film-rezensionen-der-fall-collini.html

Hellboy – Call of Darkness (April)
Was war das denn?? Neuer Hellboy-Darsteller, alte Geschichte, die aber völlig wirr und übertrieben brutal. (Ärgerlich) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/04/film-rezensionen-hellboy-call-of.html

The Dead don’t die (Juni) 
Was mag sich der früher von mir so geschätzte Jim Jarmusch bei dieser abstrusen Mischung aus Zombie- und Polizeistory nur gedacht haben? Trotz namhafter Darstellerrige ohne Biss (!) und Witz. (Überflüssig)

The Lion King (Juli)
Überragende Technik und dann doch nur eine Eins-zu-Eins-Umsetzung des altbekannten und beliebten Trickfilms. (Überflüssig) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/07/film-rezensionen-der-konig-der-lowen.html

Gemini Man (Oktober)
Die technisch superscharfen und brillanten Bilder haben leider nicht auf die Handlung abgefärbt. (Ärgerlich)

(Enttäuschende) Alterswerke


The Mule (Januar)
Kein schlechter Film von und mit dem über 80jährigen Clint Eastwood, aber auch kein so wirklich packender.

Creed 2: Rocky’s Legacy (Januar)
Die Rocky-Reihe haben wir längst hinter uns gelassen, insofern taucht Sylvester Stallone auch nur noch als altersweiser Ratgeber auf, jetzt wird die Apollo-Reihe weitergeführt – was kommt als nächstes? Apollo 13? Äh, 3? 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/01/creed-ii-rockys-legacy-creed-ii.html

Ein Gauner & Gentleman (The Old Man and the Gun) (März)
Schön, Robert Redford noch einmal in einer Hauptrolle zu sehen, schade, dass der Film ohne große Höhepunkte dahinplätschert.

Ein Letzter Job (King of Thieves) (April)
Die Story ist nicht schlecht, aber die Umsetzung kommt über eine müde Altherrenkomödie nicht hinaus –schade, auch für Michael Caine hätte man sich eine schmissigeres (Alters-)Werk gewünscht.

Rambo: Last Blood (September) 
Der Abgesang auf eine erfolgreiche Reihe… Einst mit dem hervorragenden „Rambo – First Blood“ begonnen und dann stetig nachlassend, ist hier der (vorläufige?) Tiefpunkt erreicht.

Terminator 6: Dark Fate (Oktober)
In dieser Kategorie eigentlich falsch, denn dieses Altherrenwerk ist durchaus gelungen und Arnie macht seine Sache richtig gut! Enttäuschend ist hier die Aufnahme beim Publikum, das nicht so richtig mitspielt.

Mittwoch, 18. Dezember 2019

Film-Rezensionen: The Peanut Butter Falcon


Zack (Zack Gottsagen), ein 22-Jähriger mit Down-Syndrom, wurde von seinen Eltern in Heime abgeschoben, mangels anderer Alternativen lebt er zuletzt in einem Altersheim. Von dort gelingt ihm mit Hilfe seines Mitbewohners Carl (Bruce Dern) die Flucht, nur mit Unterhose bekleidet macht er sich auf, um in die Schule seines Idols Salt Water Redneck, einer Wrestling-Legende, aufgenommen und dort selbst zum Wrestler ausgebildet zu werden. Unterwegs trifft er auf den Kleinganoven Tyler (Shia LaBeouf), dem ein paar üble Leuten auf den Fersen sind, denen er zuvor ihre Boote angezündet hatte. Nach anfänglichem Zögern nimmt Tyler Zack unter seine Fittiche und zusammen durchqueren sie abgelegene Regionen im Süden der USA, zu Land und zu Wasser, bis sich zwischen beiden so etwas wie Freundschaft entwickelt. Als dann noch die nette Schwester Eleanor (Dakota Johnson) aus dem Heim auf der Suche nach Zack zu den beiden stößt, entsteht fast so etwas wie eine kleine Familie, die gemeinsam versucht, Zack zu seinem geliebten Salt Water Redneck zu bringen.

Der Film spielt gekonnt mit seinen Mark-Twain-Momenten, indem er die beiden Helden zum Beispiel auf einem Floß durch die seichten Arme eines Flussdeltas schickt. Dabei gibt es allein durch den jungen Darsteller Zack Gottsagen wunderbare Szenen, der mit seinem entwaffnenden Humor seinen Mitakteuren so manche Szene stiehlt. Aber auch Shia LaBeouf und Dakota Johnson machen ihre Sache gut, auch wenn das ein oder andere an manchen Stellen dann doch ein wenig zu dick aufgetragen wirkt. Dennoch hat die Reise in den tiefsten ländlichen Süden ihren eigenen Charme und die Welt der Wrestlerszene dort birgt ein paar spezielle Momente, für deren Authentizität zwei echte ehemalige Wrestler – Jake „The Snake“ Roberts und Mick Foley alias Mankind bzw. Cactus Jack – sorgen. Die Botschaften des unspektakulären aber durchaus sehenswerten Films sind simpel aber eingängig formuliert: Folge deinem Traum, egal, wer du bist und wo du herkommst, und – so sagt es Zack in seiner anrührenden Weise – Freunde sind die Familie, die du dir aussuchst.

Und, ach ja: der Filmtitel bezieht sich auf den martialischen Kampfnamen, den Zack sich gibt – der mutige Falke mit Vorliebe für Ernussbutter-Sandwiches…




Regie: Tyler Nilson, Michael Schwartz
Drehbuch: Tyler Nilson, Michael Schwartz
Kamera: Nigel Bluck
Schnitt: Nat Fuller, Kevin Tent
Musik: Zachary Dawes, Noam Pikelny, Jonathan Sadoff, Gabe Witcher

Darsteller:
Zack Gottsagen, Shia LaBeouf, Dakota Johnson, Bruce Dern, John Hawkes, Thomas Haden Church, John Bernthal,

Tobis
FSK 12
97 min.
Deutscher Kinostart: 19. Dezember 2019
 
 

Dienstag, 3. Dezember 2019

Film-Rezensionen: A Rainy Day in New York


Gatsby Welles (Timothée Chalamet), ein junger Mann aus wohlhabendem Elternhaus, verbringt mit seiner Freundin Ashleigh (Elle Fanning) ein Wochenende in New York, das ganz anders verläuft, als beide es geplant hatten. Es entwickelt sich ein Reigen unerwarteter Begegnungen und Erlebnisse, an dessen Ende beide erkennen, was für ihr weiteres Leben wichtig ist.

Woody Allen kehrt mit dieser romantischen
Komödie dorthin zurück, wo er zu Hause ist, und er schafft es wieder einmal, seine Stadt aus diesem nostalgischen Blickwinkel zu zeigen, wie nur er es kann. Er begleitet seine jungen Protagonisten auf ihren vergnüglichen Irrungen und Wirrungen im regnerischen New York, lässt sie aber nie im Regen stehen – anders als diese es mit ihm tun, hat sich doch sein gerade so angesagter Hauptdarsteller, der dandyhafte Chalamet, nach Drehschluss von ihm und diesem Film distanziert. 

Grund hierfür sind die aus dem Kreis seiner Familie erhobenen Vorwürfe, mit denen sich Allen seit Jahren bei jedem neuen Film konfrontiert sieht. Im Gegensatz zu anderen Hollywoodgrößen, denen seit der #MeToo-Debatte von verschiedenen Seiten sexuelle Verfehlungen nachgesagt werden, geht es bei Allen um einen einzigen Vorfall, der, sollte er sich tatsächlich zugetragen haben, schlimm genug wäre, aber genau hier liegt das Problem, denn es gab zwei Untersuchungen gegen ihn in dieser Sache, die beide ergebnislos eingestellt wurden. Außerdem wird er von einem anderen Familienmitglied vehement verteidigt, beides sollte eigentlich genügen, ihn als unschuldig gelten zu lassen, solange sein Schuld tatsächlich nicht bewiesen wurde. Dies scheint im aktuellen Klima jedoch nicht möglich zu sein, weswegen sein aktuelles Werk auf absehbare Zeit nicht in den USA gezeigt wird. Das ist unfair und auch bedauerlich, denn auch wenn der Film vielleicht kein Meisterwerk ist – Woody Allen selbst hat einmal gesagt, er habe nie Meisterwerke geschaffen, sondern nur gute Filme und schlechtere Filme – so ist „A Rainy Day in New York" eindeutig einer seiner besseren, etwas altmodisch vielleicht, aber auf angenehme Art vertraut, wie ein Heimkommen nach längerer Abwesenheit.

Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Kamera: Vittorio Storaro
Schnitt: Alisa Lepselter
Darsteller:
Timothée Chalamet, Elle Fanning, Liev Schreiber, Selena Gomez, Jude Law, Rebecca Hall

   USA 2019
92 min.
Deutscher Kinostart: 05. Dezember 2019


Mittwoch, 18. September 2019

Film-Rezensionen: Downton Abbey

 




Für alle Freunde von „Downton Abbey“ die beste Nachricht des Jahres: Es gibt einen Film, der die ganze Pracht und Herrlichkeit der beliebten britischen Adels-Serie nun endlich auch auf die großen Leinwand bringt.




 
Nach den Schrecken und Umbrüchen, die der Weltkrieg hinterlassen hat und der Verarbeitung einiger persönlicher Schicksalsschläge, von denen die Bewohner Downton Abbeys getroffen wurden, scheint sich das Leben wieder normalisiert zu haben. Wir schreiben inzwischen das Jahr 1927 und die Familie Crawley, nach wie vor angeführt von dem stets würdevollen und charmanten Robert, Earl of Grantham (Hugh Bonneville), sieht sich einer überraschenden Herausforderung gegenüber: König Georg V und seine Gattin befinden sich auf Rundreise durchs Land und möchten auch in Downton Abbey Station machen, was sämtliche Bewohner, sowohl die Herrschaft als auch die Schar der Dienstboten, in helle Aufruhr versetzt, erhebliche Vorbereitungen sind nötig, will man sich von seiner besten Seite zeigen. 

Als die hochnäsige Entourage des Königs sich daran macht, bei der Vorbereitung und Durchführung des königlichen Mahls auf Downton der Köchin, Mrs. Patmore (Leslie Nicol), und dem übrigen Personal das Szepter zu entreißen und der eigens für dieses Ereignis reaktivierte Butler Carson (Jim Carter) hilflos ansehen muss, wie er von seinem königlichen Pendant entmachtet wird, gibt es eine Revolte unter der Führung von Anna Bates (Joanne Froggatt), von der die Herrschaft natürlich nichts mitbekommt, und am Ende sind die Verhältnisse mittels einer vergnüglichen Intrige wieder hergestellt. Das gleichzeitig von anderer Seite geplante Attentat auf den König wird dabei fast zur Nebensache...

Der Film ist ein gelungener Ensemblefilm, der sich in unterhaltsamer und gewohnt liebevoller Weise den großen und kleinen Problemen seiner Protagonisten widmet, bei dem jeder der Akteure mit sichtlichem Spaß bei der Sache ist und dafür im Gegenzug mit der ihm jeweils gebührenden Aufmerksamkeit belohnt wird. Hier ist es natürlich schön, wenn man die Vorgeschichte der einzelnen Personen kennt, aber es gibt ansonsten Gelegenheit genug, Zugang zu den Figuren zu bekommen.

Ein Verdienst der Serie bestand darin, den aus heutiger Sicht anachronistischen Lebenswandel einerseits zu zeigen, andererseits aber durchaus durch die eigenen Figuren hinterfragen zu lassen, hieran knüpft auch der Film gekonnt an. So ist es für die Herrschaft zwar immer noch undenkbar, sich alleine anzukleiden, aber einen Landsitz in der bisherigen Weise fortzuführen scheint auf Dauer auch nicht mehr möglich. Ein Körnchen Sozialkritik mischt sich immer in den zur Schau gestellten Prunk, indem die Crawleys stets als Menschen mit sozialem Gewissen gezeichnet werden, die ebenso wie jeder andere mit Veränderungen und Verwerfungen zu kämpfen haben. Ein Highlight des Films wie auch der Serie sind auch diesmal die spitzzüngigen Bemerkungen der unvergleichlichen
Maggie Smith in ihrer Rolle als Lady Violet Crawley, die diese fast im Minutentakt abfeuert, die ebenso zum Gesamtvergnügen beitragen wie die Leichtigkeit, mit der der ganze Film in all seiner verschwenderischen Pracht daherkommt – alles in allem ein Augen- und Ohrenschmaus für jeden, der eine Pause von all den anderen testosteron- und pulverdampfgeschwängerten Blockbustern oder den Niederungen der aktuellen britischen Politik braucht.



 

 















Regie: Michael Engler 
Drehbuch: Julian Followes
Kamera: Ben Smithard
Schnitt: Mark Day
Musik: John Lunn  

Darsteller:
Hugh Bonneville, Elizabeth McGovern, Maggie Smith, Michelle Dockery, Laura Carmichael, Allen Leech, Joanne Froggatt, Brendan Coyle, Phyllis Logan, Jim Carter, Sophie McShera, Lesley Nichol, Robert James-Collier, Penelope Wilton, Kevin Doyle, Michael Fox, Matthew Goode
 
GB 2019
145 min.
Deutscher Kinostart: 19. September 2019