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Donnerstag, 6. November 2025

Im Kino: Predator: Badlands

Der junge Dek (Dimitrius Schuster-Kolomatangi) gehört zur Spezies der Yautia, einer außerirdischen Jäger-Clique mit für unsere Augen furchterregendem Äußeren. Sein Vater sieht in ihm einen Versager und Schwächling, daher begibt sich Dek nach einem tödlichen Familienzwist auf eine Mission zum fernen Planeten Genna, um dort den schrecklichen Kalisk zu besiegen und dessen Kopf als Trophäe heimzubringen. Doch auf Genna lauern viele unbekannte Gefahren und Dek, der Einzelkämpfer, braucht Hilfe, die er in der Androidin Thia (Elle Fanning) findet, der nach einer unerfreulichen Begegnung mit besagtem Kalisk der Unterkörper fehlt, sowie einem glupschäugigen Wesen mit einem gewissen Niedlichkeitsfaktor…

Wer in der „Predator“-Fanchise-Reihe zu Hause ist, bekommt hier den namengebenden Jäger einmal als Protagonisten zu sehen, der zeitweise selbst zum Gejagten wird. Dabei wird das Ganze sehr stimmig als Action-Abenteuer serviert, mit vielen schönen Effekten und Ideen, insbesondere, was den Planeten Genna und seine überraschende und sehr fantasievoll-tödliche Vegetation betrifft, sowie einem grandiosen Soundtrack.

 

Auch das Zusammenspiel zwischen Dek und Thia macht auf der immer wieder beliebten Buddy-Ebene Spaß, die beiden so unterschiedlichen Figuren geben ein tolles Paar ab, das sich trotz seiner Gegensätzlichkeit – hier der wortkarge, etwas eindimensionale Jäger, dort die ewig plappernde Androidin – zusammenrauft und sogar hin und wieder durchaus glaubhaft so etwas wie Gefühle füreinander entwickelt.

 

Die Action-Sequenzen sind routiniert in Szene gesetzt und bieten wenig Überraschendes, alles in allem wird man aber gut unterhalten, wenn man sich nicht von dem gruseligen Äußeren der Hauptfigur abschrecken lässt, der, das wird schon gleich zu Anfang klar, eine durchaus verletzliche Seele besitzt, und natürlich muss man ein gewisse Vorliebe für dieses Film-Genre mitbringen.

 

 


 Regie: Dan Trachtenberg

Drehbuch: Patrick Aison, b/a den Charakteren von Jim & John Thomas

Kamera: Jeff Cutter

Schnitt: Stefan Grube, David Trachtenberg

Musik: Sarah Schachner, Benjamin Wallfisch

 

Besetzung:

Dimitrius Schuster-Kolomatangi, Elle Fanning, Reuben de Jong, Michael Homick, Rohinal Nayaran

 

 

Walt Disney Studios Motion Pictures

2025

107 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 06. November 2025

 

 

Trailer:   https://www.youtube.com/watch?v=9Ifg0IMKsec (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=cDL3Zjdz514    (Englisch)

 

Dienstag, 3. Dezember 2019

Film-Rezensionen: A Rainy Day in New York


Gatsby Welles (Timothée Chalamet), ein junger Mann aus wohlhabendem Elternhaus, verbringt mit seiner Freundin Ashleigh (Elle Fanning) ein Wochenende in New York, das ganz anders verläuft, als beide es geplant hatten. Es entwickelt sich ein Reigen unerwarteter Begegnungen und Erlebnisse, an dessen Ende beide erkennen, was für ihr weiteres Leben wichtig ist.

Woody Allen kehrt mit dieser romantischen
Komödie dorthin zurück, wo er zu Hause ist, und er schafft es wieder einmal, seine Stadt aus diesem nostalgischen Blickwinkel zu zeigen, wie nur er es kann. Er begleitet seine jungen Protagonisten auf ihren vergnüglichen Irrungen und Wirrungen im regnerischen New York, lässt sie aber nie im Regen stehen – anders als diese es mit ihm tun, hat sich doch sein gerade so angesagter Hauptdarsteller, der dandyhafte Chalamet, nach Drehschluss von ihm und diesem Film distanziert. 

Grund hierfür sind die aus dem Kreis seiner Familie erhobenen Vorwürfe, mit denen sich Allen seit Jahren bei jedem neuen Film konfrontiert sieht. Im Gegensatz zu anderen Hollywoodgrößen, denen seit der #MeToo-Debatte von verschiedenen Seiten sexuelle Verfehlungen nachgesagt werden, geht es bei Allen um einen einzigen Vorfall, der, sollte er sich tatsächlich zugetragen haben, schlimm genug wäre, aber genau hier liegt das Problem, denn es gab zwei Untersuchungen gegen ihn in dieser Sache, die beide ergebnislos eingestellt wurden. Außerdem wird er von einem anderen Familienmitglied vehement verteidigt, beides sollte eigentlich genügen, ihn als unschuldig gelten zu lassen, solange sein Schuld tatsächlich nicht bewiesen wurde. Dies scheint im aktuellen Klima jedoch nicht möglich zu sein, weswegen sein aktuelles Werk auf absehbare Zeit nicht in den USA gezeigt wird. Das ist unfair und auch bedauerlich, denn auch wenn der Film vielleicht kein Meisterwerk ist – Woody Allen selbst hat einmal gesagt, er habe nie Meisterwerke geschaffen, sondern nur gute Filme und schlechtere Filme – so ist „A Rainy Day in New York" eindeutig einer seiner besseren, etwas altmodisch vielleicht, aber auf angenehme Art vertraut, wie ein Heimkommen nach längerer Abwesenheit.

Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Kamera: Vittorio Storaro
Schnitt: Alisa Lepselter
Darsteller:
Timothée Chalamet, Elle Fanning, Liev Schreiber, Selena Gomez, Jude Law, Rebecca Hall

   USA 2019
92 min.
Deutscher Kinostart: 05. Dezember 2019