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Donnerstag, 28. Mai 2026

Im Kino: I swear - Verflucht Normal

John Davidson (Robert Aramayo) wächst in einer schottischen Kleinstadt auf, ist ein guter Schüler und Fußballer, als er plötzlich mit 12 Jahren Symptome entwickelt, bei denen er unkontrollierte Zuckungen und obszöne Ausrufe ausstößt, was später als Tourette-Syndrom diagnostiziert wird. Er wird zum Außenseiter, nur Dottie, die Mutter eines Mitschülers (Maxine Peake) sowie der Hausmeister des Gemeindezentrums Tommy (Peter Mullan) nehmen ihn vorbehaltlos, wie er nun mal ist und unterstützen ihn dabei, seinen Weg zu finden. Für seine Verdienste, Tourette in Großbritannien bekannter zu machen und anderen Betroffenen zu helfen, akzeptiert zu werden, erhält John im Jahr 2019 von der Queen persönlich, einen hohen britischen Orden verliehen, aber auch bei dieser Zeremonie lassen sich seine Tics nicht einfach abstellen und spielen ihm einen weiteren Streich…

Basierend auf der wahren Lebensgeschichte des echten John Davidson schafft es dieser Film in bester Manier ein schwieriges Thema mit Witz und Warmherzigkeit aufzubereiten, ohne dabei die innere Tragik des von einer so lebensverändernden Krankheit Betroffenen aus den Augen zu verlieren. Johns Sehnsucht nach Anerkennung und ja, auch Liebe, wird einfühlsam und ohne Voyeurismus vor Augen geführt, man leidet mit, während man gleichzeitig ohne schlechtes Gewissen über seine unfreiwillig komischen oder peinlichen Erlebnisse lachen darf.

Auch wenn man bereits von dem Tourette-Syndrom gehört hat, für das es bis heute keine Heilung gibt, fehlt vielleicht eine genaue Vorstellung über die Auswirkungen auf das tägliche Leben, insofern kann dieser Film, der stets die Balance zwischen Schmerz und Freude im Blick behält, dazu beitragen, ganz im Sinne von John Davidson, aufzuklären. Dass er dabei auch noch verflucht gut zu unterhalten weiß, hebt ihn wohltuend von der Masse an durchschnittlichen Filmen ab und lohnt einen Kinobesuch unbedingt.

 


Regie: Kirk Jones

Drehbuch: Kirk Jones

Kamera: James Blann

Schnitt: Sam Sneade

Musik: Stephen Rennicks

 Besetzung:

Robert Aramayo, Scott Ellis Watson, Maxine Peake, David Carlyle, Peter Mullan, Shirley Henderson

 StudioCanal Films/ Wild Bunch Germany

2025

121 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 28. Mai 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=WwxS_xnKF1g (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=oeWqQN3snCU (Englisch)

Im Kino: Passenger

Maddie (Lou Llobell) und ihr Verlobter Tyler (Jacob Scipio) sind mit einem Camper unterwegs, als sie auf einer einsamen Landstraße an einem schrecklichen Unfall vorbeifahren. Danach scheint sie irgendetwas – oder irgendwer – zu verfolgen und ein wahrer Alptraum beginnt…

Dieser Horrorfilm über einen entsprechenden Horrortrip wartet mit einigen hübschen Grusel-Effekten auf, er gibt sogar eine nachvollziehbare Erklärung, weshalb das junge Paar im Gegensatz zu anderen Opfern der gefährlichen Wesenheit, die zur Nachtzeit auf einer einsamen Landstraße durch einen unwegsamen Wald ihr Unwesen treibt, so lange überlebt. Ansonsten ist nicht alles ganz stimmig und der Film braucht nach einem furiosen Auftakt eine Weile, um wieder richtig in Gang zu kommen. Auch wird nicht genügend über den aktuellen Urheber der geheimen Zeichen, die das Paar begleiten, aufgeklärt, aber alles in allem wird solide Horror-Unterhaltung geboten, mit einer beeindruckend taffen jungen Frau, die am Ende überzeugend ihren Mann steht.

Eine (von mir nicht näher geprüfte) Statistik besagt, dass von jährlich 130 Millionen Menschen, die sich auf einen Road Trip begeben, etwa 15.400 für immer verschwinden, und gerade in den Weiten der USA soll es einige durch einsame Gegenden führende Überland-Routen geben, die dafür berüchtigt sind – vielleicht sollte man dies für die nächste Camper-Urlaubs-Planung im Hinterkopf behalten…

 

  Regie: André Øvredal

Drehbuch: Zachary Donohue, T.W. Burgess

Kamera: Federico Verardi

Schnitt: Martin Bernfeld

Musik: Christopher Young

 Besetzung:

Lou Llobell, Jacob Scipio, Melissa Leo, Joseph Lopez

  Paramount Pictures /Sony Pictures

2026

94 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 28. Mai 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=VT2tt-x5Hvk (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=eNIn8kW1kyE (Englisch)

Freitag, 22. Mai 2026

Heimkino: Extrawurst

Heribert Bräsemann (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Langenheide, arbeitet routiniert die Tagesordnung der Vereinssitzung ab, bei der unter anderem die Anschaffung eines neuen Grills beschlossen wird. Bevor man zum gemütlichen Teil übergehen kann, entwickelt sich Punkt 7 „Sonstiges“ zum Stolperstein, als Melanie (Anja Knauer) vorschlägt, für ihren muslimischen Doppelpartner Erol (Fahri Yardim) einen zweiten Grill zu kaufen, damit dessen Grillgut nicht zusammen mit Schweinswürsten bruzzeln muss. Aus dieser Idee entwickelt sich zur Überraschung aller eine heftige Diskussion, die am Ende beinahe den Verein zu sprengen droht…

Angelehnt an das sehr erfolgreiche Theaterstück der bewährten Comedy-Autoren Jacobs und Netenjakob beschränkt sich Regisseur Rosenmüller auch bei seiner Verfilmung räumlich auf den Bereich der Tennishalle und das dazugehörende Vereinsheim, um sein gut aufgelegtes Schauspielensemble aufeinander zu hetzen.

Schwein oder nicht Schwein... Alles beginnt, wie so oft, eher harmlos, als ein gutgemeinter Vorschlag sich zu einem Sprengsatz entwickelt, plötzlich hat jeder eine Meinung und tut diese in einer immer hitziger werdenden Stimmung auch kund. Die Fassade der harmonischen Gemeinschaft, von der anfangs geschwärmt wird, beginnt sehr schnell zu bröckeln, bis am Ende nur ein Scherbenhaufen übrigbleibt und die Erkenntnis, dass manches wohl besser unausgesprochen bleiben sollte, was auch bereits Thema anderer Filme wie „Das perfekte Geheimnis“ war.

Die pointiert herausgearbeiteten Streitpunkte dürften jedem und jeder vertraut sein: wann und wie lange ist man eigentlich Ausländer und wann „gehört man“ endlich „dazu“, braucht es für alle und jeden eine Sonderbehandlung oder sprengt das am Ende jedes Kollektiv, Frauen fühlen sich von Männern bevormundet, revanchieren sich dafür mit der Totschlaggeschichte vom „alten weißen Mann“, an jedem Argument ist etwas dran und gleichzeitig auch nicht, entscheidend sind die Verletzungen, die man sich zufügt, wenn irgendwann sämtliche Hemmungen fallen, wenn tief Verborgenes ungefiltert ohne Rücksicht auf Verluste herausbricht und alles auf den Grill, äh Tisch kommt, was man sich schon immer mal sagen wollte, aber bisher nie auszusprechen wagte.

Der Film verzichtet dabei dank der Qualität der beiden Autoren auf allzu platte Schenkelklopfer-Gags und sorgt am Ende für ein – beinahe – versöhnliches Ende, aber, man kennt es: einmal in Fahrt gekommen, ist aufhören nicht leicht, und so gibt es noch einen kleinen boshaften Schlussgag, den man sich einfach nicht verkneifen konnte…

 

  

Regie: Marcus H. Rosenmüller

Drehbuch: Dietmar Jacobs, Moritz Netenjakob

Kamera: Daniel Gottschalk

Schnitt: Andrea Mertens

Musik: Gerd Baumann

 Besetzung:

Hape Kerkeling, Christoph Maria Herbst, Fahri Yardim, Anja Knauer, Friedrich Mücke, Gaby Dohm, Milan Peschel

 

StudioCanal Film

2025

FSK 12

 Ab 18. Mai 2026 digital und

Ab 28. Mai 2026 auf Blu-ray/ DVD

 

Details DVD:

Filmlänge: ca. 94 min.

Sprache: Deutsch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Tonformat: Dolby Digital 5.1

Bildformat: 2,35:1 (16:9)

Extras: Making of; Kinotrailer; Hörfilmfassung

 Details Blu-ray:

Filmlänge: ca. 98 min.

Sprache: Deutsch

Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1

Bildformat: 2,35:1 (16:9)

Extras: Making of; Kinotrailer; Hörfilmfassung

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=YbC8F45HRr4

Donnerstag, 21. Mai 2026

Im Kino: Mother Mary

Die unter dem Namen Mother Mary megaerfolgreiche Pop-Diva Mary (Anne Hathaway) fühlt sich ausgebrannt und bereitet sich auf ihr Abschiedskonzert vor. Das passende Kleid dafür soll ihre alte Freundin, Modedesignerin Sam (Michaela Coel), entwerfen, aber das Wiedersehen der beiden verläuft nicht wie von Mary geplant, denn die berufliche wie auch private Beziehung der beiden ging einst schmerzvoll auseinander und so gibt es einiges zwischen den beiden aufzuarbeiten…

Zwischen Kammerspiel und immer wieder eingestreuten imposanten und stylischen Bühnenperformances bewegt sich dieses Psychodrama auf ungewöhnlichem Terrain. Stück für Stück entwickelt sich die Geschichte aus Andeutungen, bis sich allmählich das Gesamtbild einer Beziehung offenbart, die sowohl berufliche als auch private Aspekte hatte und irgendwann einseitig von der damals stärkeren Person aufgekündigt wurde, nämlich von Mary, als ihr Stern am Pophimmel aufging.

Nun sind die Rollen vertauscht und Designerin Sam spürt die ihr plötzlich erwachsene Macht, wenn nur sie das von Mary so ersehnte wichtige Kleidungsstück liefern kann und daraus entwickelt sich eine bittere Abrechnung, die für sich gesehen von den beiden Kontrahentinnen so intensiv vorgetragen wird, dass es stellenweise wehtut.

In diesem Teil des visuell ausdrucksstarken Films folgt man den Akteurinnen gerne und kann sich der Faszination ihrer Vorstellung kaum entziehen, getragen von Michaela Coels eindrucksvollem Gesicht und Anne Hathaways Fragilität hinter all dem Bombast ihrer Bühnenauftritte, einem Larger-than-life-Hybridwesen, angesiedelt irgendwo zwischen Taylor Swift, Lady Gaga und Madonna und mit entsprechend starken Sounds ausgestattet.

Etwas schwierig wird es, wenn das Ganze am Ende ins Mythische und Übersinnliche mit leichtem Body-Horror abdriftet und das Kammerspiel ins Horrorkabinett wechselt, und aus einem außergewöhnlichen Film, der sich außergewöhnliche Dinge traut, ein Rätsel werden lässt, dessen Lösung man vergeblich sucht. 

Besonders erwähnt sei noch, dass in dem Film, der zwar von einem Mann inszeniert ist, außer als Hintergrundtänzer kein einziger Mann auftritt, Bechdel-Test locker bestanden, wie immer man diesen Test bewerten mag…  

  

 Regie: David Lowery,

Drehbuch: David Lowery

Kamera: Andrew Droz Palermo, Rina Yang

Schnitt: David Lowery

Musik: Daniel Hart

Original-Songs: Charli xcx

 Besetzung:

Anne Hathaway, Michaela Coel, Hunter Schafer, Sian Clifford,

 

A24/ Leonine Dirstribution

2026

112 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 21. Mai 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=UH8Qbm3w5wE (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=ATGaqU6Srcc (Englisch)

Im Kino: In The Grey

Wenn ein skrupelloser Schurke wie Manny Salazar (Carlos Bardem) sich unrechtmäßig eine Milliarde Dollar unter den Nagel gerissen hat, braucht es jemand ähnlich Skrupelloses, um ihm dieses Geld wieder zu entreißen, und so machen sich die als Unterhändlerin erfahrene Rachel Wild (Eiza González) und ihre Truppe von mit allen Wassern gewaschenen Spezialisten unter Führung der ihr treu ergebenen Sid (Henry Cavill) und Bronco (Jake Gyllenhaal) an die Arbeit. Als besondere Schwierigkeit erweist sich dabei, dass Salazar auf seiner Privatinsel residiert und man heil in sein Refugium hinein- aber vor allem auch wieder herauskommen muss…

Guy Richie versteht es immer wieder, die Grenzen zwischen Legalem und Illegalem fließend zu machen und seine Protagonisten in einer Grauzone dazwischen – eben In The Grey – agieren zu lassen. So ist auch hier das Ziel legitim, ein unterschlagenes Vermögen wiederzubeschaffen, und dafür sind dann alle Mittel recht, schließlich hält sich der Schurke auch nicht an Recht und Gesetz und von dieser Prämisse leben die actionreichen und ausgeklügelten Filme Richies immer wieder.

Auch im aktuellen Werk wird in bewährter Weise ein Heist-Plan entwickelt, bei dem von vorneherein klar ist, dass irgendwann irgendetwas schief gehen wird und man darf gespannt sein, ob und wie die gewiefte Mannschaft mit diesen Schwierigkeiten fertig werden wird. Das Ganz ist schwungvoll inszeniert, ohne dass man allzu viel Tiefgang erwarten darf, dennoch ist es ein dem Genre angemessenes unterhaltsames Abenteuer, bei dem es ordentlich kracht und ein beeindruckender Fuhrpark verschiedenster Fortbewegungsmittel zum Einsatz kommt.

Die männlichen Protagonisten verfügen über eine angemessene Coolness, wirklich mitreißen können sie am Ende aber nicht ganz und Eiza Conzález ist sicher großartig anzuschauen, aber ihr Schauwert ist größer als ihre Persönlichkeit, hierfür fehlt ihr ein bisschen das notwendige Charisma, aber vielleicht sehen das männliche Zuschauer etwas anders…

Ein Film, der temporeiche Action und durchaus spannende Unterhaltung bietet, aber am Ende etwas zu routiniert über die Bühne geht, als dass er lange im Gedächtnis bleiben würde.

 

 

Regie: Guy Richie

Drehbuch: Guy Richie

Kamera: Ed Wild

Schnitt: Martin Walsh

Musik: Christopher Benstead

 Besetzung:

Eiza González, Jake Gyllenhaal, Henry Cavill, Rosamund Pike, Jason Wong, Fisher Stevens, Emmett J. Scanlan, Kristofer Hivju, Darrell D’Silva, Christian Ochoa Lavernia, Carlos Bardem

  

Black Bear International/ Leonine Distribution

2026

98 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 21. Mai 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Q8g_oflOGaY (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=nufP15iN4GE (Englisch)

Im Kino: Star Wars: The Mandalorian and Grogu

Auch nachdem das Imperium besiegt wurde, gibt es noch ehemalige Kriegsherren, die weiterhin daran arbeiten, wieder an die Macht zu kommen, während die Neue Republik versucht, sich endgültig zu etablieren. In diese Auseinandersetzungen gerät der mandalorianische Kopfgeldjäger Din Djarin, genannt The Mandalorian oder kurz Mando (Pedro Pascal), der seit einiger Zeit mit seinem jungen Schützling Grogu unterwegs ist. Zusammen versuchen sie einen Auftrag zu erledigen, ohne dabei zwischen den Fronten aufgerieben zu werden…

Unter dem Etikett „Star Wars“ kommt seit längerer Zeit wieder ein Film auf die große Leinwand, nachdem das Franchise sich in den letzten Jahren mehr auf etliche TV-Serien – sowohl Live-Action als auch in animierter Form – konzentriert hatte. Wer tief in dieser Thematik mit allen Spin-Offs und auf allen Zeitebenen zu Hause ist, wird in diesem Film auf viele bekannte Figuren und Charaktere treffen und diese korrekt ein- und zuordnen können.

Für alle anderen geht es einfach nur frisch in ein durchaus unterhaltsames Weltraumabenteuer, das man auch ohne viele Vorkenntnisse verstehen kann, es reicht, zu wissen, dass es sich bei dem Mandalorian um einen intergalaktischen Kopfgeldjäger handelt, der für wechselnde Auftraggeber tätig und bei einer dieser Missionen auf eine Art Joda-Baby-Version namens Grogu gestoßen ist, den er quasi als Pflegekind angenommen hat und der durch seine umwerfende Niedlichkeit besticht.

Mit dieser Figur kann der Film durchgehend punkten, während die Handlung keine großen Überraschungen bietet, aber dennoch Spaß macht, wenn man es nicht gerade auf besondere Bezüge zur „Star-Wars“-Saga abgesehen hat, denn die fehlen ansonsten, nicht einmal das epische Musik-Thema erklingt, was man zumindest beim Abspann erwartet hätte. Dafür gibt es eine unerwartete Reminiszenz an den guten alten "Blade Runner" und in der Figur von Rotta The Hutt, Sohn des schurkischen Jabba The Hutt, einen tragischen Helden, der auf seine Weise zum Sympathiträger wird.

Alles in allem mehr etwas für Fans der TV-Serien, ansonsten für Liebhaber spaciger Weltraumabenteuer, aber nichts, um das „Star-Wars“-Feeling aus den ersten Tagen wieder zu erleben. Wer dies erwartet, wird sicher enttäuscht, andererseits lässt sich nur selten die Vergangenheit wieder heraufbeschwören, in der man selbst noch jung und frisch war, das Leben geht einfach weiter und wer in Nostalgie schwelgen möchte, schaut sich am besten die alten Filme noch einmal an…

 

 Regie: Jon Favreau

Drehbuch: Jon Favreau, Dave Filoni, Noah Kloor, b/a den Charakteren von George Lucas

Kamera: David Klein

Schnitt: Dylan Firshein, Rachel Goodlett Katz

Musik: Ludwig Göransson

 Besetzung:

Pedro Pascal, Sigourney Weaver, Martin Scorsese (Stimme), Jeremy Allen White (Stimme), Steve Blum, Hemky Madera, Matthew Willig

 

Lucasfilm/ Walt Disneyy Studios Motion Pictures

132 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 20. Mai 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=OCZuCaYc_N8 (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=_pa1KLXuW0Y (Englisch)

 

Donnerstag, 14. Mai 2026

Im Kino: Glennkill: Ein Schafskrimi (The Sheep Detectives)

Schäfer George Hardy (Hugh Jackman) liebt seine Tiere, sorgt für sie und liest ihnen abends Bücher, vorzugsweise Krimis, vor. Als er eines Tages ermordet vor seinem Wohnwagen liegt, nehmen die Schafe unter Leitung der klugen Lily die Ermittlungen auf und stupsen den in ihren Augen etwas begriffsstutzigen örtlichen Ermittler langsam aber sicher auf die richtige Spur.

Vor zwanzig Jahren landete die deutsche Autorin Leonie Swann mit ihrem Kriminalroman „Glennkill“ einen Überraschungserfolg, nun also kommt die filmische Umsetzung in die Kinos, die sich allerdings in vielen Punkten von der Vorlage unterscheidet. Die Schafsnamen wurden eingedeutscht, angefangen von der schlauen Miss Maple - eine Anlehnung natürlich an die beliebte britische Senioren-Detektivin, aber auch an eine gewisse Vorliebe für Ahornsirup - die zur etwas nichtssagende Lily wird, bis hin zur Entschärfung von Schäfer Georges Todesursache und der Kappung einiger Handlungsfäden, um das Ganze etwas übersichtlicher zu gestalten.

Herausgekommen ist dennoch ein äußerst liebenswertes, familientaugliches Märchen, mit skurrilen Dörflern und einem, wenn auch eher simplen, aber durchaus unterhaltsam gestrickten Krimiplot, bei dem statt eines Detektivs vom Typus Benoit Blanc eine gewitzte Schafsdame ihr durch viele Krimilesungen geschultes Kombinationsvermögen eindrucksvoll ausspielt.

Hugh Jackman ist großartig als warmherziger und seine Schafe liebender Hirte, die deutsche Fassung wartet mit den Synchronstimmen von Anke Engelke und Bastian Bastewka auf, die sich beide vorab mächtig ins Zeug gelegt haben, um für den Film zu werben. Vor allem aber sind es die wunderbar animierten Tierfiguren, die einfach nur Spaß machen, nichts wirkt gekünstelt, alles ist selbstverständlich und holt die Zuschauer mühelos auch auf einer emotionalen Ebene ab, wenn das zunächst zurückgestoßene Winterlamm seinen Platz in der Gemeinschaft findet.  

Ein Wohlfühlfilm für schlechte Zeiten!

 

  

 

Regie: Kyle Balda

Drehbuch: Craig Mazin, b/s Roman von Leonie Swann

Kamera: George Steel

Schnitt: Al LeVine, Paul Machliss, Martin Walsh

Musik: Christophe Beck

 Besetzung:

Hugh Jackman, Tosin Cole, Conleth Hill, Hong Chau, Nicholas Braun

Stimmen Original: Patrick Stewart, Regina Hall, Bella Ramsey, Chris O’Dowd, Bryan Cranston, Julia Louis-Dreyfus

Deutsch: Thomas Nero Wolf, Anke Engelke, Bastian Pastewka

 

Working Titel Films, Sony Pictures Entertainment Germany

2026

109 min.

FSK 6

Deutscher Kinostart: 14. Mai 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=tHzWthdeOqo (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=pyZI5oM6hWk (Englisch)