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Donnerstag, 25. Juni 2026

Im Kino: Minions & Monster

Immer noch auf der Suche nach dem Oberschurken, dem sie ihre Dienste anbieten können, geraten die Minions nach Hollywood, wo sie überraschend Karriere in einer Reihe von frühen Filmen machen, bis der Tonfilm auch ihnen zum Verhängnis wird. Danach beschließen die beiden Begabtesten, James und Henry, den größten Monsterfilm aller Zeiten zu machen, doch die mittels eines Zauberbuchs heraufbeschworenen Monster haben ihre eignen Pläne, und es droht bald eine große Katastrophe für die gesamte Menschheit, aber die Chaostruppe hält dagegen…

Im ersten Teil des Films gibt es, zur Freude aller Cineasten, einen buchstäblich wilden Ritt durch die Frühgeschichte des Films, beispielsweise Eadweard Muybridges „The Horse in Motion“, Georges Méliès‘ ersten Science-Fiction-Film „Die Reise zum Mond", dazu Szenen aus Hollywoods Kindertagen, von Max Fleischers frühen Comics über Buster Keaton, Harold Lloyd bis Orson Welles, Massenszenen aus Monumentalschinken, Casablanca darf nicht fehlen, aber auch die Exzesse, wie sie kürzlich der Film „Babylon“ noch einmal zelebrierte, und vieles mehr: überall waren, wenn man genau hinschaut, bereits Minions im Bild zu sehen. Dann das tragische Scheitern mit Einführung des Tonfilms, wenn man zum Beispiel das Wort „Rosebud“ nicht unfallfrei über die Lippen bekommt, das alles ist wirklich ein wahres Vergnügen und es lohnt mit Sicherheit eine zweite Sichtung, um alle versteckten Anspielungen aufzuspüren, für Kinder dürfte allerdings nichts davon wirklich verständlich sein.

Der zweite Teil, der sich mit der Entwicklung des Monsterfilms beschäftigt, ist nicht mehr ganz so unterhaltsam, die Monster sind eher Nervensägen, als zum Fürchten, die Rahmenhandlung mit Roboter Dort und seiner Frauenrechtlerin Debbie können auch nicht recht überzeugen, aber immer wenn die Chaostruppe wieder das Ruder übernimmt, kommt der Spaß zurück.

Für die Synchronisation die Kaulitz-Brüder einzuspannen gehört zur aktuellen Unsitte, gestandenen Sprechern den Job wegzunehmen. Christoph Waltz spricht sowohl im Original als auch in der deutschen Fassung, die übrigen deutschen Sprecher konnte ich außer im Abspann trotz intensiver Suche nirgendwo finden, so wenig Wertschätzung ist schon beschämend.

Aber alles in allem ist der Film ein gelungenes Vergnügen für Minion-Freunde und, zumindest zu Beginn, ein Fest für Cineasten und alle, die es werden wollen.

 

 

Regie: Pierre Coffin, Patrick Delage

Drehbuch: Pierre Coffin, Brian Lynch

Storyboard Head: Nima Azarba

Schnitt: Claire Dodgson, Gregory Perler

Musik: John Powell

 Besetzung:

Originalstimmen: Pierre Coffin, Zoey Deutsch, Allison Janney, Jesse Eisenberg, Jeff Bridges, Christoph Waltz, George Lucas

Deutsche Stimmen: Christoph Waltz, Bill und Tom Kaulitz und

 Universal Pictures

2026

90 min.

FSK 6

Deutscher Kinostart: 01. Juli 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=EabfVeaKpoA (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=drr0on3W0K8 (Englisch)

Mittwoch, 25. Februar 2026

Die Oscar-Nominierungen 2026

 Bester Film

- Blood & Sinners (Sinners)

- Bugonia

- F1

- Frankenstein

- Marty Supreme

- One Battle After Another

- The Secret Agent (O Agente Secreto)

- Train Dreams

Beste Regie

- Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

- Ryan Coogler – Blood & Sinners (Sinners)

- Josh Safdie – Marty Supreme

- Joachim Trier – Sentimental Value

- Chloé Zhao – Hamnet

Bester Hauptdarsteller

- Timothée Chalamet – Marty Supreme

- Leonardo DiCaprio – One Battle After Another

- Ethan Hawke – Blue Moon

- Michael B. Jordan – Blood & Sinners (Sinners)

- Wagner Moura – The Secret Agent (O Agente Secreto)

Beste Hauptdarstellerin

- Jessie Buckley – Hamnet

- Rose Byrne – If I Had Legs I’d Kick You

- Kate Hudson – Song Sung Blue

- Renate Reinsve – Sentimental Value

- Emma Stone – Bugonia

Bester Nebendarsteller

- Benicio del Toro – One Battle After Another

- Jacob Elordi – Frankenstein

- Delroy Lindo – Blood & Sinners (Sinners)

- Sean Penn – One Battle After Another

- Stellan Skarsgård – Sentimental Value

Beste Nebendarstellerin

- Elle Fanning – Sentimental Value

- Inga Ibsdotter Lilleaas – Sentimental Value

- Amy Madigan – Weapons – Die Stunde des Verschwindens (Weapons)

- Wunmi Mosaku – Blood & Sinners (Sinners)

- Teyana Taylor – One Battle After Another

Bestes Originaldrehbuch

- Ronald Bronstein und Josh Safdie – Marty Supreme

- Ryan Coogler – Blood & Sinners (Sinners)

- Robert Kaplow – Blue Moon

- Dschafar Panahi, in Zusammenarbeit mit Mehdi Mahmoudian, Shadmehr Rastin und Nader Saïvar – Ein einfacher Unfall (یک تصادف ساده Yek taṣādof-e sāde)

- Joachim Trier und Eskil Vogt – Sentimental Value

Bestes adaptiertes Drehbuch

- Paul Thomas Anderson – One Battle After Another

- Clint Bentley und Greg Kwedar – Train Dreams

- Guillermo del Toro – Frankenstein

- Maggie O’Farrell und Chloé Zhao – Hamnet

- Will Tracy – Bugonia

Bestes Casting

- Gabriel Domingues – The Secret Agent (O Agente Secreto)

- Nina Gold – Hamnet

- Cassandra Kulukundis – One Battle After Another

- Francine Maisler – Blood & Sinners (Sinners)

- Jennifer Venditti – Marty Supreme

Beste Kamera

- Michael Bauman – One Battle After Another

- Autumn Durald Arkapaw – Blood & Sinners (Sinners)

- Darius Khondji – Marty Supreme

- Dan Laustsen – Frankenstein

- Adolpho Veloso – Train Dreams

Bestes Szenenbild

- Blood & Sinners (Sinners)

- One Battle After Another

- Hamnet

- Frankenstein

- Marty Supreme

Bestes Kostümdesign

- Miyako Bellizzi – Marty Supreme

- Ruth E. Carter – Blood & Sinners (Sinners)

- Kate Hawley – Frankenstein

- Deborah Lynn Scott – Avatar: Fire and Ash

- Malgosia Turzanska – Hamnet

Bestes Make-up und beste Frisuren

- Blood & Sinners (Sinners)

- The Ugly Stepsister (Den stygge stesøsteren)

- Frankenstein

- The Smashing Machine

- Kokuhō (国宝)

Beste Filmmusik

- Alexandre Desplat – Frankenstein

- Jerskin Fendrix – Bugonia

- Ludwig Göransson – Blood & Sinners (Sinners)

- Jonny Greenwood – One Battle After Another

- Max Richter – Hamnet

Bester Filmsong

- Dear Me aus Diane Warren: Relentless

- Golden aus KPop Demon Hunters

- I Lied to You aus Blood & Sinners (Sinners)

Sweet Dreams of Joy aus Viva Verdi!

Train Dreams aus Train Dreams

Bester Schnitt

– Marty Supreme

– Sentimental Value

– One Battle After Another

– F1

– Blood & Sinners (Sinners)

Bester Ton

– Blood & Sinners (Sinners)

– Sirāt

– Frankenstein

– One Battle After Another

– F1

Beste visuelle Effekte

– Jurassic World: Die Wiedergeburt (Jurassic World Rebirth)

– Avatar: Fire and Ash

– The Lost Bus

– F1

– Blood & Sinners (Sinners)

Bester Animationsfilm

-Amélie et la Métaphysique des tubes

- Arco

- Elio

- KPop Demon Hunters

Zoomania 2 (Zootopia 2)

Bester animierter Kurzfilm

- Schmetterling (Papillon)

- Forevergreen

- Das Mädchen, das Perlen weinte (The Girl Who Cried Pearls)

- Retirement Plan

- The Three Sisters

Bester Kurzfilm

- Butcher’s Stain

- Deux personnes échangeant de la salive

- A Friend of Dorothy

- Jane Austen’s Period Drama

- The Singers

Bester Dokumentarfilm

- Die Hölle hinter Gittern – Strafvollzug in Alabama (The Alabama Solution)

- Come See Me in the Good Light

- Cutting Through Rocks

- Ein Nobody gegen Putin (Mr. Nobody mod Putin)

- The Perfect Neighbor – Ein Gesetz und seine Folgen (The Perfect Neighbor)

- All die leeren Zimmer (All the Empty Rooms)

- Children No More: Were and are Gone

- Perfectly a Strangeness

Bester internationaler Film

- Ein einfacher Unfall (یک تصادف ساده Yek taṣādof-e sāde), Frankreich – Regie: Dschafar Panahi

- The Secret Agent (O Agente Secreto), Brasilien – Regie: Kleber Mendonça Filho

- Sentimental Value, Norwegen – Regie: Joachim Trier

- Sirāt, Spanien – Regie: Óliver Laxe

- Die Stimme von Hind Rajab (صوت هند رجب Ṣaut Hind Raǧab), Tunesien – Regie: Kaouther Ben Hania

Ehrenoscars

- Debbie Allen – US-amerikanische Choreografin, Schauspielerin und Filmproduzentin (choreografierte unter anderem sieben Oscarverleihungen)

- Tom Cruise – US-amerikanischer Schauspieler und Filmproduzent, vier Oscar-Nominierungen zwischen 1990 und 2023

- Wynn Thomas – US-amerikanischer Szenenbildner, der unter anderem für seine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Filmregisseur Spike Lee bekannt ist.

Jean Hersholt Humanitarian Award: Dolly Parton

 



 

Mittwoch, 5. März 2025

And the Oscar goes to…

Zum Abschluss der Awards Season wurden am 02. März 2025 die „Oscars“ – offiziell: Academy Awards – vergeben, für die einen die schönste Nebensache der Welt, für die anderen eine überflüssige Nabelschau der immer noch von Hollywood geprägten Filmindustrie.

Im Vorfeld werden oft die Favoriten schon ausgeguckt, meistens hängen sich die Stimmberechtigten dann einfach an und es gibt für einen einzigen Film einen wahren Oscarregen, auch in Kategorien, in denen er vielleicht gar nicht so überragend war.

Dieses Mal sind der vermeintliche Favorit „Emilia Pérez“ und vor allem die hochgehandelte Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón auf den letzten Metern vorzeitig aus der Kurve geflogen, wegen einiger älterer menschenverachtenden Tweets von Gascón. Ob das den Film insgesamt unbedingt schlechter hat werden lassen, ich weiß es nicht… In diese Bresche konnte dann die Stripperin-angelt-sich-reichen-Oligarchen-Liebesromanze „Anora“ springen, war das wirklich der beste Film des Jahres? Eine Frage, die man sich allerdings regelmäßig stellen mag – die einen sagen, so, die anderen so, Sieger auf jeden Fall in der Kategorie für die häufigste Verwendung des Wortes „f*ck“.

Ansonsten die kleine Überraschung, dass einmal ein Biopic mit einem hochgelobten Hauptdarsteller am Ende leer ausging, normalerweise ist so etwas eine sichere Oscar-Bank, aber die Bob-Dylan-Geschichte mit dem Hollywood-Darling Timothée Chalamet wurde nicht bedacht. 

Zwei Anmerkungen noch zu den Darstellerpreisen: Wann hören sie endlich damit auf, jemanden dafür auszuzeichnen, dass er in seinen Rollen stets so agiert, wie er auch im richtigen Leben ist (ich rede hier nicht von dem Brutalisten-Darsteller Brody) und warum nicht einer jungen Fachkraft erstmal ein paar Jahre Bewährung einräumen und dafür eine gestandene Darstellerin vorziehen, die auch sehr gut war und vielleicht nicht mehr so viele Chancen auf Wiederholung bekommt? Schafft vielleicht einfach die Kategorie „Vielversprechendes Talent“ ein, die es bei europäischen Filmpreisen schon lange gibt. Nur so eine Idee…

 


Hier nun aber die Nominierten und die Gewinner (fett):

Bester Film

- Anora

- Like a complete Unknown

- Konklave

- Der Brutalist

- Dune: Part Two

- Emilie Pérez

- Für immer hier

- Nickel Boys

- The Substance

- Wicked

 

Beste Regie

- Sean Baker (Anora)

- Brady Corbet (Der Brutalist)

- James Mangold (Like a Complete Unknown)

- Jacques Audiard (Emilia Pérez)

- Coralie Fargeat (The Substance)

 

Beste Hauptdarstellerin

- Mikey Madison (Anora)

- Cynthia Erivo (Wicked)

- Demi Moore (The Substance)

- Fernanda Torres (Für immer hier)

- Karla Sofia Gascón (Emilia Perez)

 

Beste Nebendarstellerin

- Zoe Saldaña (Emilia Pérez)

- Ariana Grande (Wicked)

- Felicity Jones (Der Brutalist)

- Isabella Rosselini

- Monica Barbaro (Like a Complete Unknown)

 

Bester Hauptdarsteller

- Adrien Brody (Der Brutalist)

- Timothée Chalamaet (Like a Complete Unknown)

-  Colman Domingo (Sing Sing)

- Ralph Fiennes (Konklave)

- Sebastian Stan (The Apprentice)

 

Bester Nebendarsteller

- Kieran Culkin (A Real Pain)

- Juri Borissow (Anora)

- Edward Norton (Like a Complete Unknown)

- Guy Pearce (Der Brutalist)

- Jeremy Strong (The Apprentice)

 

Bestes Originaldrehbuch

- Sean Baker (Anora)

- Brady Corbet, Mona Fastvold (Der Brutalist)

- Jesse Eisenberg (A Real Pain)

- Moritz Binder, TimFehlbaum, Alex David (September 5)

- Coralie Fargeat (The Substance)

 

Bestes adaptiertes Drehbuch

- Peter Straughan (Konklave)

- James Mangold, Jay Cocks (Like a Complete Unknown)

- Jacques Audiard u.a. (Emilia Pérez)

- RaMell Ross, Joslyn Barnes (Nickel Boys)

- Clint Bentley Greg Kwear u.a. (Sing Sing)

 

Beste Kamera

- Lol Crawley (Der Brutalist)

- Ed Lachman (Maria)

- Paul Guilhaume (Emilia Pérez)

- Greig Fraser (Dune 2)

- Jarin Blaschke (Nosferatu – Der Untote)

 

Bester Schnitt

- Sean Baker (Anora)

- Dávid Jancsó (Der Brutalist)

- Nick Emerson (Konklave)

- Juliette Welfling (Emilia Pérez)

- Myron Kerstein (Wicked)

 

Bestes Szenenbild

- Nathan Crowley, Lee Sandales (Wicked)

-  Judy Becker u.a. (Der Brutalist)

- Suzie Davies u.a. (Konklave)

- Patrice Vermette u.a. (Dune 2)

- Craig Lathrop u.a. (Nosferatu)

 

Bestes Kostumdesign

- Paul Tazewell (Wicked)

- Lisy Christl (Konklave)

- Linda Muir (Nosferatu)

- Adranne Phllips (Lie a Complete Unknown)

- Janty Yates David Crossman (Gladiator II)

 

Bestes Mak-up und beste Frisuren

- Pierre-Olivier Persin u.a. (The Substance)

- Mike Marino u.a. (A Different Man)

- Julia Floc Carbonel u.a. (Emilia Pérez)

- David White u.a. (Nosferatu)

- Frances Hannon u.s. (Wicked)

 

Beste Filmmusik

- Daniel Blumberg (Der Brutalist)

- Volker Bertelmann (Konklave)

- Clément Ducol, Camille (Emilia Pérez)

- John Powell, Stephen Schwartz (Wicked)

- Kris Bowers (Der Wilde Roboter)

 

Bester Filmsong

- El Mal (Emilie Pérez)

- The Journey (The Six Triple Eight)

- Like  Bird (Sing Sing)

- Mi Camino (Emilia Pérez)

- Never Too Late (Elton John: Never Too Late)

 

Bester Ton

- Gareth John u.a. (Dune 2)

- Tod A. Maitland u.a. (Like a Complete Unknown)

- Erwan Kerznet u.a. (Emilia Pérez)

- Simon Hayes u.a. (Wicked)

- Randy Thom u.a. (The Wild Robot)

 

Beste visuelle Effekte

- Paul Lambert u.a. (Dune 2)

- Eric Barba u.a. (Alien: Romulus)

- Luke Millar u.a. (Better Man)

- Erik Winquist u.a. (Kingdom ofthe Planet of the Apes)

- Pablo Helman u.a.(Wicked)

 

Bester Animationsfilm

- Flow

- Alles steht Kopf 2

- Memoir of a Snail

- Wallace & Gromit – Vergeltung mit Flügeln

- Der Wilde Roboter

 

Bester internationaler Film

- Für immer hier (Brasilien)

- Das Mädchen mit der Nadel (Dänemark)

- Emilia Pérez (Frankreich)

- Die Saat des heiligen Feigenbaums (Deutschland)

- Flow (Lettland)

 

Bester animierter Kurzfilm

- In the Shadow oft he Cypress

- Beautiful Men

- Magic Candies

- Wandert to Wonder

- Beurk! (Yuck!)

 

Bester Kurzfilm

- Ich bin kein Roboter

- A Lien

- Anuja

- The Last Ranger

- Der Mann, der nicht schweigen wollte

 

Bester Dokumentarfilm

- No Other Land

- Black Box Diaries

- Porcelain War

- Soundtrack to a Coup D’État

- Sugarcane

 

Bester Dokumentar-Kurzfilm

- Die einzige Frau im Orchester

- Death by Numbers

- I am Rady, Warden

- Incident

- Instruments of a Beating Heart

 

Dienstag, 2. Juli 2024

Im Kino: Maxxxine

Maxine (Mia Goth), bekannte Darstellerin aus „Erwachsenenfilmen“ und einzige Überlebende eines blutigen Massakers in den 1970ger Jahren, ist 1985 endlich kurz vor dem Sprung, ihre langersehnte seriösen Hollywood-Karriere zu starten, als ihr ein Serienkiller fast einen Strich durch diese Pläne macht. Aber dieser und sein angeheuerter Handlanger (Kevin Bacon) haben die Rechnung ohne Maxine gemacht, mit der man sich nach wie vor besser nicht anlegt…

Nach „Pearl“, angesiedelt in den 1920ger Jahren, in dem Mia Goth zwar die Titelrolle aber noch nicht die später in „X“ (beide 2022) auftretende Maxine, eine angehende Schauspielerin der 1970ger Jahre, spielt, die Pearl lediglich als alte mörderische Frau begegnet, ist Maxine nun in den 1980gern angekommen.

So unterschiedlich die drei Filme auf den ersten Blick daherkommen, schafft es Regisseur Ti West jedoch meisterlich, ihnen seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken und einen unverwechselbaren Stil des Horrors zu entwickeln. Er legt erkennbar Wert darauf, den jeweiligen Zeitgeist einzufangen, Kamera, Schnitt, Ton, alles wirkt authentisch und so sehen vor allem „X“ und „Maxxxine“ aus, als wären sie tatsächlich in den 1970gern bzw. 1980gern gefilmt worden.

Inhaltlich arbeitet sich West besonders in diesem dritten Film an den schmuddeligen bis schmutzigen Seiten Hollywoods ab. Von dem nach außen scheinenden Glamour, der Publikum und aufstrebende DarstellerInnen so magisch anzieht, bleibt außer den Bildern, die die junge Maxxxine im Kopf hat, nicht viel übrig. Aber sie ist offensichtlich auf alles vorbereitet, denn es fällt ihr nicht schwer, sich ihren Weg an die Spitze mit allen ihr zu Verfügung stehenden Mitteln zu erkämpfen und das ist vor allem ein Verdienst von Mia Goth, die mit teils stumpfem Blick und scheinbar unbeteiligt das mörderische Feuer, das in ihr brennt, so lange unter Kontrolle hält, bis es dann ungehemmt aus ihr herausbricht, etwas, was auch die junge Pearl so unwiderstehlich und faszinierend gemacht hat.

Vor den hieraus resultierenden blutigen Szenen sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt, Zartbesaitete sollten darauf vorbereitet sein.

Ansonsten hätte, wenn man es recht betrachtet, Ti Wests „Maxxxine“ den Titel „Once upon a time in Hollywood“ eher verdient gehabt, er schlägt Tarantinos Film an mehreren Fronten, sorry, Quentin…

 

 

Regie: Ti West

Drehbuch: Ti West

Kamera: Eliot Rockett

Schnitt: Ti West

Musik: Tyler Bates

 

Besetzung:

Mia Goth, Elizabeth Debicki, Moses Sumney, Michelle Monaghan, Bobby Cannavale, Lily Collins, Halsey, Giancarlo Esposito, Kevin Bacon, James Hunter

 

 A24/ Universal Pictures

2024

103 min.

FSK 18

Deutscher Kinostart: 04. Juli 2024

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=E_GWOffaO_8 (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=y0uS3t6nFgY (Englisch)