Familie Kim – Vater, Mutter, Tochter und Sohn – lebt in
prekären Verhältnissen, ihre Souterrainbehausung im unteren Teil der Stadt ist
vermüllt, alle schlagen sich mit Aushilfsjobs durch und für ihren
Internetzugang nutzen sie das W-LAN der Nachbarn, für das sie auch schon mal in
den hintersten Winkel ihrer eigenen Wohnung kriechen müssen. Als Sohn Ki-woo
einen Job als Nachhilfelehrer bei der reichen Familie Park ergattert, scheint
sich das Blatt zu wenden, denn es gelingt den Kims, sich dort nach und nach
weitere Jobs zu verschaffen, indem sie die bisherigen Bediensteten mit List und
Tücke ausbooten. Als alles perfekt zu sein scheint und die Kims es sich so
richtig gut im Hause der Parks eingerichtet haben, gibt dieses unerwartet ein
dunkles Geheimnis preis und alles gerät ins Wanken. Werden die Kims am Ende
wieder dort landen, wo sie hergekommen sind?
Der Film, der bei den Internationalen Filmfestspielen 2019
in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde, ist wie eine Wundertüte
voller Überraschungen. Was wie ein tristes Sozialdrama beginnt, entzieht sich
durch immer wieder unerwartete Wendungen einer eindeutigen Klassifizierung, der
ernste Hintergrund der Handlung wird durch humorige Elemente aufgehellt, mal
derb komisch, mal satirisch überspitzt, daneben schreckt der koreanische
Filmemacher Bong Joon-ho auch vor ein paar drastischen Szenen nicht zurück. Die
Protagonisten werden durch Höhen und Tiefen geschickt, das Oben und Unten der
verschiedenen Gesellschaftsschichten wird durch die plakativen Schauplätze –
hier die Wohnung im Keller, dort das Traumhaus auf dem Hügel – hervorgehoben,
ebenso plastisch wird der Geruch der Armut, den die Familie
Regie: Bong
Joon-ho
Drehbuch: Jin
Won Han, Bong Joon Ho
Kamera:
Kyong-pyo Hong
Schnitt: Jinmo
Yang
Musik: Jaeil
Jung
Darsteller:
Kang-ho Song,
Yeo-jeong Jo, So-dam Park, Woo-sik Choi, Seo-joon Park, Sun-kyun Lee, Ji-so
Jung, Jeong-eun Lee, Hye-jin Jang,
Koch Films/ capelight
pictures
Südkorea 2019
FSK 16
132 min.
Deutscher Kinostart:
17. Oktober 2019




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