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Freitag, 29. Dezember 2023

Das Filmjahr 2023

Allzu viele Blockbuster über Helden mit Superkräften konnten sich vergangenes Jahr nicht so recht in Szene setzten, was durchaus positiv zu vermerken ist, dennoch gelang es nach wie vor einigen wunderbaren „kleinen“ Filmen nicht, sich gegen ein paar der bereits vor Kinostart schon gehypten „großen“ Filme zu behaupten, was wieder einmal schade ist. Besonders einige koreanische und irische Filme hätten mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt, ebenso wie ein paar Außenseiterfilme, die ebenso untergegangen sind.

 

Für mich war jedenfalls der beste Film des Jahres 2023 dieser:

- All of Us Strangers (Topp-Tipp) Auch wenn der Film erst 08 Februar 2024 in Deutschland in die Kinos kommt, führt er meine Liste für 2023 an. Er hat einfach alles, was es für einen Gewinner braucht: Drama, Emotionen, eine besondere Geschichte, hervorragende Darsteller, schöne Bilder und wunderbaren Soundtrack!

Regie: Andrew Haigh   Besetzung: Andrew Scott, Paul Mescal, Claire Foy, Jamie Bell

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/12/sneak-preview-all-of-us-strangers.html


 

 Ebenfalls noch nicht gestartet, aber unbedingt sehenswert:

- Poor Things (Topp-Tipp)   Originell-schräger Film über die Emanzipation einer jungen Frau

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/12/sneak-preview-poor-things_21.html

- The Holdovers … Kammerspiel in einem Internat mit hervorragenden Darstellern

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/12/sneak-preview-holdovers_21.html

- The Persian Version   Geschichte einer iranisch-amerikanischen Familie, mal heiter, mal tragisch, wie das Leben eben

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/12/sneak-preview-persian-version_21.html

Dann gefielen mir noch:

- The Banshees of Inisherin   Berührend-komische Geschichte aus Irland über eine Freundschaft und deren Ende

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/01/im-kino-banshees-of-inisherin.html

- In der Nacht des 12. (La nuit du 12) Französisches Krimi-Drama ohne Happy End…

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/01/im-kino-banshees-of-inisherin.html

-The Son   Berührende Vater-Sohn-Geschichte, in der der Vater gleichzeitig beiden Rollen gerecht werden muss

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/01/im-kino-son.html

- Die Frau im Nebel  Polizeithriller der Extraklasse, in dem gekonnt bekannte Elemente mit außergewöhnlichen verwoben werden

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/01/im-kino-die-frau-im-nebel-heojil.html

- Die Aussprache   Frauen einer abgeschlossenen Gemeinschaft versuchen, sich aus ihren Fesseln zu befreien

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/02/im-kino-die-aussprache-women-talking.html

- Die Fabelmans   Charmante Liebeserklärung an das Kino

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/03/im-kino-die-fabelmans-fabelmans.html

- Sisu   Ultrabrutales Rachedrama aus Finnland, aber ultragut gemacht

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/05/im-kino-sisu.html

- Spider-Man: Across the Spiderverse   Visuelles Animations-Kinoerlebnis der besonderen Art, originell und mitreißend

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/05/im-kino-spider-man-across-spider-verse.html

- Pearl   Das Landleben tut nicht jedem gut… Horror der besonderen Art, der sich erst im letzten Drittel entfaltet

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/05/im-kino-pearl.html

- Past Lives (Topp-Tipp)   Was wäre gewesen, wenn… Berührende koreanisch-amerikanische Liebesgeschichte

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/12/heimkino-heimkino-past-lives-in-einem.html

- Polite Society (Topp-Tipp)   Origineller Liebesfilm mit Martial-Art-Elementen

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/08/im-kino-polite-society.html

- The Pursuit of Love (Heimkino) (Topp-Tipp)   Junge Frau sehnt sich nach einem aufregenden Leben und der dazugehörenden Liebe

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/10/heimkino-pursuit-of-love.html

- DogMan ((Topp-Tipp)   Junger Mann sehnt sich nach Liebe und findet diese nur bei seinen Hunden

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/10/im-kino-dogman.html

- Die Theorie von Allem   Angehender junger Physiker entwickelt ebendiese Theorie und findet das Multiversum in den Schweizer Alpen

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/10/im-kino-die-theorie-von-allem.html

- The Quiet Girl (Topp-Tipp)   Junges irisches Mädchen findet auf Umwegen eine liebende Familie

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/11/im-kino-quiet-girl.html

 

Erwähnenswert:

- Tàr   Kompromisslose Dirigentin scheitert an sich und dem harten Musikbusiness

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/02/im-kino-tar.html

- John Wick Kapitel 4     Kompromissloser Killer versucht, nicht zu scheitern

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/03/im-kino-john-wick-kapitel-4-john-wick.html

- The Whale   Drama um einen stark übergewichtigen Mann, der an sich und dem Leben scheitert

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/04/im-kino-whale.html

- Beau is Afraid   Muttersöhnchen scheitert an sich und seiner Mutter

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/08/heimkino-beau-is-afraid.html

- The Art of Love   Außergewöhnliche (Liebes)Geschichte in Zeiten der KI

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/07/im-kino-art-of-love.html

-Indiana Jones und das Rad des Schicksals   Nostalgisch-almodisches Indie-Abendteuer

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/06/im-kino-indiana-jones-und-das-rad-des.html

- Im Taxi mit Madeleine   Wie aus einer scheinbar gewöhnlichen Taxifahrt eine außergewöhnliche Geschichte wird

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/04/im-kino-im-taxi-mit-madelaine-une-belle.html

- Empire of Light   Auch eine Liebeserklärung an das Kino, hier an ein besonderes Lichtspieltheater

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/04/im-kino-empire-of-light.html

- Mission Impossible – Dead Reckoning Teil 1   Tom Cruise immer noch in Topform

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/07/im-kino-mission-impossible-dead.html

- Oppenheimer   Etwas sperriges Drama, das weniger Schauwerte bietet, als zu erwarten wäre

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/07/im-kino-oppenheimer.html

- Killers of the Flower Moon   Solides Drama nach einer unglaublichen, aber wahren Geschichte, das durch seine Länge die eigentlich zu erwartende Intensität einbüßt

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/10/im-kino-killers-of-flower-moon.html

 

Gar nicht mein Fall:

- Barbie   Werbefilm für den Spielzeuggiganten Mattel, verpackt als pseudofeministische Botschaft, Gehirnwäsche in Pink

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/07/im-kino-barbie.html

- Napoleon   Hangelt sich von Schlacht zu Schlacht, ohne dabei etwas Neues über den Feldherrn zu erzählen, was man nicht bereits wusste und ignoriert dabei komplett wesentliche Aspekte seiner Bedeutung für Frankreich und Europa

https://wandasnewworld.blogspot.com/2023/11/im-kino-napoleon_22.html

 

Da weder das Ein-Mann-Oscar-Vehikel „Maestro“ noch der „Aquaman – Lost Kingdom“ vorab der Presse in Köln gezeigt wurden, kann ich dazu nichts sagen. Vielleicht will ich es auch gar nicht.

 

Auf ein gutes Neues Jahr und viele spannende neue Filme!

 

 

 

 

 


 

Sonntag, 12. Januar 2020

Das Filmjahr 2019

An dieser Stelle möchte ich das Jahr 2019 noch einmal Revue passieren lassen und präsentiere meinen ganz persönlichen Filmjahresrückblick, die Film erscheinen chronologisch, nicht als Rangliste:

Meine Favoriten


The Frontrunner (Januar) 
Von Sony Pictures schändlich vernachlässigter, hochinteressanter Politthriller über den aufgrund eines möglichen privaten Skandals gescheiterten Präsidentschaftskandidaten Gary Hart und die Rolle der Presse hierbei.
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/01/film-rezensionen-front-runner.html 

Green Book (Eine Besondere Freundschaft) (Januar) 
Ein zu Recht mit dem Oscar ausgezeichnetes Drama mit zwei hervorragenden Darstellern über den alltäglichen Rassismus während der 1960ger Jahre in den Südstaaten der USA, das sich dem Thema mit Würde aber auch mit Witz nähert. 

Avengers Endgame (April)
Episches Spektakel, gespickt mit namhaften Darstellern, neben der gesamten Avengers- und Guardiansriege darf man u.a. einen kurzen Blick auf Michael Douglas, Robert Redford, Michelle Pfeiffer, William Hurt und Stan Lee werfen. Ein würdiges Ende einer Heldensaga!

Stan & Ollie (Mai) 
Das liebenswerte Porträt der beiden Stummfilmhelden am Ende ihrer Karriere, nostalgisch und berührend.

Mister Link – ein fellig verrücktes Abenteuer (Missing Link) (Mai) 
Entzückender Animationsfilm in Stop-Motion-Technik über den charismatischen britischen Forscher Sir Lionel Frost, der zusammen mit der abenteuerlustigen Adelina Fortnight dem lange vermissten Mr. Link – dessen Name auf seine Stellung im Reigen der Evolution hindeutet – bei der Suche nach Verwandten im sagenhaften Shangri La zur Seite steht. Mit Witz und der gewohnten Liebe zu kleinsten Details einfach wunderbar umgesetzt, gerne würde man diesem Trio auf weiteren Abenteuertouren folgen! Urlaubsbedingt damals ohne Rezension, leider auch zu kurz in den Kinos. Originalstimmen: Hugh Jackman, Zoe Saldana, Zack Galifianakis, Stephen Fry – Deutsche Stimmen: Christoph Maria Herbst, Bastian Pastewka, Collien Ulmen-Fernandes




Der unverhoffte Charme des Geldes (Juli)
Pfiffige Krimikomödie mit einer Prise Klassenkampf, unterhaltsam, spannend und mit Witz in Szene gesetzt. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/07/film-rezensionen-der-unverhoffte-charme.html

Leid und Herrlichkeit (Dolor y Gloria) (Juli)
Ein Alterswerk voller Melancholie mit einem hervorragenden Antonio Banderas 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/07/film-rezensionen-leid-und-herrlichkeit.html

Apollo 11 (Juli) 
Eindrucksvolle Dokumentation mit bisher unveröffentlichtem Film- und Tonmaterial, ein Kinoerlebnis für alle, aber vor allem für jene, die von damals nur verschwommene Schwarz-Weiß-Bilder auf dem heimischen TV-Geräte im Kopf haben.

Blinded by the Light (August)
Schöner Film über die Macht der Musik und die Inspiration, die die bedingungslose Bewunderung für (s)ein Idol einem Fan bescheren kann, für Bruce-Springsteen-Fans ein Muss.
Crawl (August)
Schafft, was nicht allen (Tier-)Horrorfilmen gegeben ist: atemlose Spannung und schaurige Momente in einer klaustrophobischen Unterwasserszenerie.

Der Distelfink (The Goldfinch) (September)
Kunstvolle und gelungene Umsetzung des Erfolgsromans von Donna Tartt, mit schönen Bildern und einem herausragenden jungen Hauptdarsteller.

Midsommar (September)
Horror im Mittsommer, Grusel und verstörende Bilder im hellen Sonnenschein – kann das funktionieren? Bei diesem Film eindeutig: Ja!

Parasite (Gisaengchung) (Oktober)
Familie aus prekären Verhältnissen drängt sich mit allen möglichen Tricks in das Leben einer wohlhabenden Familie, und niemand sieht das Unheil kommen…

Die schönste Zeit unseres Lebens (La Belle Époque) (November)
Nostalgische Liebesgeschichte mit gutaufgelegten Darstellern, zum Zurücklehnen und Genießen… Die 1970ger waren einfach nur cool!

Die Sehnsucht der Schwestern Gusmão (A Vida Invisível) (Dezember)
Wunderschön gefilmtes Melodram, das nie ins Kitschige abgleitet, sondern Tragik, Sehnsucht und Liebe über eine ganze Lebensspanne hinweg mitreißend ausbreitet.

Auch gut


Vice: Der Zweite Mann (Februar)
Satirische Beleuchtung der zwielichtigen Rolle, die der ewige „zweite Mann" Dick Cheney in der amerikanischen Politik gespielt hat. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/02/film-rezensionen-vice-der-zweite-mann.html

Rocketman (Mai)
Die Verwandlung des Reggie Dwight in den Paradiesvogel Elton John, von Taron Egerton gut interpretiert. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/05/film-rezensionen-rocketman.html

Shaun das Schaf – Der Film: Ufo-Alarm (A Shaun the Sheep Movie: Farmaggedon (September)
Ein Füllhorn an absurden Ideen, witzig und abgedreht, gespickt mit Filmzitaten, die kleine Zuschauer überfordern dürften, umso größer der Spaß der erwachsenen Begleiter. Auch ohne Alibi-Kind zu empfehlen! 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/09/film-rezensionen-shaun-das-schaf-der.html

Downton Abbey (September)
Ein Film für die Fans! Wer alle Staffeln der erfolgreichen britischen Serie kennt, wird sich über ein Wiedersehen mit vertrauten und geliebten Figuren freuen. Alle anderen finden sich in die Geschichte des Königsbesuchs hinein, aber der ganze Charme der Saga und der liebevoll gezeichneten Charaktere erschließt sich ihnen wahrscheinlich nicht. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/09/film-rezensionen-downton-abbey.html

Last Christmas (November)
Ein schöner Weihnachtsfilm mit Witz und schönen Ideen, der nicht ganz an die Klassiker dieses Genres heranreicht, aber Herz (!) und Gefühl durchaus anzusprechen weiß.

The Peanut Butter Falcon (Dezember)
Die abenteuerliche Reise eines jungen Mannes mit Down-Syndrom auf dem Weg zu seinem sehnlichsten Ziel: ein gefürchteter Wrestler zu werden. Den Kampfnamen hat er schon.

Motherless Brooklyn (Dezember)
Zum Abschluss des Jahres ein ungewöhnlicher Detektivfilm mit einem ungewöhnlichen Helden, von Edward Norton liebevoll dargestellt.

A Rainy Day in New York (Dezember)
Ein Woody-Allen-Film, wie man ihn gerne sieht, kein Meisterwerk, aber ein Reigen netter Erlebnisse, eingebettet in die Liebesgeschichte eines jungen Paares im - diesmal regnerischen - New York. Nur, warum muss es eigentlich immer Timothée Chalamet sein...

Unterschätzte Filme


The Frontrunner (Januar) s.o

Stan & Ollie (Mai) s.o.

Last Christmas (November) s.o.

Motherless Brooklyn (Dezember) s.o.

Terminator 6: Dark Fate (Oktober) s.u.

(Völlig) Überschätzte Filme


Once upon a time…in Hollywood (August)
Des Kaisers neue Kleider… Nur weil Tarantino dransteht, muss es nicht gut sein! Einblick, in das Hollywood der 60ger Jahre, allerdings wie es der kleine Quentin mitbekommen hat, mit einem Ende, wie es hätte sein müssen, aber leider anders stattgefunden hat, dabei zum Gähnen langweilig und viiiiel zu lang. Mit großem Fokus auf die heiligen Kühe des heutigen Hollywood, die hemmungslos chargieren – DiCaprio – oder einfach nur cool daherkommen – Pitt, wie er eigentlich immer ist, inzwischen mit einem Golden Globe als Nebendarsteller ausgezeichnet, eine nicht gerechtfertigte Entscheidung. Geradezu absurd ist allerdings der Golden Globe für den Film als „beste Komödie“ – das zeigt die Fragwürdigkeit der ganzen Preisverleihungen!

Joker (Oktober)
Ein Film, der mit der Geschichte um den Rächer Batman fast gar nichts zu tun hat, der sich aber hemmungslos nicht nur bei dem Klassiker „Taxi Driver“, sondern in viel größerem Maße noch an dem „King of Comedy“ bedient, beide mit dem zu der Zeit im Zenit seines Erfolges stehenden Robert De Niro. Den „Joker“ nun als eigenständiges, innovatives und meisterhaftes Werk des Jahres platziert zu bekommen: Chapeau für diese marketingtechnische Meisterleistung! Außer den zahllosen Elementen aus den beiden genannten Filmen gibt es viel Quälendes und Widerliches zu sehen, dabei zieht der von allen Seiten nur so gelobte Joaquin Phoenix wieder einmal alle Register seiner Kunst, ver- und gestörte Charaktere zu zeigen, also, das, was er offensichtlich am besten kann. Ist das dann aber noch hohe Schauspielkunst, oder sollte man dafür einmal abwarten, ob er auch eine heitere oder weniger gestörte Figur glaubhaft darstellen kann?
Star Wars – Der Aufstieg Skywalkers (Star Wars: Episode IX – The Rise of Skywalker) (Dezember)
Für (Hardcore)Fans sicher das Highlight des Jahres, ansonsten, vor allem als grandioser Abschluss einer jahrzehntelangen Reihe konzipiert, ein wenig enttäuschend, da ohne wirkliche Überraschungen oder neue Erkenntnisse, mit viel Pathos, aber ohne Tiefe.


Überflüssige/ Ärgerliche Filme


Belleville Cop (Januar)
Überflüssiges Beispiel dafür, dass die Franzosen auch richtig schlechte Filme machen können. (Argerlich) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/01/film-rezensionen-belleville-cop-le-flic.html

Der goldene Handschuh (Februar) 
Trotz lesenswerter literarischer Vorlage ein quälender Film über das Leben des Hamburger Serienmörders Fritz Honka und sein Milieu, abstoßend, punktuell aufwühlend, trotzdem ohne tieferen Eindruck zu hinterlassen. (Unschlüssig, ob eher ärgerlich oder überflüssig) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/02/film-rezensionen-der-goldene-handschuh.html

Dumbo (März) 
Eines von mehreren Beispielen dafür, dass man trotz bestechender Technik aufhören sollte, aus netten Trickfilmen Realfilme zu machen – Bruchlandung für den kleinen niedlichen fliegenden Elefanten. (Überflüssig) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/03/film-rezensionen-dumbo.html

Der Fall Collini (April) 
Ferdinand von Schirach weiß zwar, im Gegensatz zu vielen Film- und Fernsehautoren, wo der (juristische) Hammer hängt, aber der Film bleibt in Aufbau und Dramaturgie allzu vorhersehbar, und um das eigentlich interessante juristische Dilemma drückt er sich am Ende. Ärgerlich. 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/04/film-rezensionen-der-fall-collini.html

Hellboy – Call of Darkness (April)
Was war das denn?? Neuer Hellboy-Darsteller, alte Geschichte, die aber völlig wirr und übertrieben brutal. (Ärgerlich) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/04/film-rezensionen-hellboy-call-of.html

The Dead don’t die (Juni) 
Was mag sich der früher von mir so geschätzte Jim Jarmusch bei dieser abstrusen Mischung aus Zombie- und Polizeistory nur gedacht haben? Trotz namhafter Darstellerrige ohne Biss (!) und Witz. (Überflüssig)

The Lion King (Juli)
Überragende Technik und dann doch nur eine Eins-zu-Eins-Umsetzung des altbekannten und beliebten Trickfilms. (Überflüssig) 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/07/film-rezensionen-der-konig-der-lowen.html

Gemini Man (Oktober)
Die technisch superscharfen und brillanten Bilder haben leider nicht auf die Handlung abgefärbt. (Ärgerlich)

(Enttäuschende) Alterswerke


The Mule (Januar)
Kein schlechter Film von und mit dem über 80jährigen Clint Eastwood, aber auch kein so wirklich packender.

Creed 2: Rocky’s Legacy (Januar)
Die Rocky-Reihe haben wir längst hinter uns gelassen, insofern taucht Sylvester Stallone auch nur noch als altersweiser Ratgeber auf, jetzt wird die Apollo-Reihe weitergeführt – was kommt als nächstes? Apollo 13? Äh, 3? 
https://wandasnewworld.blogspot.com/2019/01/creed-ii-rockys-legacy-creed-ii.html

Ein Gauner & Gentleman (The Old Man and the Gun) (März)
Schön, Robert Redford noch einmal in einer Hauptrolle zu sehen, schade, dass der Film ohne große Höhepunkte dahinplätschert.

Ein Letzter Job (King of Thieves) (April)
Die Story ist nicht schlecht, aber die Umsetzung kommt über eine müde Altherrenkomödie nicht hinaus –schade, auch für Michael Caine hätte man sich eine schmissigeres (Alters-)Werk gewünscht.

Rambo: Last Blood (September) 
Der Abgesang auf eine erfolgreiche Reihe… Einst mit dem hervorragenden „Rambo – First Blood“ begonnen und dann stetig nachlassend, ist hier der (vorläufige?) Tiefpunkt erreicht.

Terminator 6: Dark Fate (Oktober)
In dieser Kategorie eigentlich falsch, denn dieses Altherrenwerk ist durchaus gelungen und Arnie macht seine Sache richtig gut! Enttäuschend ist hier die Aufnahme beim Publikum, das nicht so richtig mitspielt.

Dienstag, 15. Januar 2019

Das Filmjahr 2018

An dieser Stelle möchte ich das Jahr noch einmal Revue passieren lassen und präsentiere meinen ganz persönlichen Filmjahresrückblick, die Film erscheinen chronologisch, nicht als Rangliste:

Meine Favoriten

Greatest Showman (Januar)
Wie der Zirkus entstand: Die Geschichte des P.T. Barnum als schwungvolles Musical mit einem Soundtrack, der durchweg Ohrwurmcharakter hat und einem tollen Ensemble, allen voran einem singenden und tanzenden Hugh Jackman in Bestform.

Three Billboards outside Ebbing, Misouri (Januar)
Böser Film über den Rachfeldzug einer trauernden Mutter, die ihre Tochter bei einem Verbrechen verloren hat, unnachgiebig und kompromisslos.

The Death of Stalin (März)
Politsatire mit beißendem Spott: Wie man an die Macht kommt und wie man verhindert, dass andere an die Macht kommen, über Leichen zu gehen kann dabei nicht schaden.

Isle of Dogs (Mai)
Warmherzige Geschichte über den einst besten Freund des Menschen in Stop Motion-Technik, mit japanischem Touch, etwas Sozialkritik und einer bunt gemischten Hundetruppe, Verstoßene, die sich zurück in die Herzen der Menschen kämpfen.

25 km/h (Oktober)
Charmantes deutsches Roadmovie mit zwei hervorragend aufgelegten Hauptdarstellern und gut besetzten Nebenrollen, der Beweis, dass eine deutsche Komödien auch niveauvollen Spaß mit Tiefgang bieten kann.

Bad Times at the El Royale (Oktober)
Spannend und trickreich inszenierter Film mit glänzenden Darstellern, die sich ein Stelldichein in einem ganz speziellen Hotel geben, beste schräge Unterhaltung mit Kultcharakter

Dogman (Oktober)
Kleiner, stiller Film aus der tristen italienischen Provinz über einen bemitleidenswerten Tropf, mit furiosem Ende und der Erkenntnis: Hunde sind doch die besseren Menschen.

Werk ohne Autor (Oktober)
Bilderbogen zur deutschen Geschichte über Kriegsgräuel, Opportunismus, familiäre Verstrickungen und die heilende Kraft der Kunst.

Assassination Nation (November)
Furiose Abrechnung mit dem amerikanischen Traum, mit der Freiheit und den Freuden des Internets, mit der Unterdrückung von Frauen, Schwarzen, und überhaupt mit allem.

Bohemian Rhapsody (November)
Trotz einiger biographischer Ungenauigkeiten voller Herz, Schmerz, der Musik von Queen und einem überzeugend besetzten Freddie Mercury – da bleibt kein Auge trocken, we will rock you!

Auch gut

Wunder (Januar)
Berührender Film über Außenseiter, die Liebe und ganz viel Mut.

I Tonya (März)
Aufstieg und tiefer Fall der „Eishexe“ Tonya Harding, satirisch und unterhaltsam.

Lady Bird (April)
Coming-of-Age-Story mit guten Darstellern.

Deadpool 2 (Mai)
Die Quasselstrippe schlägt wieder zu – politisch unkorrekt, böse und ziemlich komisch.

Foxtrot (Juli)
Dem Schicksal entgeht man nicht und Krieg endet immer tödlich, selbst im Frieden. 

Mission Impossible – Fallout (August)
Ethan Hunt gegen alle – trotz hanebüchener Handlung spannend und unterhaltsam.

Book Club (September)
Trotz schlechten Buchgeschmacks beweist tolles Damenquartett, dass Liebe zeitlos ist.

Bumblebee (Dezember)
ET goes Transformers – gelungenes Prequel. Oder ein Reboot?

Leto (November)
Rocksommer im Leningrad der 80ger Jahre, originell, bunt und laut.


Unterschätzte Filme

Letztendlich sind wir dem Universum egal (Mai)
Jugendfilm über eine wandernde Seele auf der Suche nach Liebe.

Love, Simon (Juni)
Erste Liebe und Erwachsenwerden betrifft nicht nur Heteros.

Nur ein kleiner Gefallen (November)
Harmlose Hausfrau entpuppt sich als taffes Mädel, satirisch und überraschend, mit schönen, stylischen Bildern.

Hostiles (Mai)
Kompromissloser Spätwestern, zu Unrecht übersehen.

Molly’s Game (März)
Jessica Chastain zieht alle über den Pokertisch, bis man ihr das Handwerk legt – spannendes Spielerdrama.


 Überschätzte Filme

A Star is Born (Oktober)
Warum? Warum zum vierten Mal die bekannte Geschichte?

Aufbruch zum Mond (November)
Zu altmodisch inszeniert, mit einem ausdruckslosen Hauptdarsteller.

Überflüssige/ Ärgerliche Filme

Alles Geld der Welt (Februar)
Zu lang, um den Entführungsfall Getty noch einmal spannend aufzuarbeiten (überflüssig)

Red Sparrow (März)
Schlecht inszenierte krude Agentenstory, bei der aber auch gar nichts überzeugt. (ärgerlich)

Solo – A Star Wars Story (Mai)
Beantwortet Fragen über Han Solos Vergangenheit, die nie gestellt wurden, mit einem farblosen Darsteller in der Titelrolle (überflüssig)

Papillon (Juli)
Fügt dem Original von 1973 nichts Sehenswertes hinzu. (überflüssig)

Hereditary (Juni)
Hatte das Potential für einen spannenden Horrorfilm und vergeigt es mit einem hanebüchenen Ende.

Sicario 2 (Juli)
Hat leider nicht mehr die Wucht und Überzeugungskraft des ersten Films. (überflüssig)

A Star is Born (Oktober)
Drittes Remake (überflüssig) eines uralten Stoffes, mit dem ein alkoholnuschelnder Bradley Cooper als Hauptdarsteller, Sänger Regisseur und Drehbuchautor einen kalkulierten Frontalangriff auf Oscar & Co startet, indem er sich selbst groß in Szene setzt, Lady Gaga als Sängerin am Anfang ihrer Karriere besetzt und dieses Kalkül auch leider zum größten Teil aufgeht. (ärgerlich)

Abgeschnitten (Oktober)
Die Welt des Sebastian Fitzek ist nicht die meine – kruder Film basierend auf einer kruden Buchvorlage. (ärgerlich)

Kin (September)
Konnte sich nicht zwischen Jugend-, Kriminal- und Science-Fiction-Film entscheiden. (ärgerlich)

Mortal Engines (Dezember)
So ein Aufwand für so eine schwache Geschichte voller Klischees und bekannter Versatzstücke. (ärgerlich)