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Mittwoch, 16. September 2026

Im Kino: Adams Acht

Um einer Gruppe von Jugendlichen nach dem verlorenen Krieg, der vielen den Vater genommen hat, etwas Halt zu geben, baut Lehrer Karl Adam (Oliver Masucci) in den 1950er Jahren in der direkt an der Zonengrenze gelegenen Kleinstadt Ratzeburg eine Rudermannschaft auf. Er verfügt zwar nur über theoretische Kenntnisse, die aber bringen ihn und seine Jungs gegen alle Widerstände zu ungeahnten Erfolgen…

Erzählt wird die wahre Geschichte des Außenseiterteams, das 1958 zur Überraschung der etablierten und elitären Konkurrenz die deutsche Meisterschaft in der Königsdisziplin, dem Achter, gewann, bestens eingestellt von Trainer Adam, der mit unkonventionellen Methoden diesen und viele weitere Erfolge möglich machte.

Es gelingt dem Film, den Rudersport, der eigentlich nicht unbedingt spannend anzuschauen ist, so interessant darzustellen, dass man mit den Akteuren mitfiebert, wobei auch der sozialkritische Aspekt, hier die eher elitären Rudervereine mit dünkelhaften Funktionären und ebensolchen jungen und hochnäsigen Sportlern, dort die Underdogs, die zunächst nicht einmal über ein konkurrenzfähiges Boot verfügen, eine gewichtige Rolle spielt.

Dann aber scheint der Regisseur seiner Geschichte und deren Stärken nicht ganz zu vertrauen, denn durch ein paar Nebenhandlungssträngen, wie der ein oder anderen Liebesgeschichte und politischen Komplikationen im kleinen Grenzverkehr mit der DDR vor dem Mauerbau, wirkt das Ganze am Ende ein wenig überfrachtet und man verliert die Hauptfigur, den Lehrer Adam, der mit seinen eigenen Verstrickungen während der Nazizeit zu kämpfen hat, leider ein wenig aus dem Fokus.

Dennoch ist es ein sehenswerter Film, zeitgeschichtlich interessant und vor allem an ein Sportereignis erinnernd, von dem man, wenn man nicht gerade Ruder-Fan ist, noch nichts gehört haben dürfte, das aber den Grundstein zu den späteren Erfolgen der deutschen Ruder-Achter gelegt haben dürfte.  

 

   Regie: Hannu Salonen

Drehbuch: Stephan Falk, Domenik Pockberger

Kamera: Felix Cramer

Musik: Karim Sebastian Elias

 Besetzung:

Oliver Masucci, Felix Kammerer, Leonard Kunz, Svenja Jung, Heino Ferch, Axel Milberg, Jens Münchow, Lisa Karlström

 Majestic/ Majestic Filmverleih

2026

124 min.

FSK 6

                                Deutscher Kinostart: 17. September 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=y_b_7for_m4

 

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