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Mittwoch, 16. September 2026

Im Kino: Pressure

72 Stunden vor der geplanten Landung der alliierten Truppen in der Normandie, der größten Seeinvasion aller Zeiten, kommt der hinzugezogene Meteorologe James Stagg (Andrew Scott) mit schlechten Nachrichten: ein heraufziehender Sturm droht die Aktion zum Scheitern zu bringen, damit steht alles in Frage, worauf sich Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower (Brendan Fraser) und sein gesamter Stab so lange vorbereitet haben, und einen Aufschub kann es nicht mehr geben, denn lange lassen sich die geheimen Landungspläne nicht mehr vor den Nazis geheim halten…

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von David Haig und schildert die bisher unbekannte Vorgeschichte der als D-Day in die Geschichte eingegangenen Landung der Alliierten in der Normandie. Aber es ist kein Schlachten-Film im üblichen Sinne, sondern eher ein Kammerspiel, bei dem die Kämpfe in Konferenzräumen ausgetragen werden. Der ungeheure Druck („Pressure“), in der neben der meteorologischen zweiten Bedeutung des Wortes, ist förmlich spürbar, hängen doch von den Entscheidungen das Leben von tausenden Soldaten sowie der Erfolg des Unternehmens und damit des gesamten Krieges ab.

Dass die Spannung zum Greifen nah ist, liegt an der Leistung der Akteure, wobei Brendan Fraser den bullerigen, kriegserprobten Haudegen heraushaut, der nur durch seine Vertraute Captain Kay Summersby (Kerry Condon) zu bändigen ist. Demgegenüber brilliert einmal mehr Andrew Scott, dessen nuancierte Darstellung das ganze Drama trägt. Sein sperriger Charakter Stagg buhlt nicht um Beifall, schon gar nicht von der falschen Seite, er weiß, was er kann, aber auch, was ein Meteorologe zum damaligen Zeitpunkt nicht kann, stur, aber jederzeit seiner Verantwortung bewusst, auch wenn ihn ein privates Schicksal fast aus der Bahn zu werfen droht, zieht er sein Ding durch und überzeugt am Ende alle.

Wer hätte gedacht, dass ein Film über das Wetter so packend und mitreißend sein kann, vor allem bei einem Ereignis, über das man schon alles zu wissen glaubte!

 James Stagg: Wie kann das Wetter langweilig sein?

Dwight D. Eisenhower: Wir hatten einfach die besseren Meteorologen.

 

 Regie: Anthony Maras

Drehbuch: David Haig, Anthony Maras, b/a Theaterstück von David Haig

Kamera: Jamie Ramsay

Schnitt: Anthony Maras

Musik: Volker Bertelmann

 Besetzung:

Andrew Scott, Brendan Fraser, Kerry Condon, Chris Messina, Damian Lewis, Tamsin Topolski, Jojo Macari, Con O’Neill, Alexander Hanson, Robert Portal

 StudioCanal/ Working Title Films/ StudioCanal Film

100 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 17. September 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=8BiWvmLLyZw (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=_gQwG9Xi13g (Englisch)

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