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Donnerstag, 3. September 2026

Im Kino: Onslaught

Auf einer geheimen Militärbasis in der Wüste werden Experimente mit genmanipulierten Soldaten durchgeführt, doch dann geht etwas schief und drei ultrabrutale Kämpfer, die darauf programmiert sind, alles zu töten, was sich ihnen in den Weg stellt, entkommen. Nach blutigem Zwischenstopp an einer nächtlichen Tankstelle fallen sie über einen Trailerpark her, in dem die Ex-Scharfschützin Celeste (Adria Arjona) mit ihrer kleinen Tochter lebt, und diese muss all ihre Fähigkeiten abrufen, um die Killer zu stoppen…

Zugegeben, die drei martialisch metzelnden Kampfmaschinen umgibt allein aufgrund ihrer im Dunkeln funkelnden Augen eine gruselige Aura und zunächst scheint ihr Auftrag, zu kämpfen bis zum Umfallen auch eine plausible Art der Optimierung von Kriegsführung zu sein. Aber spätestens dann, wenn erkennbar wird, dass diese Soldaten trotz ihrer gewaltigen Physis und ihres kompromisslosen Vorgehens keineswegs unbesiegbar sind, stellt sich zu bei näherer Betrachtung die Frage: was soll das, sind inzwischen unbemannte Drohnen und ähnliche Gerätschaften nicht viel effektiver?

Die nächste Frage, die sich irgendwann aufdrängt: was wollen diese Krieger in einer nächtlichen Tankstelle und wieso steuern sie gezielt den Trailerpark an, wo sie jeweils auf harmlose Zivilisten treffen, die zwar – wir sind in den USA – durchaus auch über die ein oder andere Waffe verfügen, aber hier hätten auch drei landläufig. durchgeknallte Typen gereicht, um ein Blutbad anzurichten.

Spätestens als ein Regierungsbeamter (Drew Starkey) mit explizit zur Schau gestellten Manierismen aber ohne jegliches Charisma die Bühne betritt, um der Situation Herr zu werden und das aus dem Ruder gelaufene Experiment zu beenden, drängt sich der Verdacht auf, dass das Ganze nur als Vorwand für ein auf maximale Wirkung ausgerichtetes Slasher-Gemetzel dient, wofür auch der wummernde Sound spricht, der das Ganze akustisch untermalt. Als besonderes Schmankerl wird noch ein wahnsinniger Wissenschaftler (Dan Stevens) präsentiert, scheinbar direkt aus der Nazihölle entronnen, was braucht man mehr für einen unterhaltsamen Kinoabend?

Wem so etwas Spaß macht – und ich habe durchaus Stimmen gehört, die sich in dieser Richtung geäußert haben – dem wird der Film bestimmt gefallen, für alle anderen: Finger weg!

 


  Regie: Adam Wingard

Drehbuch: Simon Barrett, Adam Wingard

Kamera: Oren Soffer

Schnitt: Adam Avery, Josh Schaeffer

Musik: Matthew Pusti

 Besetzung:

Adria Arjona, Dan Stevens, Eric Wareheim, Reginald VelJohnson, Michael Biehn, Blake Kennedy, Alex Pereira, Dave Campbell, Tyler Hall, Drew Starkey

 A24/ Universal Pictures/ Plaion Pictures/ StudioCanal

2026

92 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 03. September 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=nc-yja1gL0g (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=L24CYVpQ-LI (Englisch)