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Donnerstag, 20. Mai 2021

Heimkino: Hunted - Waldsterben (Hunted)

Eve (Lucie Debay) lässt sich in einer Bar von einem Fremden (Arieh Worthalter) zu einem Drink einladen – ein fataler Fehler, wie sich schnell herausstellt, denn der Fremde und ein plötzlich auftauchender Freund versuchen, Eve zu entführen, und ihr Gebaren dabei lässt nichts Gutes ahnen. Zunächst scheint Eve noch die Flucht zu gelingen, doch so leicht lassen die beiden Männer ihr Opfer nicht entkommen…

Wenn Eve die Bar verlässt und zu den beiden Fremden ins Auto steigt, weiß der
Zuschauer natürlich bereits, dass dies keine gute Idee ist, und nach Eves Flucht in einen Wald ist klar, dass das Ganze auf ein perfides Katz-und-Maus-Spiel hinauslaufen wird. Der Film entwickelt sich dann auch erwartungsgemäß: während die junge Frau auf der Hatz durch den Wald verzweifelt darum kämpft, ihren Verfolgern zu entkommen, darf ihr Jäger seine psychopathischen Züge genüsslich ausleben.

Aber Regisseur Paronnaud versucht, in seine Geschichte eine weitere Ebene einzuweben, mit einer Wolfsgeschichte, die im Vorspann eine Mutter (nein, nicht der Vater!) ihrem kleinen Jungen als Gruselgeschichte am Lagerfeuer erzählt, einem geheimnisvollen Wald und dem Märchen vom Rotkäppchen – so trägt Eve nicht zufällig ein rotes Jäckchen, das sie im grünen Wald weithin sichtbar sein lässt. 

Die Perspektiven verschieben sich nach und nach und es bahnt sich ein Rollentausch von Jäger und Gejagter an. Diese an sich gute Idee, aus der schwachen Frau eine furiose Rächerin zu machen und den Psychopathen auf das zu reduzieren, was in jedem frauenhassenden Macho steckt, nämlich ein winselndes Weichei, gelingt nicht ganz überzeugend, da fehlt der Inszenierung leider die Raffinesse. So gerät das unterschwellig angedeutete #MeToo-Drama beim Showdown am Ende eher zu einer Farce mit unfreiwillig komischen Sequenzen und auch die ihren Sohn auf das Überleben nach dem Weltuntergang vorbereitende Mutter darf die anfangs geweckten Erwartungen leider nicht erfüllen, so dass es am Ende doch nur ein konventioneller Thriller mit Horrorelementen geworden ist – schade!

 

Regie: Vincent Paronnaud

Drehbuch: Vincent Paronnaud, Léa Pernollet

Kamera: Joachim Pihilippe

Schnitt: Nicolas Sarkissian

Musik: Olivier Bernet

 

Darsteller:

Lucie Debay, Arieh Worthalter, Ciarán O’Brian, Ryan Brodie, Simone Milsdochter

 


Pandastorm Pictures

B/Frk/Irl 2020

FSK: 16

87 min.

 

Ab 21. Mai 2021 auf DVD, Blu-ray & Digital

 

Details DVD:

Laufzeit: ca. 84 min.

Bildformat: 1,85:1/ 16:9

Audio: DD 5.1

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

Bonus: Trailer

EAN: 426 0428 0 5307 1

 

Details Blu-ray:

Laufzeit: ca. 87 min.

Bildformat: 1,85:1/ 1080p24/ AVC

Audio: DTS-HD MA 5.1

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

Bonus: Trailer

EAN: 426 0428 0 5308 8

 

 Trailer: https://youtu.be/LZxwCGxePLY

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