Blog-Archiv

Posts mit dem Label Pedro Pascal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Pedro Pascal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 21. Mai 2026

Im Kino: Star Wars: The Mandalorian and Grogu

Auch nachdem das Imperium besiegt wurde, gibt es noch ehemalige Kriegsherren, die weiterhin daran arbeiten, wieder an die Macht zu kommen, während die Neue Republik versucht, sich endgültig zu etablieren. In diese Auseinandersetzungen gerät der mandalorianische Kopfgeldjäger Din Djarin, genannt The Mandalorian oder kurz Mando (Pedro Pascal), der seit einiger Zeit mit seinem jungen Schützling Grogu unterwegs ist. Zusammen versuchen sie einen Auftrag zu erledigen, ohne dabei zwischen den Fronten aufgerieben zu werden…

Unter dem Etikett „Star Wars“ kommt seit längerer Zeit wieder ein Film auf die große Leinwand, nachdem das Franchise sich in den letzten Jahren mehr auf etliche TV-Serien – sowohl Live-Action als auch in animierter Form – konzentriert hatte. Wer tief in dieser Thematik mit allen Spin-Offs und auf allen Zeitebenen zu Hause ist, wird in diesem Film auf viele bekannte Figuren und Charaktere treffen und diese korrekt ein- und zuordnen können.

Für alle anderen geht es einfach nur frisch in ein durchaus unterhaltsames Weltraumabenteuer, das man auch ohne viele Vorkenntnisse verstehen kann, es reicht, zu wissen, dass es sich bei dem Mandalorian um einen intergalaktischen Kopfgeldjäger handelt, der für wechselnde Auftraggeber tätig und bei einer dieser Missionen auf eine Art Joda-Baby-Version namens Grogu gestoßen ist, den er quasi als Pflegekind angenommen hat und der durch seine umwerfende Niedlichkeit besticht.

Mit dieser Figur kann der Film durchgehend punkten, während die Handlung keine großen Überraschungen bietet, aber dennoch Spaß macht, wenn man es nicht gerade auf besondere Bezüge zur „Star-Wars“-Saga abgesehen hat, denn die fehlen ansonsten, nicht einmal das epische Musik-Thema erklingt, was man zumindest beim Abspann erwartet hätte. Dafür gibt es eine unerwartete Reminiszenz an den guten alten "Blade Runner" und in der Figur von Rotta The Hutt, Sohn des schurkischen Jabba The Hutt, einen tragischen Helden, der auf seine Weise zum Sympathiträger wird.

Alles in allem mehr etwas für Fans der TV-Serien, ansonsten für Liebhaber spaciger Weltraumabenteuer, aber nichts, um das „Star-Wars“-Feeling aus den ersten Tagen wieder zu erleben. Wer dies erwartet, wird sicher enttäuscht, andererseits lässt sich nur selten die Vergangenheit wieder heraufbeschwören, in der man selbst noch jung und frisch war, das Leben geht einfach weiter und wer in Nostalgie schwelgen möchte, schaut sich am besten die alten Filme noch einmal an…

 

 Regie: Jon Favreau

Drehbuch: Jon Favreau, Dave Filoni, Noah Kloor, b/a den Charakteren von George Lucas

Kamera: David Klein

Schnitt: Dylan Firshein, Rachel Goodlett Katz

Musik: Ludwig Göransson

 Besetzung:

Pedro Pascal, Sigourney Weaver, Martin Scorsese (Stimme), Jeremy Allen White (Stimme), Steve Blum, Hemky Madera, Matthew Willig

 

Lucasfilm/ Walt Disneyy Studios Motion Pictures

132 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 20. Mai 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=OCZuCaYc_N8 (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=_pa1KLXuW0Y (Englisch)

 

Mittwoch, 20. August 2025

Im Kino: Was ist Liebe wert - Materialists

Lucy (Dakota Johnson) beschäftigt sich als Partnervermittlerin den ganzen Tag damit, passende „Matches“ zu finden, das heißt, Menschen anhand ihrer geäußerten Vorlieben zueinander zu bringen. Liebesgefühle sind dabei eher zweitrangig, Geld und äußere Erscheinung haben, so scheint es, den größten Stellenwert. Eines Tages erlebt Lucy selbst, wie es ist, sich für einen möglichen Partner zu entscheiden – wird sie, die vom Fach ist – die richtige Wahl treffen?

Wer sich zwischen Chris Evans und Pedro Pascal entscheiden müsste, hätte wohl eher ein Luxusproblem, und das ist auch ein bisschen die Krux bei diesem Film, der im Milieu der materiell Erfolgreichen spielt, die trotz allem noch nicht den passenden Partner gefunden haben. Dabei haben Frauen offensichtlich ihr Augenmerk in erster Linie auf das Bankkonto, auf Körpergröße und Haarpracht gerichtet, während Männer sich ausschließlich auf die äußere Erscheinung und das Alter (möglichst unter 30… aber deutlich!) kaprizieren.

Was zunächst wie eine sozialkritische Nabelschau der Partnersuche beginnt, verliert seine anfängliche Schärfe und verflacht im zweiten Teil, als es immer mehr um Lucys eigenes Schicksal geht, zu einer vorhersehbaren Geschichte, eine romantische Komödie in dem Sinne, wie es vielleicht viele nach dem Trailer zum Film vermuten, ist es jedoch zu keinem Zeitpunkt. 

Wenn die lächerlichen bis dreisten Erwartungen an eine/n zukünftige/n Lebenspartner:in anfangs noch als satirische Überspitzung vorgeführt werden, gleitet der Film am Ende mehr und mehr ins Banale ab, was schade ist, denn er hätte nach interessantem Beginn auch ein ebensolches Ende verdient gehabt.

Einige Aspekte bieten dennoch Stoff zum Nachdenken und Diskutieren, insofern lohnt ein Anschauen trotz der genannten Schwächen, außerdem hat man die Gelegenheit, ein paar gutaussehenden Menschen bei der Arbeit zuzuschauen…

   

Regie: Celine Song

Drehbuch: Celine Song

Kamera: Shabier Kirchner

Schnitt: Keith Fraase

Musik: Daniel Pemberton

 

Besetzung:

Dakota Johnson, Chris Evans, Pedro Pascal, Zoe Winter

 

 

A24/ 2AM/ Sony Pictures

2025

116 min.

FSK 0

Deutscher Kinostart: 21. August 2025

 

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=FC8O8Mbr7Xo Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=ZtmATV8xlWM (Englisch)

Dienstag, 27. September 2022

Heimkino: Massive Talent (The Unbearable Weight of Massive Talent)

Die Karriere von Schauspieler Nicolas Cage (gespielt von Nicolas Cage) ist nach einigen Fehlschlägen an einem Tiefpunkt angekommen. Auf der Suche nach einer künstlerisch erfüllenden aber gleichermaßen lukrativen Rolle ist er nicht so recht erfolgreich, so dass er zähneknirschend das Angebot des Milliardärs Javier Gutierrez (Pedro Pascal) annimmt, für eine Million Dollar auf dessen Geburtstagsparty aufzutreten. Die Tatsache, dass es sich bei Gutierrez um seinen größten Fan, aber auch um einen von der CIA beobachteten internationalen Gangster handelt, sorgt für einige brisante Verwicklungen, insbesondere, als Nick als Undercover-Agent helfen soll, Gutierrez zu überführen…

Der Film ist ein rasantes Abenteuer, ein Buddy-Movie und eine Persiflage auf das Filmgeschäft, vor allem aber die Bühne für einen fulminant aufspielenden, sich selbst auf die Schippe nehmenden Nicholas Cage, der alle schlechten Filme, die er (leider) auch gemacht hat, vergessen lässt und eindrucksvoll zeigt, was für ein großartiger Schauspieler er ist.

Die Handlung ist witzig, voller Gags, manche vorhersehbare, manche aber auch nicht, dabei kommen Action und Spannung nicht zu kurz, letztere vor allem im Hinblick auf die bis zum Schluss offene Frage, wie gefährlich und skrupellos der so harmlos und verspielt daherkommende Gangster Javier – ebenfalls hervorragend : Pedro Pascal – tatsächlich ist, denn diesem gelingt es, seinen neuen Freund Nick mit Charme und Schmeicheleien zu umgarnen, ohne zu ahnen, das Nick Teil eines dunklen Komplotts gegen ihn ist. Zusammen erleben die beiden ein paar haarsträubende Abenteuer, die Nick bisher nur aus seinen Rollen kennt, und wie sie sich der filmverrückte Javier immer schon gewünscht hat. Es gibt rasante Verfolgungsjagden und einen Felsensprung wie einst bei Butch Cassidy und Sundance Kid, der Film ist ein Füllhorn an Filmzitaten und Versatzstücken verschiedener Genres, die gekonnt zu einem insgesamt überraschend homogenen Ganzen verwoben werden, und welche Rolle spielt bei dem Ganzen eigentlich Paddington 2?

Für alle, die diesen wunderbar witzigen Film, der ein wenig Licht in diese düstere Zeit gebracht hat, im Kino verpasst haben, gibt es jetzt die Möglichkeit, das Versäumte nachzuholen und das rasante, spritzige und selbstironische Highlight der Kinounterhaltung dieses Jahres im Heimkino anzuschauen, schließlich sind die Zeiten immer noch trist und düster...

 


  Regie: Tom Gormican

Drehbuch: Tom Gormican, Kevin Etten

Kamera: Nigel Bluck

Schnitt: Melissa Bretherton

Musik: Mark Isham

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besetzung:

Nicolas Cage, Pedro Pascal, Tiffany Haddish, Sharon Horgan, Paco León, Neil Patrick Harris und Demi Moore

 

Lionsgate/ Leonine Distribution

2022

107 min.

FSK 12

Ab 30. September 2022 als DVD, Blu-ray, 4K Ultra HD Blu-ray (dort auch im limitierten Mediabook bzw. Steelbook) und digital erhältlich.

Bonusmaterial

Audiokommentar, mehrere Featurettes und Deleted Scenes

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=sm89nsy-5bE (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=x2YHPZMj8r4 (Englisch)

https://www.youtube.com/watch?v=xEckT94M7qg (Englisch)