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Donnerstag, 27. März 2025

Im Kino: A Working Man

Levon Cade (Jason Statham) hat seine Vergangenheit als Ex-Elite-Soldat hinter sich gelassen und arbeitet auf einer Baustelle in Chicago. Als die Tochter seines Chefs entführt wird, geht er auf die Jagd nach den Kidnappern. Da er selbst Vater eines kleinen Mädchens ist, macht er hierbei keine Kompromisse, aber er ahnt nicht, in welches Wespennest er dabei stößt…

Wo Statham draufsteht ist auch Statham drin, und wenn dann noch ein gewisser Sylvester Stallone das Drehbuch (mit)verfasst hat, dann ahnt man schon, dass es sich eher nicht um einen Arthouse-Film handelt, auch wenn zwischendurch die Klänge von Beethovens Mondscheinsonate etwas anderes vorzutäuschen scheinen.

Auch die Szenen mit Levons Töchterchen helfen diesbezüglich nicht weiter, sie sollen wohl seine softe Seite zeigen und sind ganz nett angelegt, bleiben aber ein bisschen flach, denn so ganz nimmt man Levon den fürsorglichen Vater nicht ab.

Am Ende geht es erwartungsgemäß doch nur um das Eine, und wer auf Action steht, kommt dabei auf seine Kosten, die Bösen sind eklig und fies, um die braucht es einem eher nicht leid zu tun, und etlichen von ihnen geht es so richtig an den Kragen, während „der Gute“ sich ohne mit der Wimper zu zucken durch sie hindurchmetzelt.

Und die Weichen für eine Fortsetzung sind auch schon gestellt, es sind noch nicht alle Probleme gelöst, Jason Statham könnte sich also schon bald erneut an die Arbeit machen, um die Sache zu Ende zu bringen.

 

 Regie: David Ayer

Drehbuch: Sylvester Stallone, David Ayer, b/a Buch „Levon’s Trade“ von Chuck Dixon

Kamera: Shawn White

Schnitt: Fred Raskin

Musik: Jared Michael Fry

 Besetzung:

Jason Statham, Jason Flemyng, Merab Ninidze, Maximilian Osinski, Cokey Falkow, Michael Peña, Noemi Gonzalez, Isla Gie, Eve Mauro

  

Warner Bros. Germany/ Amazon MGM/ Black Bear

2025

117 min.

FSK 18

Deutscher Kinostart: 26. März 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=t4jnZY3QW7I (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=mQF--VNAM8g (Englisch)

 

 

Donnerstag, 2. Juni 2022

Im Kino: The Outfit - Verbrechen nach Maß (The Outfit)

Der britische Herrenschneider Leonard (Mark Rylance) hat die Savile Row in London verlassen und geht seinem Handwerk nun in einem kleinen Laden im Chicago der 1950ger Jahre nach. Leider verkehren dort nicht nur Kunden, der örtliche Mob geht im Hinterzimmer seinen finsteren Geschäften nach. Eines Nachts kommt es zu einem folgenschweren Zwischenfall, der Leonards beschauliches Leben und das seiner jungen Angestellten Mable (Zoey Deutch) gehörig durcheinanderbringt.

Der Film ist ein Kammerspiel, das vor allem von der exzellenten Vorstellung seines Hauptakteurs Mark Rylance lebt. In der klaustrophobischen Enge seines in erdige Brauntöne getauchten düsteren Ateliers beschäftigt sich der eher schmächtige und zurückhaltende Maßschneider – auf diese Bezeichnung legt er Wert –mit Stoffen, Nadeln und im Laufe der Handlung, wie eine männliche Schicksalsgöttin, auch mit Fäden, aus denen seine Werkstücke entstehen, die er mit einer mächtigen Schere, seinem einzigen wertvollen Besitz, zuschneidet. Was ihn sonst umtreibt bleibt lange ein düsteres Geheimnis, das sich erst nach und nach aufdröselt. Die Handlung entwickelt sich bedächtig, bis sich plötzlich im Clinch um eine heimliche Tonbandaufnahme und auf der Jagd nach einem Verräter aus den eigenen Reihen die Gangster aus dem Hinterzimmer die Klinke in die Hand geben. Ein ominöses Gangster-Netzwerk namens „The Outfit“ und das auf dessen Spur gesetzte FBI sorgen schließlich dafür, dass sich die Ereignisse zu überschlagen beginnen. Hierbei gerät dann die sorgsam getaktete Komposition des Films leider ein wenig aus dem Rhythmus und einige zunächst clevere und überraschende Wendungen nehmen am Ende eine Biegung zuviel.

Dennoch ist „The Outfit“ ein durchaus spannender Film, der dem Kammerspiel sogar einige Actionszenen hinzufügt, mit einem, wie eingangs erwähnt, hervorragenden Hauptdarsteller Mark Rylence. Leider bleiben sämtliche anderen Mitspieler recht blass und nichtssagend, hier hätte man sich zumindest eine profiliertere Persönlichkeit als Gegenspieler gewünscht, aber, wie der Maßschneider selbst anmerkt, wahre Perfektion ist eben unmöglich.

 

 

Regie: Graham Moore

Drehbuch: Jonathan McClain, Graham Moore

Kamera: Dick Pope

Schnitt: William Goldenberg

Musik: Alexandre Desplat

 

Besetzung:

Mark Rylance, Zoey Deutch, Dylan O’Brien, Johnny Flynn, Simon Russell Beale, Nikki Amuka-Bird,

 

Universal Pictures International Germany

2022

105 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart:

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=t1aA11jwPxM (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=5Gp-PRHSdi4 (Englisch)