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Mittwoch, 14. Mai 2025

Im Kino: Black Bag - Doppeltes Spiel

George (Michael Fassbender) und Kathryn Woodhouse (Cate Blanchett) arbeiten beide für den britischen Geheimdienst SIS, was zur Folge hat, dass es viele Geheimnisse um sie herum gibt, die auch voreinander geheim bleiben müssen. Als eines Tages der Verdacht aufkommt, dass es einen Verräter in ihrer Abteilung gibt, bekommt George den Auftrag, diesen zu enttarnen, dabei stellt er zu seinem Schrecken fest, dass auch seine Frau zu den Verdächtigen gehört. Bei einem Dinnerabend werden alle geladen, die ansonsten in Frage kämen und es entwickelt sich zwischen den sechs beteiligten Personen ein verbales Katz-und-Maus-Spiel, an dessen Ende jemand enttarnt wird...

Dass eine Agentengeschichte auch ohne Action-Szenen auskommen kann, beweist dieser Film auf elegante Weise. Das Dinner, das George selbst zubereitet und mit einem Wahrheitsserum würzt, entwickelt sich zu einem spannenden Duell mit Worten, bei dem es zwischen den Beteiligten nur so knistert, denn alle haben neben der beruflichen auch eine persönliche Beziehung zueinander, was schon bei einem normalen Dinner zu peinlichen Enthüllungen führen kann, die Geheimdienstebene macht die Situation ungleich brisanter.

Das ganze ist stringent inszeniert, insofern kommt der Film auch mit einer für heutige Zeiten fast schon kurzen Laufzeit aus, was zeigt, dass es möglich ist, wenn man sich einfach mal wieder nur auf das Wesentliche konzentriert. Die Wendungen, die Zweifel, wer betrügt, wer hat etwas zu verbergen, wer spielt ein doppeltes Spiel, das alles wird sorgfältig, aber zügig ausgebreitet, es macht Spaß, dabei zuzusehen, wie sich alle belauern und sich die geschliffenen Dialoge die Ohren hauen.

Der Film ist, anders als die üblichen spektakuläre Action-Ware, ein psychologisches Kammerspiel mit lediglich ein paar kurzen eingestreuten Gewaltszenen, der Spaß macht, weil er sich klug und effizient und mit einem hervorragenden Cast auf seine eingedampfte Agenten-Essenz konzentriert und sich nicht in oberflächlichen Schaueffekten verliert.

  

 

 

Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: David Koepp

Kamera: Steven Soderbergh

Schnitt: Steven Soderbergh

Musik: David Holmes

 

Besetzung:

Michael Fassbender, Cate Blanchett, Naomi Harris, Pierce Brosnan, Tom Burke, Gustaf Skarsgård

 

Universal Pictures International (UPI)

2025

93 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 15. Mai 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=OUqXTWCfs30 (Deutsch)

 https://www.youtube.com/watch?v=n_56L6WzLT8 (Englisch)

 

 

 

 

 


 

Mittwoch, 8. Februar 2023

Im Kino: Magic Mike – The Last Dance (Magic Mike’s Last Dance)

Magic“ Mike Lane (Channing Tatum) hat schon bessere Tage erlebt und schlägt sich in Florida als Barkeeper durch. Bei einem Charity-Event macht ihm die reiche Society-Lady Maxandra Mendoza (Salma Hayek Pinault) ein verlockendes Angebot: Er soll für sie mit einem Ensemble, das er selbst rekrutieren darf, eine exquisite Show in ihrem Theater in London auf die Bühne bringen, von der man noch lange sprechen wird. Zögernd lässt Mike sich darauf ein, nicht ahnend, was dabei auf ihn zukommen wird…

 

Im dritten Teil der Stripper-Saga hat Steven Soderbergh, der in Teil zwei nur für Kamera und Schnitt verantwortlich war, wieder auf dem Regiestuhl Platz genommen. Die Rahmenhandlung ist schlicht gestrickt und dient einmal mehr lediglich als Vehikel für die sexy Showeinlagen, die jedoch gekonnt und unterhaltsam in Szene gesetzt sind. 

 

Die glänzend aussehenden, körperlich bestens ausgestatteten Mitlieder der Tanztruppe erfüllen am Ende ihren eigentlichen Zweck: Channing Tatum gut aussehen zu lassen, und er enttäuscht auch dieses Mal nicht, denn er kann es immer noch! Zudem trägt die Chemie zwischen ihm und der bestens aufgelegten Salma Hayek zu dem soliden Unterhaltungswert bei, den der Film bietet, gleich zu Beginn manifestiert durch Tatums heißen privaten Lapdance für Hayek in Gestalt der unbekannten Schönen, die ihn für ihr Unternehmen engagieren möchte. Aufgelockert werden die Tanz- und Showsequenzen durch die launig agierenden Nebenrollen in Gestalt von Hayeks Butler–Chauffeur Victor (Ayub Khan Din) und ihrer Teenager-Tochter Zadie (Jemelia George).

 

Alles in allem ein solider Spaß ohne großen Tiefgang, mit schmissigen Tanzszenen und gut gebauten Akteuren, zu denen diesmal auch die temperamentvolle Salma Hayek zu zählen ist, an der sich die männlichen (Hetero)Zuschauer erfreuen dürfen.

 


 Regie: Steven Soderbergh

Drehbuch: Reid Carolin

Kamera: Peter Andrews

Schnitt: Mary Ann Bernard

Choreographie: Alison Faul, Luke Broadlick

Musik: Season Kent

 

Besetzung:

Salma Hayek, Channing Tatum, Ayub Khan Din, Jemelia George, Juliette Motamed, Vicki Pepperdine

 

Warner Bros. Germany

 2023

112 min.

FSK

Deutscher Kinostart: 09. Februar 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=7kNjrg07yQA (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=bftqEgFbYsA (Englisch)