Blog-Archiv

Posts mit dem Label Uwe Ochsenknecht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Uwe Ochsenknecht werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 4. September 2024

Im Kino: Die Ironie des Lebens

Der erfolgreiche Comedian Edgar (Uwe Ochsenknecht) reist mit seinem Privatchauffeur Kurt (Henning Peker) quer durch Deutschland und steht jeden Abend in ausverkauften Vorstellungen auf der Bühne. Seit seiner Scheidung hat er sich weder um seine Kinder (Emilia Schüle, Robert Gwisdek) noch um seine Ex-Frau Eva (Corinna Harfouch) gekümmert, bis diese eines Abends in seiner Garderobe erscheint, um ihm mitzuteilen, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist. Für den in die Jahre gekommenen Edgar eine Gelegenheit, innezuhalten und sein Leben und seinen Erfolg zu hinterfragen…

Was ist noch wichtig im Leben im Angesicht des nahenden Todes, mit dieser Frage versucht sich der Film auseinanderzusetzen. Gleichzeitig entwickelt er das Psychogramm einer Familie, die aufgrund des rücksichtslosen Karrierestrebens eines Partners zerbrochen ist, wobei die Hauptperson Edgar Züge eines Narzissten aufweist, ohne dass diese jedoch explizit herausgearbeitet werden. Insofern verspricht der Film mehr, als er am Ende zu halten imstande ist, für ein gutes Drama bedarf es immer auch leichter oder heiterer Elemente, die hier, ironischerweise trotz des Berufs der Hauptfigur, leider so gut wie gar nicht zu finden sind, obwohl die Regisseur Goller und Drehbuchautor Ziegenbalg in ihrer Gemeinschaftsarbeit „25 km/h“ eigentlich bewiesen haben, dass sie Komödie können.

Den Darstellern, allen voran Corinna Harfouch, sind zumindest im letzten Drittel einige berührende Momente zu verdanken, davor gibt es viele klischeehafte Elemente und auch die Dialoge zünden leider nicht immer. Alles in allem kein schlechter Film, der jedoch nicht uneingeschränkt überzeugen kann.

 

 

Regie: Markus Goller

Drehbuch: Oliver Ziegenbalg

Kamera: Torsten Breuer

Schnitt: Katharina Novak

 

Besetzung:

Uwe Ochsenknecht, Corinna Harfouch, Emilia Schüle, Robert Gwisdek, Henning Peker, Liza Tzschirner, Reiki von Calowitz

 

Warner Bros. Germany

D 2024

109 min.

FSK 12

FBW Prädikat: Wertvoll

Deutscher Kinostart: 05. September 2024

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=IkFH3oUVjY0

Mittwoch, 30. September 2020

Im Kino: Jim Knopf und die Wilde 13

Nach dem Sieg über den Drachen Frau Mahlzahn ist wieder Ruhe auf Lummerland eingekehrt, aber häufig auftretender Nebel um die Insel herum führt zu Problemen bei der Schifffahrt. Daher möchte man den Scheinriesen Tur Tur (Milan Peschel)  engagieren, der auf die Ferne weithin sichtbar und mit einer Laterne in der Hand einen perfekten lebenden Leuchtturm abgeben würde. Lukas (Henning Baum) und Jim (Solomon Gordon) machen sich mit den Lokomotiven Emma und Molly auf die Reise zu Herrn Tur Tur, dabei erleben sie wieder viele Abenteuer und lösen jede Menge Rätsel und Aufgaben, von denen das Schwierigste ist, die geheimnisvolle „Wilde 13“ zu finden, eine wilde Piratenhorde, von der sich Jim Antworten auf die immer noch offene Frage nach seiner Herkunft und seinen Eltern erhofft.

Der Film knüpft an den ersten Teil an, in der die meisten Figuren eingeführt wurden, die nun wieder ein Rolle spielen, so dass jeder Zuschauer, der den ersten Teil mochte, sich sofort in dieser neuen Geschichte zurechtfindet. Seit der nostalgischen alten Augsburger Puppenkiste hat sich naturgemäß viel getan und so erweckt nun eine ausgefeilte Tricktechnik Lummerland und sämtliche anderen Schauplätze zum Leben, während die Figuren wie Frau Waas (Annette Frier), Herr Ärmel (Christoph Maria Herbst) und König Alfons (Uwe Ochsenknecht) von gestandenen Schauspielern mit viel Liebe fürs Detail porträtiert werden. Henning Baum gibt erneut einen prächtigen Lukas ab und der junge Solomon Gordon entspricht genau dem Bild des Jim Knopf, den man kennt. Allerdings hätte bei all der ansonsten eingesetzten Technik etwas mehr Sorgfalt bei der Synchronisation eben jenes Solomon Gordon und seiner Partnerin Leighanne Esperanzate, der Prinzessin LiSi, nicht geschadet. Wer von Schauspieler Rick Kavanian nicht genug bekommen kann – hier mimt er gleich alle Mitglieder der Piratengang, und das mit sichtlichem Vergnügen. Insgesamt ist die Beschaulichkeit der Kinderbücher und die Puppenkistenbehäbigkeit einer etwas atemlosen Schatzsuche gewichen, bei der eine Aufgabe nach der anderen abgehakt wird, aber der Charme der Geschichte ist glücklicherweise dennoch erhalten geblieben, so dass sich Jung und tatsächlich auch Alt immer noch unbeschwert daran erfreuen können.


Regie: Dennis Gansel

Drehbuch: Dirk Ahner, b/a dem Kinderbuch von Michael Ende

Kamera: Philip Peschlow

Schnitt: Ueli Christen

Musik: Marvin Miller, Ralf Wengenmayr

 Darsteller:

Solomon Gordon, Henning Baum, Rick Kavanian, Leighanne Esperanzate, Milan Peschel, Annette Frier, Christoph Maria Herbst, Uwe Ochsenknecht, Sonja Gerhardt, Eden Gough, Michael "Bully" Herbig (Stimme), Judy Winter (Stimme), Thomas Fritsch (Stimme)

 


 Warner Bros. Pictures Germany

FSK 0

109 min.

Deutscher Kinostart: 01. Oktober 2020