Blog-Archiv

Posts mit dem Label Wüste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wüste werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. August 2025

Im Kino: Sîrat

Ein Vater (Sergi López) ist zusammen mit seinem kleinen Sohn (Bruno Núñez) auf der Suche nach der verschwundenen Tochter. Bei einem Rave-Event im Süden Marokkos hofft er, eine Spur von ihr zu finden. Als die Veranstaltung von Streitkräften aufgelöst wird, folgt er einer Gruppe von Ravern weiter in den Süden. Es geht durch unwegsames Terrain und für manche wird es eine Reise ohne Wiederkehr…

Teils Road-Movie, teils archaisches Endzeitdrama führt dieser Film tief in Bereiche menschlicher Grenzerfahrungen, eingebettet in eine lebensfeindliche, aber gleichwohl faszinierende Landschaft, in hypnotischen Bildern und unterlegt mit dem teilweise wummernden Sound der begleitenden Beats.

Ohne dass man allzu viel über die Protagonisten erfährt, wird man hineingesogen in eine Schicksalsgemeinschaft, in der jeder ein vordergründiges Ziel verfolg, dahinter stecken jedoch tiefe menschliche Schicksale, die jeden einzelnen anzutreiben scheinen, bis zum – bitteren – Ende.

Ist es schon die Apokalypse oder sind es nur die endzeitlichen Stimmungen, die die Welt in Atem halten, der sich eine Gruppe von Außenseitern zu entziehen versucht, ohne zu wissen, dass es am Ende kein Entkommen gibt? So wird der Film selbst zu einer Grenzerfahrung, den die einen lieben und die anderen hassen werden, ein Urteil mag sich jede*r selbst bilden.

 

 

 

Regie: Óliver Laxe

Drehbuch: Santiago Fillol, Óliver Laxe

Kamera: Mauro Herce

Schnitt: Cristóbal Fernández

Musik: Kangding Ray

 

Besetzung:

Sergi López, Bruno Núñez, Stefania Gadda, Joshua Liam Herderson, Richard „Bigui“ Bellamy, Tonin Javier, JadeOukid

 

4 A 4 Productions Pandora Film

2025

115 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 14. August 2025

 

 

Trailer:  https://www.youtube.com/watch?v=0j3l6HsUa6s  (Deutsch)

 https://www.youtube.com/watch?v=8sPo7LXw8TU   (Original)

 

Mittwoch, 22. Mai 2024

Im Kino: Furiosa: A Mad Max Saga

In einer wüst und öde gewordenen Welt, in der Wasser, Nahrung, Benzin und vieles mehr knapp ist, lebt die junge Furiosa (zunächst: Alyla Browne, als Erwachsene: Anya Taylor-Joy) in einer letzten grünen und fruchtbaren Oase. Eines Tages wagt sie sich zu weit hinaus und wird von einer wilden Horde von Outlaws entführt. Deren Anführer Dementus (Chris Hemsworth) kämpft mit dem Warlord Immortan Joe (Lachy Hulme) um Vorherrschaft und knappe Ressourcen, dabei gerät Furiosa in dessen Hände und wächst dort zu einer rebellischen jungen Frau heran, die nie den Gedanken an Flucht und Rückkehr in ihr Paradies aufgegeben hat. Noch stärker aber ist ihr Gedanke an Rache, denn Dementus ist für den Tod ihrer Mutter verantwortlich...

Als Prequel zu „Mad Max: Fury Road“ aus dem Jahr 2015 angelegt, wird hier die (Vor)Geschichte der Antiheldin Furiosa erzählt, in der Regisseur George Miller seine Reihe von Endzeitdramen fortspinnt. Das macht er – im wahrsten Sinne des Wortes – furios und es gelingt ihm auch nach so vielen Jahren ein weiteres wuchtiges Spektakel auf die Leinwand zu bringen, das vor allem Freunden und Freundinnen von röhrenden Motoren und bizarren Gefährten in allen Formen und Größen gefallen dürfte.

Bei alldem gibt es sogar eine Handlung, die den Namen verdient, was man nicht von jedem Action-Spektakel sagen kann, dabei liefert Anya Taylor-Joy eine großartige Vorstellung ab. Ihre Furiosa, eine zur Kriegerin herangereifte junge Frau, die wenige Worte macht, dabei auf eindrucksvolle Weise zu kämpfen versteht, beherrscht jede ihrer Szenen allein durch die Ausdruckskraft ihres Blicks und ihrer dunklen Augen, die jederzeit signalisieren, dass man sich besser nicht mit ihr anlegen sollte, was allerdings einige ihrer tumben Gegenspieler nicht immer beherzigen…

Definitiv nichts für Liebhaber des gepflegten Dialogfilms, aber wer auf alle Elemente des George-Miller-Universums steht und Spaß an Action, röhrenden Motoren aus martialischen Gefährten, abgerissenen Typen und einer wilden Endzeitstimmung hat, der wird nicht enttäuscht.

 


 Regie: George Miller

Drehbuch: George Miller, Nick Lathouris

Kamera: Simon Duggan

Schnitt: Eliot Knapman, Margaret Sixel

Musik: Tom Holkenborg

 

Besetzung:

Anya Taylor-Joy, Alyla Browne, Chris Hemsworth, Tom Burke, Lachy Hulme, John Howard, Angus Sampson

 

Warner Bros. Germany

2024

148 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 23. Mai 2024

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6VEh1gQrGl4 (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=lCyOYEjryBA (Englisch)