Blog-Archiv

Posts mit dem Label Andy Garcia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Andy Garcia werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 20. September 2023

Im Kino: The Expendables 4

Die Söldnertruppe um Barney Ross (Sylvester Stallone) und Lee Christmas (Jason Statham) verkackt einen Auftrag in Libyen, bei dem sich Barney verabschiedet, danach wird Christmas aussortiert. Der Rest der Truppe wird mit ein paar neuen Mitgliedern aufgefüllt, auch zwei Frauen sind im wahrsten Sinne des Wortes mit an Bord, denn eine scharf geschaltete Atombombe an Bord eines riesigen alten Schiffs muss unschädlich gemachte werden, bevor der dritte Weltkrieg ausbricht. Ob es gelingt?

Der Versuch, die in die Jahre gekommene Truppe neu aufzustellen, ist, so möchte man sagen, kläglich gescheitert. Lediglich ein paar Gesichter auszutauschen reicht nicht, wenn die Handlung teilweise so hanebüchen und vorhersehbar ist, dass es weh tut. Der Film kommt wie ein Ballerspiel daher, bei dem es eben nicht um die innere Logik, sondern ausschließlich ums Ballern und in die Luft sprengen geht. Die beiden neuen Kämpferinnen dürfen ein bisschen mitmischen, wobei ein perfektes Make-up dabei das Wichtigste zu sein scheint, aber sie und auch die übrigen neuen Figuren werden das Franchise nicht retten können, ebenso wenig wie ein paar eingestreute Martial-Arts-Kämpfe. Leider fehlt es darüber hinaus auch an den bei dieser Art von Filmen oft eingesetzten lakonisch-witzigen Dialogen, zumindest hier hätte man von der Riege der eingesetzten Drehbuchautoren etwas mehr erwartet,

Alles in allem ein Kawumm-Film, der allen gefallen könnte, die auf sinnfreies Ballern stehen und aus nostalgischen Gründen den in die Jahre gekommenen Recken Stallone, Statham & Co. noch einmal bei der routiniert abgespulten Arbeit zusehen möchten, für alle anderen ist er keine Offenbarung, und damit, wie der Titel bereits insinuiert, entbehrlich.

 

 

Regie: Scott Waugh

Drehbuch: Kurt Wimmer, Tad Daggerhart, Max Adams, b/a der Story von Spenser Cohen, Kurt Wimmer, Tad Daggerhart und den Charakteren von Dave Callaham

Kamera: Tim Maurice-Jones

Schnitt: Michael J. Duthie

Musik: Guillaume Roussel

 

Besetzung:

Jason Statham, Sylvester Stallone, Curtis „50 Cent“ Jackson, Megan Fox, Andy Garcia, Dolph Lundgren, Tony Jaa, Iko Uwais, Levy Tran

 

Lionsagate Movies/ Leonine Stuidos

2023

103 min.

FSK 18

Deutscher Kinostart: 21. September 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=8eWpKk08No0 (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=DhlaBO-SwVE (Englisch)

Dienstag, 16. Juni 2020

Heimkino: Modern Love

Inspiriert von einer beliebten Kolumne der New York Times, über die Jahre unter dem Titel "Modern Love" veröffentlicht, ist dieser wunderbare Episodenfilm entstanden, der sich mit den verschiedensten Facetten eines uralten, doch immer modernen Themas beschäftigt. Herausgekommen ist ein Episodenreigen, bei dem Menschen jeglichen Alters und jeglicher Hautfarbe mit den Irrungen und Wirrungen der Liebe zu kämpfen haben, besondere und unerwartete Geschichten, mit und ohne Happy End, aber immer mit viel Gefühl und Tiefe, mit ausgezeichneten Darstellern liebevoll in Szene gesetzt, etwas für einen regnerischen Sonntagnachmittag auf dem Sofa.


Regie: John Carney, Tom Hall, Sharon Horgan, Emmy Rossum
Drehbuch: John Carney, Tom Hall u.a.
Kamera: Yaron Orbach
Schnitt: Ken Eluto u.a.
Musik: Cary Clark

Darsteller:
Jane Alexander, Marin Ashby, Quincy Tyler Bernstine, Sofia Boutella, Cary Carr, Olivia Cooke, Tina Fey, John Gallagher Jr., Andy Garcia, Julia Garner, Brandon Kyle Goodman, Anne Hathaway, Judd Hirsch, Katherine Keener, Caitlin McGee, Cristin Milioti, Dev Patel, Laurentiu Possa, James Saito, Andrew Scott, Ed Sheeran, John Slattery, Charles Warburton, James Waterston, Shea Whigham 

Amazon Prime Video
8 Episoden

Originaltitel der einzelnen Episoden:

1. When the Doorman is your Main Man (Aufmerksamer Concierge hält seine schützende Hand über eine junge Frau)
2. When Cupid is a Prying Journalist (Journalistin entdeckt bei einem Interview mit dem jungen Entwickler einer Dating-App mehr über ihre Ehe, als ihr lieb ist)
 3. Take me as I am, whoever I am (Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt – der schwierige Weg zwischen zwei Extremen)
 4. Rallying to keep the Game alive (Mittelaltes Ehepaar in der Krise)
 5. At the Hospital, an Interlude of Clarity (Vom Sofa ins Krankenhaus – erstes Date mit Hindernissen)
6. So he looked like Dad. It was just Dinner, right? (Tochter sucht Vater, keinen Liebhaber)
7. Hers Was a World of One (Junge Frau auf der Suche nach Eltern für ihr ungeborenes Kind)
  8. The Race grows sweeter near its Final Lap (Bittersüßes Ende einer jungen alten Liebe)

Mittwoch, 12. September 2018

Film-Rezensionen: Book-Club - Das Beste kommt noch


Seit Jahren treffen sich vier Freundinnen einmal im Monat, um sich in ihrem Lesezirkel über Bücher auszutauschen. Alle vier sind weit in ihren 60gern und blicken auf ein mehr oder weniger erfülltes Leben zurück.




Diane (Diane Keaton) hat vor kurzem ihren Mann verloren und muss sich seitdem gegen ihre zwei erwachsenen Töchter zur Wehr setzen, die ihr nicht mehr zutrauen, alleine für sich sorgen zu können. 

Vivian (Jane Fonda), die Älteste des Quartetts, hat sich trotz immer noch vorhandenem Interesse an Männern nie für einen entscheiden wollen, ihre Unabhängigkeit und geschäftliche Erfolge waren ihr immer wichtiger.
Sharon (CandiceBergen) ist eine erfolgreiche Richterin am Bundesgericht, sie ist intelligent und diszipliniert, teilt ihr Leben nach ihrer lange zurück liegenden Scheidung mit einer Katze und hat dennoch damit zu kämpfen, dass ihr Ex-Mann kurz davor ist, eine lächerlich junge Frau zu heiraten. Einzig Carol (Mary Steenburgen) ist noch verheiratet, allerdings ist die Flamme der Leidenschaft bei ihr und ihrem Mann Bruce (Craig T. Nelson) ein wenig im Meer der Alltagsroutine untergegangen.


Die Treffen des „Book Clubs" bieten diesen Frauen mit den unterschiedlichen Lebensläufen neben literarischen Gesprächen einen willkommenen Anlass, Wein zu trinken, miteinander zu quatschen und ihre lange Freundschaft zu pflegen. Eines Tages wirft Vivian die Trilogie „50 Shades of Grey“ zur Diskussion in den Ring, ein Buch, das zunächst nur belächelt wird, dann aber bei den Freundinnen eine Saite zum klingen bringt, von der sie alle dachten, dass sie längst verstummt wäre. Alle vier stürzen sich, zunächst verhalten und schüchtern, dann aber immer offensiver in das alte Spiel von Flirten und Daten mit einem Schwung, den ihnen niemand mehr zugetraut hätte…

Egal, was man von den „50 Shades"-Büchern literarisch hält, sie haben offensichtlich einen Zeitgeist getroffen, und wenn sie geholfen haben, trotz aller Unzulänglichkeiten, Sehnsüchte nicht nur zu wecken, sondern vielleicht gerade auch ältere Frauen zu neuen Abenteuern inspiriert zu haben, dann rechtfertigt zumindest dies ihren weltweiten Erfolg.

Dem Film „Book Club“ ist es jedenfalls gelungen, eine Riege von bestens aufgelegten älteren Schauspielerinnen und Schauspielern auf der Leinwand zu vereinen, wie sie lange nicht mehr zu sehen waren. So gibt es neben den weiblichen Ikonen Keaton, Fonda, Bergen und Steenburgen auch ein Wiedersehen mit Darstellern wie Don Johnson, Craig T. Nelson und Richard Dreyfuss, und Andy Garcia als in die Jahre gekommener Latin Lover ist immer noch ein Hingucker.

Der Film hat trotz ein paar Längen Witz, und auch ein paar Klischees stören nicht den
insgesamt guten Unterhaltungswert. Die Latte des Bechdel-Tests wird knapp gerissen, es gibt zwar sogar vier Frauenrollen, die Unterhaltungen der Protagonistinnen drehen sich aber in der Hauptsache um Männer, wenn auch nicht ausschließlich. Ganz wichtig ist aber, mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass „Book Club" zwar sicherlich ein Film für ein älteres – oder sollte man sagen: erwachsenes? - Publikum ist, er spricht jedoch auch jüngeren Zuschauern an, indem er Mut macht und mit der Vorstellung aufräumt, wenn man das Alter der Eltern erreicht hat, seien Leben und Liebe vorbei und Sexualität spiele keine Rolle mehr. Au contraire! Solange man offen im Geist bleibt, bedarf es nur eines leichten Anstoßes, um aus einer oft selbstgewählten Lethargie aufzuwachen und – den deutschen Untertitel aufnehmend: Das Beste kommt noch – wieder mit dem Leben zu beginnen und es auszukosten, so lange, bis es wirklich zu Ende ist und keinen Tag früher!


Ein Besondere Erwähnung verdient Jane Fonda, die in diesem Jahr ihren 80. Geburtstag feierte und zu diesem Anlass 1,3 Millionen Dollar für ihre Wohltätigkeitsorganisation Georgia Campaign für Adolescent Power & Potential einsammelte, welche sich für die Problem junger Menschen einsetzt.




Regie: Bill Holderman 
Drehbuch: Bill Holderman, Erin Simms
Kamera: Andrew Dunn
Musik: Peter Nashel

Darsteller:

Diane - Diane Keaton
Vivian – Jane Fonda
Sharon – Candice Bergen
Carol – Mary Steenburgen
Bruce – Craig T. Nelson
Mitchell – Andy Garcia
Arthur – Don Johnson
Tom – Ed Begley Jr.
Dr. Derek – Wallace Shawn
Jill – Alicia Silverstone

Im Verleih vonSquare Entertainment

und Telepool
Im Vertrieb der 20th Century Fox Germany
Fotos/Video: © SquareOne Entertainment
97 min.

Deutscher Kinostart: 13. September 2018