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Donnerstag, 6. Juni 2024

Im Kino: Bad Boys 4: Ride or Die (Bad Boys: Ride or Die)

Die Detektive Mike Lowry (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) müssen Captain Howard nach dessen Tod gegen Korruptionsvorwürfe verteidigen und ehe sie sich versehen, sind sie selbst Teil dieser Intrige gegen ihre Polizeieinheit in Miami, dabei braucht man alle Verbündeten, die man bekommen kann…

Nach den bisherigen Werken „Bad Boys“ (1995), „Bad Boys 2“ (2003) und „Bad Boys for Life“ (2020) machen sich die bewährten Miami-Police-Fachkräfte in Gestalt von Will Smith und Martin Lawrence erneut daran, actionreich für Recht und Ordnung zu sorgen. Zum zweiten Mal wird das Ganze vom Regie-Duo Adil & Bilali betreut und herausgekommen ist ein solider Streifen mit einer konventionellen Geschichte: Polizei wird beschuldigt, mit Drogen-Kartell zusammenzuarbeiten, ein skrupelloser Drahtzieher ist immer einen Schritt schneller und bekommt Hilfe von einem Insider, der dringend enttarnt werden muss.

Die Action-Szenen sind gewohnt rasant, wenngleich nicht außergewöhnlich, ein paar Gags im Zusammenspiel der ungleichen Buddys Lowry und Burnett lockern alles etwas auf, der Fiesling ist richtig fies und der Verbündete in Gestalt von Lowrys Sohn, der sich seinen Aufenthalt im Gefängnis im letzten Film redlich verdient hatte, darf zum Helden mutieren, wenngleich er als Figur doch recht blass bleibt, wie am Ende auch der ganze Film.

Fans der Reihe müssen selbst entscheiden, ob und wie weit ihren Ansprüchen Genüge getan wird, für alle anderen ist es ein Action-Thriller ohne Tiefgründigkeit, aber insgesamt durchaus unterhaltsam.

 


 Regie: Adil El Arbi, Bilall Fallah Adil & Bilali)

Drehbuch: Chris Bremner, Will Beall, b/a auf den Charakteren von George Gallo

Kamera: Robrecht Heyvaert

Schnitt: Asaf Eisenberg, Dan Lebental

Musik: Lorne Balfe

 

Besetzung:

Will Smith, Martin Lawrence, Vanessa Hudgens, Alexander Ludwig, Jacob Scipio, Paola Nuñez, Joe Pantoliano,Eric Dane, Ioan Gruffudd

 

Sony Pictures

2024

115 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 05. Juni 2024

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Coy9T15o3_w (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=hRFY_Fesa9Q (Englisch)

 

 

Donnerstag, 24. Februar 2022

Im Kino: King Richard

Richard Williams (Will Smith) hat mehrere Töchter und nur ein Ziel: mindestens eine davon – besser noch: zwei – zu den besten Tennisspielerinnen aller Zeiten zu machen. Und genau das sind Venus und Serena Williams dann ja auch geworden…

Wenn man nicht wüsste, dass es am Ende funktioniert hat und die Williams-Schwestern es tatsächlich von den holprigen öffentlichen Plätzen in Compton, Los Angeles, ganz nach oben in die Beletage des Tennissports, nach Wimbledon geschafft haben, würde man den Film als eine reichlich übertriebene Hollywood-Vom-Tellerwäscher-Zum-Millionär-Parabel abtun, wobei erschwerend hinzu kommt, dass die „Tellerwäscher“ auch noch schwarz sind, ein Umstand, der den Aufstieg nach wie vor nicht unbedingt leichter macht. Dabei begeht der ehrgeizige Vater auch noch immer wieder vermeintliche Fehler, die sein Unternehmen scheitern lassen müssten, aber, wie gesagt, man weiß es besser, am Ende hat er immer den richtigen Riecher und schafft es, unbeirrbar und stur bis über die Schmerzgrenze hinaus, Schritt für Schritt erst die eine und dann auch noch die andere Tochter zum Erfolg zu führen.

Dass der Film glänzend funktioniert, verdankt er seinem großartigen Ensemble, allen voran Will Smith, der diesen Vater Williams als einen freundlichen Tyrannen zeichnet, der alles für seine Familie gibt. Er sorgt bei all seinen Kinder für eine exzellente Schulausbildung, weckt ihren Ehrgeiz, lässt ihnen Freiräume und zieht im nächsten Moment wieder die Zügel an, um sie auf den –von ihm bestimmten – Weg zurückzuführen. Ein wenig Erdung erfährt er durch seine Frau Oracene, genannt Brandy, ebenfalls hervorragend besetzt mit Aunjanue Ellis, die nach außen absolut loyal zu ihm steht, während sie ihm nach innen auch einmal seine Grenzen aufzeigt.

Der Film, der sowohl Zeitkolorit als auch Sportszenen gelungen in Szene setzt, fesselt, trotz seiner wieder einmal überlangen Laufzeit – was ist eigentlich aus den guten alten 90-Minütern geworden? –  und lässt seine Zuschauer und Zuschauerinnen mitfiebern, trotzdem diese von Anfang an wissen, dass geschehen wird, was geschehen soll. Es macht Spaß, den Beginn einer solch außergewöhnlichen Sportkarriere quasi minutiös zu verfolgen, wobei man sich insgeheim fragen mag, ob man einen solchen Vater wirklich gerne an der Seite gehabt hätte.

 


 

Regie: Reinaldo Marcus Green

Drehbuch: Zach Baylin

Kamera: Robert Elswit

Schnitt: Pamela Martin

Musik: Kris Bowers

 

Besetzung:

Will Smith, Aunjanue Ellis, Saniyya Sidney, Demi Singleton, Jon Bernthal, Tony Goldwyn, Mikayla Lashae Bartholomew, Daniele Lawson, Layla Crawford

 

Warner Bros./ Telepool

2021

144 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 24. Februar 2022

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=wy8Z366E8JM (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=FIsNbpJIa6k (Englisch)

 

 

 

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Film-Rezensionen: Gemini Man


Elite-Auftragskiller Henry Brogan (Will Smith) ist der beste seines Fachs und sein Können demonstriert er gleich zum Auftakt des Films eindrucksvoll. Nach diesem Auftrag soll eigentlich Schluss für ihn sein, danach will er sich, müde und ausgebrannt, zur Ruhe setzen. Doch plötzlich wird er selbst zur Zielscheibe, eine Abteilung der Regierung, für die er gearbeitet hat, schickt ihm seinerseits einen Killer hinterher, der ihm verblüffend ähnlich sieht. Aber was wie eine jüngere Ausgabe seiner selbst wirkt, ist sein eigener Klon und Teil eines Projekts, an dem im Geheimen gearbeitet wird. Auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, weshalb man ihn eliminieren will und was es mit dem Projekt auf sich hat, wird der Kampf gegen sich selbst für Henry zum Kampf seines Lebens…

Diese Story wird stringent und ohne überraschende Wendungen erzählt, insoweit ein solider Thriller mit den üblichen Action-Sequenzen, bestehend aus den erwartbaren Verfolgungs- und Kampfszenen, von denen einige in die pittoreske Kulisse Budapests eingebettet sind.

Etwas Neues bietet die technische Ebene. Einerseits wird ein digital eindrucksvoll verjüngter Will Smith präsentiert, andererseits wartet man mit einem – wie die Macher selbst betonen – revolutionären digitalen Format auf, das eine Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde liefert – normal sind zwischen 24 bei gewöhnlichen Kinofilmen und 48 bei 3D-Formaten. Mit 60 projizierten Bildern pro Sekunde wird der Eindruck von Tiefe weiter verstärkt, wodurch sich der Zuschauer noch mehr in das Geschehen hineingezogen fühlt und das 3D-Erlebnis noch intensiver wird.

Durch interessante Kamerastandpunkte – z.B. unter oder knapp über der Wasserlinie – sind tatsächlich einige schöne Effekte entstanden, über den ganzen Film hinweg wirkt die Technik, mit der die Illusion dessen geschaffen werden soll, was das menschliche Auge tatsächlich sieht, durch die überscharfen Bilder auf Dauer eher ermüdend, kühl und steril, es geht genau wie bei dem geklonten Will Smith ein wenig menschliche Seele verloren, ein Manko, an dem noch zu arbeiten wäre, soll die neue Technik in Zukunft öfter zum Einsatz kommen.


Regie: Ang Lee
Drehbuch: David Benioff, Billy Ray, Darren Lemke, b/a story von Darren Lemke & David Benioff
Kamera: Dion Beebe
Schnitt: Tim Squyres
Musik: Lorne Balfe

Darsteller:
Will Smith, Mary Elizabeth Winstead, Clive Owen, Benedict Wong, Douglas Hodge, Ilia Volok

 Paramount Pictures Germany
FSK 12
117 min. 
Deutscher Kinostart: 03. Oktober 2019