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Donnerstag, 23. Februar 2017

Film-Rezensionen: Logan



Im Jahr 2029 ist die Gemeinschaft der Mutanten wieder einmal am Ende, diesmal wohl endgültig, denn seit Jahren wurde kein Mutant mehr geboren.Verantwortlich sind genmanipulierte Lebensmittel in Gestalt von Nahrungszusätzen, Fast Food und Energy-Drinks, die gezielt eingesetzt wurden, auch auf Nicht-Mutanten haben sie keinen guten Einfluss – was eine Erklärung für manche Auswüchse heutzutage sein könnte…


Logan, der scheinbar Unsterbliche, hält sich müde und des Lebens überdrüssig mit einem Chauffeur-Job über Wasser. In einem öden Wüstenkaff an der mexikanischen Grenze fährt er partywütige Gäste in einer schicken Strechlimo herum. Die Zumutungen dieser Beschäftigung erträgt er mehr schlecht als recht mit Drogen und Alkohol. In seiner freien Zeit kümmert er sich um die letzte andere noch lebende Ikone der Mutanten, Charles Xavier, auch nur mehr ein Schatten seiner selbst, zeitweise stark desorientiert und zudem noch von fatalen Krämpfen heimgesucht, die sein einstmals so mächtiges Gehirn zu einer unkontrollierten Massenvernichtungswaffe werden lassen. Nur mit starken Medikamenten lassen sich diese Anfälle unterdrücken, deren Auswirkungen gigantische erdbebengleiche Erschütterungen sind. Damit diese bei aller Vorsicht immer wieder auftretenden Anfälle möglichst wenig Schaden anrichten können, lebt Charles in einem riesigen abgeschotteten Tank einer verlassenen ehemaligen Gießerei, wo sich neben Logan ein weiterer verbliebener Mutant um ihn kümmert, der Albino Caliban (diesmal dargestellt von Stephen Merchant), der sich nur mit verhülltem Körper der Sonne aussetzen kann. In früheren Zeiten war er ein Mutanten-Tracker, jetzt lebt er hier versteckt und isoliert im Exil und Logan ist kein wirklich angenehmer Partner, mürrisch und wortkarg wie immer, aber nun auch noch altersmüde. Dennoch spürt man eine gewisse Vertrautheit und Nähe zwischen ihnen, Logan verdient das Geld während Caliban sich um den Haushalt kümmert, kocht und den dementen Charles versorgt.

Aufgestört wird die Routine der drei durch eine verzweifelte junge Frau, die von einer Cyborgtruppe unter Führung des skrupellosen Donald Pierce (Boyd Holbrook) verfolgt wird. Sie bittet Logan um Hilfe für sich und ihre angebliche Tochter Laura (Schauspieldebütantin Dafne Keen), was dieser zunächst entschieden ablehnt, weil er sich nicht mehr als der Mann fühlt, der sich um die Probleme anderer Menschen schert, er will nur noch seine Ruhe.


Aber eines der Hauptthemen des Films ist die Tatsache, dass niemand aus seiner Haut heraus kann, wie bereits Goethes Mephisto seinem Faust ins Ohr flüstert:

„Du bist am Ende was du bist. Setz dir Perücken auf von Millionen Locken, setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken, du bleibst doch immer, was du bist.“ Und Logan war eben nie das wilde Tier, zu dem man ihn machen wollte. Als die junge Frau ermordet wird, nimmt er die Aufgabe an, das Mädchen Laura an einen geheimnisvollen Ort namens Eden zu bringen. Da er Charles nicht alleine zurücklassen kann, packt er ihn kurzerhand samt Rollstuhl in die Strechlimo und es beginnt eine Odyssee quer durch öde Landschaften und Wüstenorte, mit einem kurzen Abstecher nach Oklahoma City, wo Charles einen bemerkenswert heftigen Anfall erleidet. Währenddessen wird Caliban von Pierce gekidnapped und gezwungen, seine Tracker-Fähigkeiten wieder einzusetzen, um Logan, Laura und Charles aufzuspüren.


Nach außen hin wirken die drei wie eine Kleinfamilie aus Großvater, Vater und Tochter, wenn auch eine etwas seltsame. Laura spricht nicht, entpuppt sich dafür zu Logans Überraschung bald als kleine Killermaschine, ausgestattet mit denselben Selbstheilungskräften wie er und ebensolchen Adamantium-Klauen, die sie allerdings an Händen und Füßen ausfahren kann. Charles taumelt zwischen lichten Momenten und dementen Phasen hin und her und Logan kümmert sich um beide, eben weil sie auf ihn angewiesen sind und er sich dieser Aufgabe nicht entziehen kann.

Nach und nach entsteht eine rührende Nähe zwischen den dreien im engen Ambiente des Autos, sie wachsen tatsächlich zu einer „Familie“ zusammen, eine Überleitung zu einem weitere Thema des Films, der Suche nach Geborgenheit und Zusammenhalt in einer feindlichen Welt. Dies scheint für den Einzelgänger Logan eine Zumutung, letztlich ist es aber auch für ihn eine Reise an den geheimnisvollen Ort, nach dem er immer gesucht hat. Als auch noch klar wird, dass das Mädchen aus Teilen seiner DNA in den Laboren des skrupellosen Dr. Zander Rice (Richard E. Grant) gezeugt wurde, findet er sich plötzlich tatsächlich in der Vaterrolle wieder, ein Gedanke, den er erst einmal verdauen muss.


Dr. Rice ist ein Mutanten-Gegner in bewährter Tradition, der das vermeintlich Böse in Gestalt der Mutanten vernichten möchte aber gleichzeitig fasziniert von deren Fähigkeiten nach Möglichkeiten suchte, sich diese zunutze zu machen. Unter seiner Leitung wurden daher Kinder als menschliche Waffen gezüchtet, eine Weiterführung des ohnehin perversen Gedanken der Kindersoldaten. Nachdem eine Nachfolgeprojekt – die Entwicklung von erwachsenen Klon-Kriegern – jedoch größere Erfolge verspricht, sollen die Kinder eliminiert werden, was von mitleidigen Menschen verhindert wird. Die Kinder entkommen – unter ihnen auch Laura – machen sich auf den Weg an einen Ort, von wo sie sich in Sicherheit bringen können, eben jenes Eden, und die Cyborg-Truppe hat den Auftrag, dies zu verhindern.


Der Film sucht – und findet – eine gelungene Balance zwischen vertrauten Elementen und Neuem, gefühlvollen Momenten und harter Action. Logans bekannte berserkerhafte Wutausbrüchen lassen diesmal Blut spritzen und Körperteile abtrennen, ein Anblick vielleicht nicht nach jedermanns Geschmack, aber konsequent und dem letzten Abenteuer Logans angemessen. Neben den furiosen Gewaltszenen steht aber im Vordergrund die Frage nach Vergänglichkeit und Alter, dem Aufgeben von Gewohntem, Aufbruch und Neuanfang. Die Zeit von Charles und auch Logan ist vorüber, selbst ein scheinbar unsterblicher Krieger wird irgendwann müde und ist verbraucht, dies auch dem Material geschuldet, das ihm lange Zeit so viel Stärke und Unbesiegbarkeit verliehen hat, nun aber gegen ihn arbeitet. Es mag uns nicht gefallen, den liebgewordenen unverwundbaren Helden in einem solch lamentablen Zustand zu sehen, aber so ist nun mal der Lauf der Dinge. Man hat versucht, aus ihm eine Waffe zu machen, aber er ist und bleibt ein Mensch, dessen Lebensspanne endlich ist und der mit denselben Alterserscheinungen zu kämpfen hat, wie jeder andere, der sich auch schon einmal widerwillig die Lesebrille aufsetzen muss, weil die Augen nicht mehr mitmachen wie gewohnt, der sich, sein Ende vor Augen, noch einmal aufbäumt, sich selbst zu opfern, um das was er als seine Mission erkannt hat, zu erfüllen. Dabei wird er mit der neuen furchtbaren Waffe aus Dr. Rice’ Labor konfrontiert, die fast alles vernichtet, bis die kleine Laura eingreift und sich als würdige Widergängerin ihres Vaters erweist. Zurück bleibt die Hoffnung, die allen Menschen innewohnt, dass mit dem eigenen Tod nicht alles zu Ende ist, sondern eine neue Generation sich auf den Weg macht, wie Laura und ihre Freunde.



James Mangold hat bei seinem Werk eine Menge aufgeboten, vertraute Western-Mythen – der Film „Shane“ wird in einer längeren Szenen zitiert – und das immerwährende Thema vom einsamen Helden, der (meist) unfreiwillig eine übermenschliche Aufgabe zu erfüllen hat, die ihn das Leben kosten wird. Dabei wird Mangold von der Riege seiner hervorragenden Darsteller, die dem titelgebenden Logan einen würdigen Abgang verschaffen, glänzend unterstützt.



Stephen Merchant verleiht dem Albino Caliban Tiefe und weckt eindrucksvoll Mitgefühl für die geschundene Kreatur, während die Bösewichter Pierce und Rice – entgegen der Faszination, die vom Bösen meistens ausgeht – ein bisschen blass bleiben, aber Boyd Holbrook holt das Beste aus seiner Rolle heraus, die nicht wirklich darauf angelegt ist, den Guten die Schau zu stehlen.


Patrick Stewart gelingt es, die angeschlagene Autorität von Charles Xavier durch kleine Gesten, Blicke aber vor allem seine beeindruckende Präsenz aufrecht zu erhalten. Seine Wortgeplänkel mit Logan geben den Film immer wieder inmitten der ganzen Schwere eine fast heitere Leichtigkeit, die hoffentlich nicht zu subtil für den ein oder anderen Zuschauer bleibt, der nur das blutige Gemetzel im Blick hat.



Dafne Keen in ihrer ersten Rolle schafft es in beeindruckender Weise, Lauras Entwicklung vom stummen, verstört wirkenden kleinen Mädchen mit Killer-Klauen und einer niedrigen Impulskontrolle zur immer stärker werdenden Heldin zu zeigen, die am Ende glaubhaft die neue Zukunft der Mutanten verkörpert.



Und schließlich beweist Hugh Jackman zum Abschluss seines Logan-Lebens noch einmal, wie sehr er sich die Figur des Logan über all die Jahre zu eigen gemacht hat. Er lässt uns allein durch den Blick in sein von vielen Kämpfen geschundenes Gesicht seine ganze Geschichte erkennen, alle Facetten, die dieser in keiner Weise eindimensionale Charakter zu bieten hat. Die Natur hat aus ihm einen Freak gemacht, die Menschen formten daraus eine Waffe und Gott hat ihn das alles viel zu lange ertragen lassen, diesen ganzen (Welt)Schmerz, der in seinem Schicksal steckt, zeigt sich in seinen Augen, aber auch in seiner ganzen Mimik und Gestik. Dazu gibt es noch einmal ein letztes eindrucksvolles Aufbäumen seiner immer schwächer werdenden Kräfte bei seinem finalen furiosen Kampf und die Konfrontation mit seinem letzten Gegner, bis zu seinem bewegenden Ende in den Armen Lauras. 





Nature made me a freak.

Man made me a weapon.

And God made it last too long.


Regie: James Mangold 
Drehbuch: Scott Frank & James Mangold, Michael Green
b/a story von James Mangold
Kamera: John Mathieson, BSC
Produktionsdesign: François Audouy
Musik: Marco Beltrami

Darsteller: Hugh Jackman, Patrick Stewart, Boyd Holbrook, Stephen Merchant, Richard E. Grant, und erstmals: Dafne Keen



Kinostart: ab 02. März 2017

Twentieth Century Fox in Association with Marvel Entertainment


Dienstag, 12. Juli 2016

Film-Rezensionen: X-Men-Apocalypse (2016) (Deutsch)


X-Men: Apocalypse

Ein Film mit dem Begriff „Apocalypse“ im Titel impliziert keinen ruhigen Abend im Kino und so zündet dann auch gleich in der Anfangssequenz ein Feuerwerk an Spezialeffekten, dass von vorneherein klar ist: Hier kommt bis zum finalen Showdown – auf den dies natürlich nur hinauslaufen kann – etwas auf uns zu!


Die Geschichte knüpft zeitlich an den Vorgängerfilm „Days of Future Past“ an, der die Gemeinschaft der Mutanten vor der Vernichtung in der Zukunft bewahrt hat, dadurch dass Mystique (Jennifer Lawrence) in den siebziger Jahren davon abgehalten werden konnte, Präsident Nixon zu ermorden, was unweigerlich zum Ende aller Mutanten aufgrund der dann erfolgten Entwicklung der als Mutanten-Killer entwickelten Sentinels geführt hätte. Am Ende von „Days of Future Past“ finden sich alle die Mutanten zusammen, die im Folgenden die Geschichte weiterspinnen werden, d.h. die „junge Generation“, die mit „X-Men First Class“ bereits eingeführt wurde – mit Ausnahme von Wolverine, der quasi aus der Handlung herauskatapultiert wurde. Magneto (Michael Fassbender) schließt sich der Gruppe nicht an, spielt aber im aktuellen Film wieder eine entscheidende Rolle.


Allen Mutanten ist bekanntermaßen zu eigen, dass sie jeweils über eine besondere Kraft oder Gabe verfügen, manche sind mächtiger, manche weniger, und um ihre Fähigkeiten auch nutzbringend einzusetzen, wurde seitens des Militärs wiederholt an einer Bündelung dieser Kräfte gearbeitet, so zum Beispiel bei der Entwicklung der „Weapon X“ durch William Stryker

Dass es in grauer Vorzeit einen Mutanten namens En Sabah Nur gab, der bereits die Summe aller nach ihm geborenen in sich vereint, der demgemäß der mächtigste und kraftvollste Mutant aller Zeiten mit dem programmatischen Mutanten-Namen Apocalypse ist, war der jetzt lebenden Mutantengeneration nicht bekannt, weil er seit tausenden von Jahren gefangen in Ägyptens Erde lag. Dort wartete er auf seine Erweckung, wie der Sage nach Kaiser Barbarossa in seinem Kyffhäuser Berg, der mit seinen Getreuen bereit ist, nach dem Erwachen das Reich zu retten und zu neuer Herrlichkeit zu führen. Ähnliches hat auch Apocalypse (dargestellt von Oscar Isaac) im Sinn, als er plötzlich im Jahr 1983 zum Leben erwacht, auch seine Wiederkehr soll die Erde von allem Übel befreien, allerdings um den Preis, dass sie vorher in ihrer bestehenden Form vollkommen vernichtet wird, um dann ein neues, geläutertes Reich unter der Herrschaft von Apocalypse aufzubauen.


Apocalypses Erwachen verursacht buchstäblich ein Erdbeben, das weltweit registriert wird, und somit auch in der von dem noch jungen Professor Charles Xavier (James McAvoy) aufgebauten Schule, in der wir dem bereits bekannten Hank McCoy (Nicholas Hoult), dem später dazustoßenden Quicksilver/ Peter Maxcimoff (Evan Peters) sowie den neu eingeführten jüngeren Versionen von Jean Grey (Sophie Turner), Cyclops (Tye Sheridan) und Nightcrawler/ Kurt Wagner (Kodi Smit-McPhee) begegnen.


Um sein Ziel der Weltherrschaft zu erreichen schart auf der anderen Seite Apocalypse ein paar getreue Anhänger um sich (wem kämen da nicht die vier apokalyptischen Reiter der Bibel in den Sinn…), Mutanten, denen er auf seinen ersten Schritten begegnet, deren Fähigkeiten er nach seinem Geschmack optimiert. Bald ist das Quartett bestehend aus der jungen Storm (Alexandra Shipp), der neu eingeführten Psylocke (Olivia Munn), Angel (Ben Hardy) und eben Magneto komplett und bereit, gegen alle Welt, aber eben auch gegen ihre Mutantenkollegen in den Krieg zu ziehen.


Hinzu kommen noch einige weitere Mutanten auf beiden Seiten, als einzige Vertreter der Gattung Homo sapiens spielen die CIA-Agentin Moira MacTaggart (Rose Byrne) und der junge William Stryker (Josh Helman) eine Rolle, alles in allem eine etwas zu groß geratene Schar an Akteuren.


Damit folgt der Film allerdings seiner Gesamt-Maxime: viel hilft viel, im Endergebnis leider in allem immer eine Spur zu viel.

Die – durchaus hochklassigen – Action-Szenen folgen der üblichen Choreographie, aus ruhigen Zwischen-Sequenzen entwickelt sich die nächste spektakuläre Achterbahnfahrt, Zerstörung und Gemetzel in gleichbleibend hoher Taktzahl. Leider bleibt dabei stellenweise der bisherige Charme der X-Men-Reihe auf der Strecke, in der den einzelnen Charakteren immer auch eine gewisse Tiefe verliehen wurde. Dies ist besonders eklatant im Falle des Hauptbösewichts Apocalypse, der zu keinem Zeitpunkt mehr ist, als der Motor, der die Action antreibt. Er hat keine Ideologie, der er folgt, bleibt seelenlos und bietet keinen Ansatzpunkt für irgendein Verständnis seiner Mission. Hatte zum Beispiel Bolivar Trask in „Days of Future Past“ den durchaus ehrenwerten Gedanken im Hinterkopf, die Menschheit zum ersten Mal in ihrer Geschichte aus den gegeneinander geführten Kriegen zu befreien und gegen einen gemeinsamen Feind – die Mutanten – zu vereinen – unabhängig davon, ob dieser Zeck seine eingesetzten Mittel heiligt – so folgt Apocalypse nur dem einen Ziel: alles muss vernichtet werden, damit es neu entstehen kann. Eine solche Prämisse erlaubt nur ein einziges Gegenmittel, nämlich die Vernichtung des Apolcalypse seinerseits. Hier haben sich aber Bryan Singer und der wiederum für das Drehbuch verantwortliche Simon Kinberg selber eine Falle gestellt, in der eigentlich unlösbaren Aufgabe, einen Mutanten zu vernichten, den sie selbst als übermächtig und unbesiegbar definiert haben.


Wie dies schließlich natürlich doch gelingt, braucht im Einzelnen nicht verraten werden, nur soviel: die Botschaft am Ende ist so schlicht wie unwiderlegbar: gemeinsam können wir es schaffen, eine Gemeinschaft ist letztlich immer stärker als der potenteste Einzelkämpfer.
Bis dahin ist es bei einer Filmlänge von 144 Minuten allerdings ein weiter Weg.


Der Verzicht auf einige Handlungsstränge, die zum Teil der angesprochenen Vielzahl an Mutanten geschuldet sind, hätte dem Film gut getan. Der gerade in den ersten beiden X-Men-Filmen, aber auch noch in „Days of Future Past“, so auflockernde Humor kommt dagegen leider zu kurz, man muss zwischen den tosenden Actionwogen schon sehr genau hinhören, um den einen oder anderen leisen oder witzigen Zwischenton nicht zu verpassen. Ironischerweise wird gerade in dieser Hinsicht Wolverine (Hugh Jackman) besonders schmerzlich vermisst, dieser mürrische, widerborstige Charakter mit dem schlagfertigen Humor hat den Vorgängerfilmen seine Seele und damit seinen Stempel aufgedrückt. Er hat zwar tatsächlich einen kleinen, nicht ganz unwichtigen Gastauftritt, in dem er sich durch eine Reihe von störenden Gegnern metzelt, letztlich spielt er für den neuen X-Men-Spirit bedauerlicherweise keine Rolle mehr.

Es ist offensichtlich, dass sich die Macher von X-Men Apocalypse an einem neuen, jüngeren Publikum orientieren, ob dies erfolgreich sein wird, bleibt abzuwarten. Man riskiert zumindest, das bisherige Publikum zu verlieren, das mit den vielen jungen Akteuren nicht allzu viel anfangen kann, und ob man sich auf das jetzige junge Publikum verlassen kann, bleibt angesichts der Überangebots and Blockbuster- und Superheldenfilmen abzuwarten. Eine offensichtliche Anbiederung an jüngere Zuschauer ist beispielhaft die Darstellung der Mystique, die sich fast ausschließlich in ihrer eigentlich doch so verhassten Raven-Gestalt präsentiert, wohl um ihren Fans keine durchgehend blau gefärbte Jennifer Lawrence zuzumuten.
Insgesamt ist der Film durchaus unterhaltsam, er bietet er jede Menge Spektakel in beeindruckender 3D-Optik. Wenn man sich darauf einlässt können auch die genannten Einschränkungen den Spaß nicht verderben.


Sehenswert aus der großen Riege von Akteuren ist auf jeden Fall James McAvoy, der den unerschütterlichen Glauben und Optimismus von Charles Xavier wieder herausragend verkörpert. Evan Peters’ Quicksilver kommt diesmal ein wenig ernster daher, hat er doch damit zu kämpfen, zu entscheiden, ob er sich seinem Vater offenbart, der von seiner Existenz nichts weiß. Dies hindert ihn aber nicht an einem weiteren originellen und spektakulären Speedauftritt. Obwohl diesmal der Überraschungseffekt aus „Days of Future Past“ fehlt, macht er genauso viel Spaß, wie beim ersten Mal. Kodi Smit-McPhee schafft den Spagat, seinem Charakter Nightcrawler sowohl furchteinflößende als auch komische Seiten zu verleihen. Für Michael Fassbender gibt es die Gelegenheit, in shakespearehafter Manier um den Verlust seiner kitschig-schönen kleinen Welt zu trauern, in die er sich dach seinem Scheitern in „Days of Future Past“ geflüchtet hat, dies gerät allerdings eine Spur zu theatralisch. Hugh Jackman zeigt einmal mehr, welche Präsenz er seinem Charakter Wolverine über die Jahre verliehen hat. Nach seinem kurzen, sprachlosen Power-Einsatz sorgt er paradoxerweise für einen der wenigen sehr stillen Momente des Films.
Wer den obligatorischen kurzen Hinweis auf kommende Ereignisse nicht verpassen will, muss natürlich auch in diesem Film bis zum letzten Buchstaben des kompletten Abspanns warten, wird hier der neue Schurke für den finalen Wolverine-Film angekündigt?


Ausdrücklich betont sei zum Schluss, dass die Comicvorlagen keine Grundlage für diese Rezension darstellen, inwieweit diese Vorlagen adäquat umgesetzt wurden, bleibt der Beurteilung der Comicexperten vorbehalten.



Titel: X-Men: Apocalypse

Regie: Bryan Singer

Drehbuch: Simon Kinberg, nach einer Story von Bryan Singer, Simon Kinberg, Michael Dougherty, Dan Harris

Musik: John Ottman

Visuelle Effekte: John Dykstra

Darsteller: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Oscar Isaac, Nicholas Hoult, Rose Byrne, Tye Sheridan, Sophie Turner, Olivia Munn, Lucas Till, Kodi Smit-McPhee, Evan Peters

Laufzeit: 144 min.
Deutscher Start: 19.Mai 2016

Film-Rezensionen: X.-Men-Apocalypse (2016) (Englisch)



X-Men: Apocalypse

A film with „Apocalypse“ in the title doesn’t indicate a quiet night at the movies. Thus, right from the beginning fireworks of special effects is set to ignite, to make it clear: there’s something big coming up until the final showdown.


The story ties in where we were left at in the end of „Days of Future Past“. There, in the seventies, the mutant community had been saved from extinction after preventing Mystique (Jennifer Lawrence) from killing president Nixon. This would have led to the development of the mutant-killing sentinels and finally to the death of all mutants on earth. At the end of „Days of Future Past“ all those mutants get together (who are now bound to continue, the „young generation“) already established in „X: First Class“, with the exception of Wolverine (Hugh Jackman), who has been literally propelled out of the story. Magneto (Michael Fassbender) doesn’t join this group, but again plays an important role.


As it is known, all mutants have special gifts or powers and some mutants are more powerful than others. To make better use of these powers the military has been constantly trying to bundle them like William Stryker did by developing his project „Weapon X“.


The actual generation of mutants is not aware that in the dim and distant past there existed a mutant named En Sabah Nur, who already combined many of their gifts in himself, being the most powerful mutant of all times with the programmatical mutant name Apocalypse. For thousands of years he has been buried under a thick layer of Egyptian soil, waiting to be reborn (just like in the legend of emperor Barbarossa, who is sleeping deep inside the Kyffhaeuser mountains, waiting to wake up and renew his empire and lead it, together with his faithful men, to new glory and splendor). Apocalypse (played by Oscar Isaac) has similar plans when he suddenly wakes up in 1983. He intends to deliver the – in his eyes – degenerated earth from all evil. But in order to reach that goal everything has to be destroyed literally down to the earth’s core. Afterwards, there will be room to establish a new kingdom of God in which he himself will be God.


Apocalypse‘s awakening is accompanied by a strong earthquake sensed all over the world. We see the effect in the new school of the young professor Charles Xavier (James McAvoy) where we again meet Hank McCoy (Nicholas Hoult) and later, also Quicksilver/ Peter Maximoff (Evan Peters), as well as the younger versions of Jean Grey (Sophie Turner), Cyclops (Tye Sheridan) and Nightcrawler/ Kurt Wagner (Kodi Smit-McPhee).


On the other side, Apocalypse recruits a bunch of faithful mutant followers (of course the four horsemen of the Apocalypse come to mind at once…) he meets and whose powers he modifies to perfection. Soon the quartet, including young Storm (Alexandra Shipp), the new established Psylocke (Olivia Munn), Angel (Ben Hardy) and Magneto, is ready to strike, going to war against the world and also against their fellow mutants.


There are some more mutants on both sides, plus two representatives of the human species: the CIA agent Moira MacTaggart (Rose Byrne) and the young William Stryker (Josh Helman), in the end too many characters to handle properly.

But with this the movie is following its topic: the more, the better – until in the end there is too much of everything.


The – for sure highclass – action sequences follow the usual routine: after a calmer interlude the next spectacular rollercoaster scene bursts out with high-pressure destruction and massacring.Too bad that in the end the old and familiar charm is lost and a lot of the characters lack their usual depth. This applies especially to the chief villain Apocalypse, who fails to be more than the motor that drives the action. He obeys no ideology, delivers no idea why to follow him and stays soulless and anemic. Bolivar Trask in „Days of Future Past“ for example, had in mind to prevent mankind from fighting each other for the first time in history and unite them against a mutual enemy – the mutants. The end may not justify his means, but here Apocalypse’s only impetus is to destroy everything and rebuild it afterwards. This allows only one thing to do: to destroy Apocalypse himself. Here Bryan Singer and scriptwriter Simon Kinberg have to struggle hard to get out of the trap they set up for themselves by presenting Apocalypse as the most powerful and thus, invincible mutant ever, who technically, can’t be defeated.


Of course there is a solution ( which won’t be revealed here) but only a limited one: the message in the end is as simple as apodictic: together, we can do anything – an alliance will always be stronger than the most potent but lone warrior.


But it is a long and strenuous way to get there with the film’s length of 144 minutes…


It would have helped if some of the subplots had been left out. On the other hand, the humor that lightened the mood, especially in the first two X-Men movies and also in „Days of Future Past“, is missing. One has to listen very carefully not to miss any light air or funny quips. Ironically, that’s where the absence of Wolverine hurts most, that stubborn and grumpy guy with the quick-witted humor who left his mark in all the other X-Men movies. Actually, he has an uncredited cameo supporting a rescue team of mutants by slashing his way through a line of enemies, but sadly, he is no longer part of the team.


The creators of this movie obviously aim at a new and younger audience at the risk of losing the old fan base, who may not be willing to follow all the new and young actors on the other side. Whether it will pay off isn’t for sure either with an excess supply of blockbuster and superhero movies around. One example for the ingratiation is the character of Mystique who is seen almost during the entire movie, in the once so detested shape, as Raven. This is probably so because the makers didn’t want to upset the fans of Jennifer Lawrence with her being blue-faced all the time…


On the whole, the movie is entertaing for sure, with a great amount of breathtaking action in excellent 3D optics. Whoever is willing to venture into the story will have a lot of fun despite the reservations mentioned.


From the respectable cast James McAvoy stands out. He again delivers a great performance as young Charles whose faith and optimism remains unshaken. Evan Peters as Quicksilver comes across more demure this time, having to struggle whether to open up to his father who doesn’t know about his existence. But he still gets another hilarious and spectacular speed-scene. Although the surprise effect from „Days of Future Past“ is gone, it is still great fun. Kodi Smit-McPhee’s Nighcrawler delivers a fine balance between being scary and funny at the same time. Michael Fassbender gets a heavy Shakespearean moment, mourning the loss of his icky sweet apple-pie world where he settled down after walking away at the end of „Days of Future Past“ ( which in the end is a bit too histrionic). Hugh Jackman in his cameo is able to show the high profile he has endowed Wolverine with over the years. The end of his short, non-verbal power-tread (ironically, again) is one of the few very silent and touching moments of the whole movie.


Whoever doesn’t want to miss the traditional after credit sequence has to be, as usual, very patient – but, do we get a hint at the villain in the final Wolverine movie?


Last but not least, this review doesn’t imply how or in what way the movie is true to the comic narratives. It is up to the comic specialists to judge that.



Title: X-Men: Apocalypse

Director: Bryan Singer

Script: Simon Kinberg, based on a story by Bryan Singer, Simon Kinberg, Michael Dougherty, Dan Harris

Music: John Ottman

Viual effects designer: John Dykstra

Cast: James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Oscar Isaac, Nicholas Hoult, Rose Byrne, Tye Sheridan, Sophie Turner, Olivia Munn, Lucas Till, Kodi Smit-McPhee, Evan Peters

Film-Rezensionen: X-Men-Days of Future Past (2014) (Deutsch)


X-Men: Days of Future Past


Mit Beginn des Films erleben wir die Gemeinschaft der Mutanten in ihrer dunkelsten Stunde. Der Spezies des Homo sapiens ist es endlich gelungen, eine finale Waffe gegen die in ihren Augen gefährliche Konkurrenz zu entwickeln und dieses Mal gibt es kein Entkommen. Die letzte verbliebene Gruppe, unter ihnen Professor Xavier, Magneto, Storm, Kitty Pryde und Logan, kämpft verzweifelt gegen ihren endgültigen Untergang, während die meisten ihrer Gefährten bereits tot sind. Aber ihr Kampf ist aussichtlos, gegen die Waffe der Menschen gibt es keine Mittel mehr. Sogenannte Sentinels, riesige Roboter, mit einem Sensor ausgestattet, der sie jeden Mutanten aufspüren lässt, eliminieren alles mutantische Leben mit tödlicher Präzision. Entwickelt wurden die Sentinels in den 70er Jahren des 20.Jahrhunderts in den Laboren der Trask Company unter der Leitung von Dr. Bolivar Trask, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die Menschheit ein für alle Mal von der Gefahr in Gestalt der Mutanten zu befreien. Sein Programm war nicht unumstritten, aber ausgerechnet ein Mutant, brachte die Wende, wenn auch unbeabsichtigt: Mystique, auf einem Rachfeldzug gegen alle Feinde der Mutanten, hatte in Trask den Schlimmsten gesehen und ihn ermordet, woraufhin das Sentinel-Programm etabliert und der Untergang der Mutanten endgültig besiegelt wurde.



Es waren stets deren unheimliche Fähigkeiten, durch die sich die Menschen bedroht fühlten, und genau diese Fähigkeiten eröffnen dann doch eine allerletzte Chance, die vom Untergang bedrohte Spezies noch zu retten. Kitty Pryde ist in der Lage, jemanden durch die Zeit zu schicken und so sendet man Logan in die Vergangenheit, in das Jahr 1973, um Mystique an der Ausführung ihrer Tat zu hindern. Er ist der einzige, der für diese Mission in Frage kommt, da nur er aufgrund seiner Selbstheilungskräfte die physischen Strapazen der Zeitreise überleben kann. Seine Aufgabe besteht darin, Mystique aufzuspüren (was bei einem Gestaltwandler nicht ganz einfach ist) und die Ermordung Trasks zu verhindern. Zu diesem Zweck muss er ein Team zusammenstellen, bestehend aus den jüngeren Ausgaben von Charles Xavier, Hank McCoy und Magneto. Ausgerechnet Logan, der Einzelkämpfer, der sich nie wirklich als Teil eines Teams gefühlt hat, muss mit Geduld und Fingerspitzengefühl – beides nicht gerade seine hervorstechendsten Charakterzüge – Charles und Magneto aus ihrer jeweiligen Gefangenschaft befreien und auf seine Seite ziehen.



Charles, immer ein offener Geist, hat kaum Probleme damit, zu glauben, dass er selbst Logan aus der Zukunft geschickt hat, aber er steckt in seiner schwersten Krise, selbstzerstörerisch, voller Zweifel und Pessimismus. Logan hat einen seiner härtesten Kämpfe um den von ihm immer bewunderten und verehrten Professor auszufechten, und dies ausnahmsweise einmal nicht mit Fäusten und Krallen. Aber es ist wunderbar zu sehen, wie er mit seiner Aufgabe wächst, bis es ihm gelingt, den wertvollen und um das Wohl von Mutanten und Menschen gleichermaßen bemühten Mann hervorzuholen, der Charles später einmal wird.



Die nächste Herausforderung ist nicht minder fordernd: Magneto ist aus einem der sichersten Gefängnisse der Welt herauszuholen – einem Raum tief unter dem Gebäude des Pentagons – in dem er seit mehr als zehn Jahren gefangengehalten wird, weil er Präsident Kennedy ermordet haben soll. Die Episode seiner Befreiung hätte Potenzial für einen ganzen Film, aber so viel Zeit gibt es nicht. Wie die Aktion dann durchgeführt wird ist eines der vielen kleinen Meisterstücke des Films, die sich am Ende zu einem so großartigen Ergebnis – und Erlebnis – addieren! Einerseits schafft der Regisseur Bryan Singer es, die Erwartungen an einen Blockbuster-Film mit opulenten, rasanten und atemberaubenden 3D-Action-Sequenzen zu erfüllen. Andererseits baut er immer wieder liebevoll witzige kleine – und ohne Zweifel dennoch technisch anspruchsvolle – Szenen ein, die Spaß machen. Und wie Quicksilver zu den Klängen von Jim Croce’s wunderbarem Song „Time in a Bottle“ zu Werke geht ist einfach ein Ohren- und Augenschmaus!



Nachdem das Team um Logan und Charles dann steht, bewegt sich die Handlung in dramatischen Schritten – man erlebt auf der ursprünglichen Zeitebene, wie sehr es drängt, weil die Sentinel sich ihrem Ziel immer weiter annähern – ihrem Höhepunkt entgegen.



Wer bei einer Geschichte über Zeitreise und verschiedene Zeitebenen skeptisch ist, braucht nicht zu fürchten, über Ungereimtheiten zu stolpern oder sich im Raum-Zeit-Kontinuum zu verlieren, die Handlung ist plausibel und jederzeit nachvollziehbar, auch ein Kunststück, dass Singer mit seinem Drehbuchautor Simon Kinberg vollbracht hat. Singer schafft es, die „alten“ X-Men um Patrick Stewart und Sir Ian McKellan mit den jungen Generation um James McAvoy und Michael Fassbender zu einer Einheit zu verschmelzen. Das Bindeglied ist der nur sehr langsam alternde Logan, was es Hugh Jackman ermöglicht, beide Rollen zu spielen. Überhaupt besticht Singers Werk durch eine vielschichtige Charakterzeichnung, die in Action-Filmen dieser Art nicht unbedingt selbstverständlich ist, was natürlich auch seiner hervorragenden Schauspieler-Crew geschuldet ist. Bolivar Trask – mit Peter Dinklage als Gegenspieler ebenfalls bestens besetzt – ist nicht einfach ein von Hass getriebener Dr. Evil, sondern jemand, der auch das durchaus hehre Ziel verfolgt, die Menschheit nach Jahrtausenden voller Selbstzerfleischung endlich hinter einem gemeinsamen Ziel zu vereinen. Dass er dies um den Preis der Auslöschung einer anderen Spezies erreichen will, ist sein Irrtum, ein Irrtum, der der menschlichen Rasse jedoch offenbar immanent ist: Töte, was Du fürchtest, oder weil es anders ist. Mystique unterliegt ihrerseits einem Irrtum, indem sie die in ihren Augen größte Gefahr für sich und ihresgleichen eliminiert. In der Gegenwart erscheint ihr ihr Handeln notwendig, bei Kenntnis der Folgen, die ihre Absicht genau ins Gegenteil verkehren, hätte sie von dem Mord Abstand genommen, wenn auch nicht aus moralischen sondern aus vernünftigen Erwägungen. Beide Figuren handeln im Moment ihrer Tat in ihren Augen richtig, wie so viele Protagonisten in der Geschichte, die für unendliches Leid und Unheil verantwortlich sind, ein Korrektiv durch die Rückschau auf bereits Geschehenes kommt immer zu spät. Aber hier eröffnet der Blick vor und zurück nun die Möglichkeit, Fehler ungeschehen zu machen, deshalb sind Zeitreisen grundsätzlich ein beliebtes Thema der Science Fiction.


Aber auch ohne sich allzusehr in solche Gedanken zu vertiefen, bietet der Film beste Unterhaltung, Kino, wie Kino eben auch sein muss, bombastisch, manchmal theatralisch, spannend und witzig, deshalb meine Empfehlung: unbedingt reingehen und für zwei Stunden in eine völlig andere Welt eintauchen!


Regie: Bryan Singer
Drehbuch: Simon Kinberg, Jane Goldman (story), Mathew Vaughn
Darsteller: Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Nicholas Hoult, Ellen Page, Peter Dinklage, Evan Peters, Omar Sy, Patrick Stewart, Ian McKellen, Halle Berry, Bingbing Fan, 
Musik: John Ottman
 
 

Film-Rezensionen: X-Men-Days of Future Past (2104) (Englisch)

X-Men: Days of Future Past

At the beginning of the movie we find the community of the mutants in their darkest hour. The species of homo sapiens has finally created the ultimate weapon to beat their enemies, and this time there is no way out. The last few mutants, among them professor Xavier, Magneto, Storm, Kitty Pryde and Logan, are desperately fighting against their final defeat, while most of their companions are already dead. But this time they have no remedy against the humans and their weapon: the sentinels, giant robots with detectors to identify mutants and the formula to destroy them with deadly vigour. Those sentinels have been developed by the Trask Company in the early 70s of the 20th century, led by Dr. Bolivar Trask, who has committed himself to deliver mankind for once and for all from the evil represented by the mutants. His program has been controversial, but a mutant himself helped to install it, unintentionally though: Mystique (the young version, played by Jennifer Lawrence), raging against all enemies of the mutants, had killed Trask, who she thought the worst of all. That killing made way for the sentinel program to be fully established and the mutants were doomed.

Their mysterious gifts have always worried the humans, and now these gifts leave one last chance to survive. Kitty Pryde is able to send people through time and Logan is chosen to go back to the year 1973, to prevent Mystique from killing Trask. Logan is the only one who is able to go on this mission, because of his self healing ability only he can survive the physical stress of time travelling. He has to find Mystique (not an easy task with a shape shifter…) and stop her by all means. To succeed Logan has to form a team with the younger selves of Charles Xavier, Hank McCoy and Magneto, he, Logan, the single combatant who never felt part of a team has to free Charles and Magneto from each of their prisons by using patience and sensibility, traits that are not his strongest suit.

Charles, always open minded, doesn’t have many problems with believing that Logan was sent from the future by Charles’ older self, but he is going through a major depression, self destroying and full of doubt and pessimism. Logan has to fight one of his hardest battles against the professor who he always looked up to in awe, only this time his weapons are neither fists nor claws, and it is great to watch him grow with his task, until he finally brings out the man Charles has yet to become.

The other task is a demanding one too: to get Magneto out of the safest prisons on earth – a room deep down underneath the Pentagon, where he has been held more than ten years after allegedly killing president Kennedy. This quest has enough potential for a movie itself, yet time is limited here… But how it is done is one of the little masterpieces, that add to the superb masterpiece that is the whole movie. Bryan Singer succeeds to fulfil the expectations for a blockbuster movie, delivering opulent, fast and breathtaking 3D action scenes. But he also manages to fill in adorably funny scenes, that are full of surprises and technically challenging as well. The way Quicksilver handles the action under the soundtrack of Jim Croce’s wonderful song “Time in a bottle” is simply fabulous!

After building the team around Logan and Charles, the plot follows it’s dramatic path, forced by the Sentinels getting closer to their aim on the future timeline.

There’s no need to worry about time travelling and the different time lines, no one will stumble over plot holes or is in danger to get lost in the space time continuum. The story always follows a strict logic, that too a piece of art that Singer and his script writer Simon Kenberg create. Singer merges successfully the “old” X-Men around Patrick Stewart and Sir Ian McKellan with the young generation around James McAvoy and Michael Fassbender. The combining link is slow aging Logan, which makes it possible for Hugh Jackman to play both roles. Singer brings on excellently shaped characters with depth and emotions, a fact not easily adopted by action movies of this kind, this merit of course also goes to the brilliant cast! Bolivar Trask – superbly delivered by Peter Dinklage – is not the hate driven Dr. Evil on his way to fame and fortune. He also follows the idea of finally uniting mankind against a common enemy after thousands of years of butchering themselves. He doesn’t mind eliminating another species for it, which is his mistake, a mistake that seems to be common for the human race: kill what you fear or what is different!

Mystique’s mistake is to believe that she is eliminating the biggest menace for her species. In her eyes she does the right thing to help the community of the mutants, instead she makes way for their final elimination. From her point of view at the moment of the action she is doing the right thing, if she knew the results, she would have stopped, not for moral but logic reasons. Both, Trask and Mystique, believe to do the right thing as many before them have done in history who have been responsible for so much grief and pain, a correction by viewing it from a point afterwards comes always too late. But here by going back with the knowledge of what is to happen there is a chance to correct mistakes. For sure that’s why the time travelling theme is so common in science fiction.

But even by not going deeper into these thoughts, the movie offers the best of entertainment, the way it should be: bombastic, sometimes pathetic, with suspense and funny scenes, and therefore: definitely go see it and submerge for two hours in a complete different world!
Director: Bryan Singer
Writers: Simon Kinberg, Jane Goldman (story), Mathew Vaughn
Cast: Hugh Jackman, James McAvoy, Michael Fassbender, Jennifer Lawrence, Nicholas Hoult, Ellen Page, Peter Dinklage, Evan Peters, Omar Sy, Patrick Stewart, Ian McKellen, Halle Berry, Bingbing Fan, 
Music: John Ottman