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Dienstag, 6. Oktober 2026

Im Kino: Hope

Das abgelegene südkoreanische Städtchen Hope Harbor wird eines Tages von mysteriösen und zunehmend gewalttätigen Geschehnissen erschüttert. Polizist Bum-seok (Hwang Jung-min) und seine Kollegin Sung-ae (Hoyeon) nehmen sich der Sache an, aber wer auch immer das Chaos verursacht, lässt sich nicht so einfach stoppen und die Situation gerät völlig außer Kontrolle…

Was mit einer scheußlich zugerichteten Kuh auf dem Acker beginnt, entwickelt sich schnell zu einer wilden Jagd quer durch die Straßen einer Kleinstadt, die durch etwas Unbekanntes förmlich zerlegt wird. Wer dahintersteckt, bleibt für die Polizisten und eine Bürgerwehr zunächst ein Rätsel und dieses soll hier auch nicht verraten werden, nur so viel: es sind keine Gangster, aber auch kein Bär…

Der Film hält alle Beteiligten, einschließlich Publikum, durchgehend in Atem und immer wenn dem Ganzen zwischendurch einmal kurz die Puste auszugehen droht, nimmt die Geschichte wieder Fahrt auf, bis zum durchaus überraschend melancholischen Ende, das wahrscheinlich nicht einmal das Ende markiert, sondern eher den Weg in eine Fortsetzung ebnet.

Die Action-Szenen sind furios und wuchtig, man spürt förmlich die körperlichen Anstrengungen der Protagonisten, die von einem Schrecken zum nächsten hetzen und dabei immer mal wieder den Überblick verlieren. Dabei hat die Polizistin Sung-ae einige herausragende und witzige Momente, bei denen vor allem ihre Fahrkünste im Mittelpunkt stehen, niemand legt so perfekte U-Turns auf den Asphalt, wie sie!

Der Film ist trotz seiner Länge durchgehend spannend inszeniert, macht durch eingestreute humorige Elemente Spaß und lässt sich nur schwer in ein Genre quetschen, man sollte ihn nehmen, wie er ist, sich zurücklehnen und einen der ungewöhnlichsten Blockbuster des Jahres genießen – und vielleicht, wenn möglich, sogar in der koreanischen Originalfassung, weil zu den koreanischen Darstellern, wie ich finde, einfach keine deutschen Stimmen passen.

 

Regie: Na Hong-jin

Drehbuch: Na Hong-jin

Kamera: Hong Kyung-pyo

Schnitt: Lee Hwo-Kyoung

Musik: Michael Abels

 Besetzung:

Hwang Jung-min, Zo In-sung, Hoyeon, Eum Moon-suk, Michael Fassbender, Alicia Vikander, Taylor Russell, Cameron Britton

 Forged Films/ MUBI

2026

160 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 08. Oktober 2026

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=e6XI6WlkLo0 (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=mYRc2Gl7geY (Koreanisch)

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