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Mittwoch, 5. März 2025

Im Kino: In the Lost Lands

Gray Alys (Milla Jovovich), eine Frau mit magischen Fähigkeiten, macht sich in einer postapokalyptischen Welt im Auftrag der noch herrschenden Königin auf, einen Werwolf zu finden, um dieser dessen Fähigkeit zur Gestaltwandlung zu verschaffen, dabei wird die Magierin von dem zwielichtigen Jäger Boyce (Dave Bautista) begleitet und geleitet, denn nur er kennt den Weg zu des Werwolfs Höhle am Skull River…

Einmal mehr hat hat sich die Menschheit samt Erde fast komplett zerstört, einmal mehr gibt es noch Reste von Zivilisation, und einmal wieder gibt es die zwangsläufigen Kämpfe um das, was noch übriggeblieben ist. So weit, so bekannt. Outlaws, Glücksritter und letzte Helden bzw. Heldinnen tummeln sich in den Lost Lands, das alte Herrscherhaus und die Kirche spielen auf ihre bewährte Art und Weise mit, aber keiner kommt so richtig weit mit seiner Strategie, eine Aufgabe muss erledigt werden und bis dahin müssen die üblichen Abenteuer bestritten werden.

Der Film, basieren auf einer Kurzgeschichte von „Game of Thrones“-Autor George R.R. Martin, bietet eine eigenwillige Mixtur verschiedener Genres, Endzeit- und Fantasydrama, eine gehörige Portion Mad Max mit einer Prise Italo-Western, fantastische Versatzstücke amalgamieren mit althergebrachten Brachialelementen, für Fans von Endzeit- und Fantasydramen wahrscheinlich spannend, für alle anderen fehlt es am Ende an einer originellen Story und leider auch einem charismatischen Protagonisten-Duo, Milla Jovovich und Dave Bautista bleiben trotz aller Effekte blass und das Ganze kommt nicht über ein solides Mittelmaß hinaus.  

 


Regie: Paul W.S. Anderson

Drehbuch: Constantin Werner, Paul W.S. Aderson, b/a Short Story von George R.R. Martin

Kamera: Glen MacPherson

Schnitt: Niven Howie

Musik: Paul Haslinger

 

Besetzung:

Milla Jovovich, Dave Bautista, Arly Jover, Fraser James, Simon Lööf, Deirdre Mullins,

 

Constantin Film / StudioCanal

101 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 06. März 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=9xEJhrS3ALQ (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=b9UC1szqE_k (Englisch)

 

Donnerstag, 11. April 2019

Film-Rezensionen: Hellboy - Call of Darkness


Big Red is back – Der Halbdämon Hellboy kehrt in einem Reboot in die Kinos zurück! Für alle, die ihn noch nicht kennen: Hellboy wird einst während des Zweiten Weltkriegs mittels eines schaurigen Rituals aus der Hölle heraufbeschworen, um das Ende der Welt zu beschleunigen und ein neues Zeitalter einzuläuten. Glücklicherweise wächst er bei den Guten auf, sein Ziehvater ist Professor Broom, der aus seinem „Sohn“ einen Spezial-Agenten im Einsatz der B.U.A.P. (Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen) macht. Soweit deckt sich die Geschichte mit der Verfilmung „Hellboy“ von 2004 und deren Fortsetzung „Hellboy – The Golden Army“ von 2008.

In der aktuellen Version gibt nicht mehr Ron Pearlman sondern David Harbour das Höllenwesen, die Rolle seines Ziehvaters hat Ian McShane übernommen, und Hellboy hat es mit fürchterlichen Gegner zu tun, allen voran der mächtigen Hexe Nimue (Milla Jovovich) und deren eilfertigem Diener Gruagach, einem schweinemäßig fiesen Monster. Nimue wurde vor langer Zeit von König Arturs Mannen besiegt, zerstückelt und in diversen Kisten über ganz England verteilt, um sie für immer zu verbannen. Nun aber steht sie, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vor ihrer Wiederauferstehung und Hellboy hat alle Hände voll zu tun, ihren Zug der Verwüstung, den sie umgehend in Gang setzt, aufzuhalten. Dabei wird er von zwei Mitstreitern unterstütz, Alice (Sasha Lane) und Ben (Daniel Dae Kim), und bei ihrem gemeinsamen Kampf gegen alle Dämonen der Hölle muss sich letztlich auch Hellboy fragen, auf welcher Seite er wirklich steht.

Offensichtlich ermutigt von einer Reihe erfolgreicher Comicverfilmungen mit einer höheren Altersfreigabe als 12, haben die Macher dieses Films einen entfesselten Reigen von Blut- und Schlachtszenen auf die Leinwand gebracht. Dabei haben sie leider aus der zuvor von Ron Pearlman so liebevoll gestalteten Figur des wütenden, grantelnden, aber tief in seinem Inneren liebenswerten Hellboy einen uncharmanten, unkomischen Monsterjäger gemacht, der es inmitten all der fiesen Gestalten, mit denen er es zu tun bekommt, schwer hat, sich die Sympathien der Zuschauer zu erhalten. Aber das wäre das einzig Ansprechenden, was der Film noch zu bieten gehabt hätte, denn alles übrige wird von einer Blut- und Schleimspur übergossen, für die die Altersfreigabe von 16 an manchen Stellen noch zu niedrig erscheint.

Für wen dieses Reboot letztlich gemacht wurde, erschließt sich nicht, ob die Freunde der Comicreihe ihren Helden so mögen, ist fraglich, die Freunde der ersten Hellboyfilme werden jedenfalls enttäuscht sein, und die Zuschauer, die weder die Comicvorlage noch die anderen beiden Filme kennen, werden sich, abgestoßen von vielen widerlichen Szenen, verstört abwenden.




Regie: Neil Marshall
Drehbuch: Andrew Cosby & Mike Mignola,
b/a der Comic-Reihe (Dark Horse)
Kamera: Lorenzo Senatore
Schnitt: Martin Bernfeld
Musik: Benjamin Wallfisch

Darsteller:
David Harbour, Milla Jovovich, Ian McShane, Daniel Dae Kim, Sasha Lane, Brian Gleeson

Universum Film
FSK 16
120 min.
Deutscher Kinostart: 11. April 2019