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Dienstag, 4. Februar 2025

Im Kino: Companion – Die perfekte Begleitung

Als sich Iris (Sophie Thatcher) und Josh (Jack Quaid) treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick, aber dann werden die beiden zu einem Wochenende bei Freunden in ein einsames Haus im Wald eingeladen, und nach anfänglichem nettem Geplänkel gerät das Ganze zu einem wahren Horrortrip…

Mehr soll hier eigentlich nicht verraten werden, um sich den ganzen Spaß zu erhalten, sollte man so wenig wie möglich vorher wissen, dann erwartet einen ein unterhaltsamer Kinoabend, der sich in immer neuen Wendungen zwischen Horrorkomödie, #MeToo- und Heistmovie bewegt, mit schwarzen Humor- und einigen blutigen Schockmomenten.

Gleich zu Anfang gibt Iris bereits einen wichtigen Hinweis, dass die Beziehung zu Josh vielleicht nicht ganz so glücklich verlaufen wird, wie nach ihrem glückseligen ersten Zusammentreffen erwartet, aber weil man zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, was es mit der Beziehung zwischen ihr und Josh wirklich auf sich hat (zumindest wenn man sich an meine oben gegebene Empfehlung gehalten hat…), werden natürlich Neugier und Erwartung geweckt, und der Film tut dann alles, um beides zu befriedigen.

Vielleicht nicht das Richtige für einen romantischen Pärchenabend, aber ein abgedrehter Spaß mit vielen Überraschungen, die man sich, ich lege es noch einmal nahe, nicht durch allzu viele Vorkenntnisse verderben sollte.

 


  Regie: Drew Hancock

Drehbuch: Drew Hancock

Kamera: Eli Born

Schnitt: Brett W. Bachman, Josh Ethier

Musik: Hrishikesh Hirway

 

Besetzung:

Sophie Thatcher, Jack Quaid, Lukas Gage, Megan Suri, Harvey Guillén, Rupert Friend, Marc Menchaca, Woody Fu, Jaboukie Young-White

 

Warner Bros. Pictures Germany

2025

97 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 06. Februar 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=R2gBLwq_YGM (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=jM8L7Xvso5Y (Englisch)

 

 

 

 

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Film-Rezensionen: Nur ein kleiner Gefallen ( A Simple Favor)

Stephanie (Anna Kendrick) ist alleinerziehend und hat einen Kochrezept-Videoblog im Internet. 

Ihr kleiner Sohn Miles ist mit Nicky, dem Sohn von Emily (Blake Lively) befreundet, einer mondän auftretenden PR-Chefin in der Modebranche, die wenig Zeit für ihr Kind hat und deshalb froh ist, wenn Stephanie ihr hin und wieder aushilft. 
Für Stephanie scheint es Freundschaft zu sein, die sie mit Emily verbindet, aber vielleicht wird sie auch nur ausgenutzt. 

Als Stephanie Nicky wieder einmal bei sich hat, wartet sie vergeblich, dass Emily ihn abholt. Auch deren Mann Sean (Henry Golding) weiß nicht, was mit Emily geschehen sein könnte. Alle Nachforschungen und auch die späteren Ermittlungen der Polizei verlaufen im Sande, wobei Stephanie immer mehr den Eindruck bekommt, dass in die völlig falsche Richtung ermittelt wird. Mit Hilfe ihres Blogs und ihrer Aufrufe über das Internet ist sie in kurzer Zeit einer unglaublichen Geschichte auf der Spur, die noch unglaublicher wird, als tatsächlich Emilys Leiche gefunden wird, denn auch danach lässt Stephanie nicht locker und entdeckt weitere Details, die alles noch einmal in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen.

Regisseur Paul Feig ist bisher überwiegend durch Komödien mit eher burschikosem Humor
bekannt. Nun legt er einen furiosen Thriller vor, in dem hier und da eine Prise schwarzer Humor aufblitzt. Seine beiden Hauptdarstellerinnen glänzen in ihren unterschiedlichen Rollen. Ist Anna Kendrick zunächst die naive Blogger-Mama, die bei allen Schul- und Nachbarschaftsaktivitäten verlässlich hilft, kommt Blake Lively als die erfolgreiche Geschäftsfrau daher, die bestens gestylt in ihrem ebensolchen Haus ihren nachmittäglichen Drink zu sich nimmt. Aber beide Figuren sind nicht das, was sie zunächst zu sein scheinen, und die Art, wie die trutschige Stephanie Emilys Geheimnis aufdeckt, hätte ihr wiederum niemand zugetraut.


Dem Film gelingt es, in schönen Bildern eine bitterböse Geschichte zu entwickeln, die spannend ist und Spaß macht bis zum überraschenden Ende, ein Psychothriller, der zunächst ein wenig an "Gone Girl" erinnert, der aber mehr als das Vordergründige zu bieten hat und auch als eine Satire auf das zunehmende Streben nach dem perfekten und durchgestylten Leben daherkommt.





   Regie: Paul Feig
Drehbuch: Jessica Sharzer, b/a Romanvorlage von Darcey Bell
Kamera: John Schwartzman

                                             

                                                     Darsteller:

Anna Kendrick, Blake Lively, Henry Golding, Rupert Friend

Studiocanal/Lionsgate
117 min.
Deutscher Kinostart: 8. November 2018