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Mittwoch, 5. März 2025

Im Kino: Mickey 17

Mickey Barnes (Robert Pattinson) hat ein paar humorlose Kredithaie am Hals und möchte ganz schnell ganz weit weg. Er heuert kurzentschlossen auf einem Raumschiff an, das auf einem Eisplaneten eine neue Kolonie mit dem Namen Niflheim gründen soll. Allerding hat er versäumt, das Kleingedruckte zu lesen und nun ist er als sogenannter Expendable dazu verdammt, alle anliegenden Himmelfahrtskommandos zu bestreiten. Nach jedem Tod, den er dabei stirbt, wird er einfach neu ausgedruckt, also muss man nicht zimperlich mit ihm umgehen, aber in seiner 17. Reinkarnation kommt es zu etwas Unvorhergesehenem: Mickey 18 ist plötzlich am Start, und einen „Multiple“ darf es nicht geben…

Was ein wenig abgedreht klingen mag, erscheint im Film völlig plausibel, mit großartigen visuellen Effekten und einem teilweise tiefschwarzen Humor lässt Regisseur Bong Joon-ho eine fremde Welt entstehen, die aufgrund ihres von der Erde mitgebrachten Personals genauso fies und daher völlig vertraut daherkommt, einschließlich eines schmierigen, vor Selbstüberschätzung und Dummheit strotzenden Diktators (Mark Ruffalo), dessen man sich auf der Erde offensichtlich entledigen wollte – wäre es nur immer so einfach, solche Leute einfach ins All zu schießen!

Dass man mit tierischen Versuchskaninchen arbeitet ist schon nicht schön, aber dass auch ohne Skrupel gerne menschliche Versuchskaninchen genommen werden, wenn sich die Gelegenheit bietet, haben wir leider schmerzvoll erfahren müssen. Es bleibt dabei, dass alles, was der Mensch erfindet sich immer auch zum Schlechten einsetzen lässt, das scheint sich auch in hundert Jahren nicht zu ändern – oder gibt der Film am Ende diesbezüglich doch noch Hoffnung?

„Mickey 17“ ist eine großartige Farce, unterhaltsam und, wie bei Bong Joon-ho nicht anders zu erwarten, ätzend sozialkritisch, dabei humorig und mit vielen liebevollen Details gespickt. Die Ureinwohner des Eisplaneten sehen aus wie eine Mischung aus Bärtierchen und Kellerasseln, weisen aber auch einen gehörigen Niedlichkeitsfaktor auf, und Hauptdarsteller Pattinson liefert die Vorstellung seines Lebens ab!

 


 Regie: Bong Joon-ho

Drehbuch: Bong Joon Ho, b/a Roman von Edward Ashton

Kamera: Darius Khondji

Schnitt: Jinmo Yang

Musik: Jung Jae-il

 

Besetzung:

Robert Pattinson, Steven Yeun, Naomi Akie, Mark Ruffalo, Toni Collette, Michael Monroe, Patsy Ferran, Cameron Britton

 

Warner Bros. Germany

2025

137 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 06. März 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=F9G7an4mf-M (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=osYpGSz_0i4 (Englisch)

 

 

Im Kino: In the Lost Lands

Gray Alys (Milla Jovovich), eine Frau mit magischen Fähigkeiten, macht sich in einer postapokalyptischen Welt im Auftrag der noch herrschenden Königin auf, einen Werwolf zu finden, um dieser dessen Fähigkeit zur Gestaltwandlung zu verschaffen, dabei wird die Magierin von dem zwielichtigen Jäger Boyce (Dave Bautista) begleitet und geleitet, denn nur er kennt den Weg zu des Werwolfs Höhle am Skull River…

Einmal mehr hat hat sich die Menschheit samt Erde fast komplett zerstört, einmal mehr gibt es noch Reste von Zivilisation, und einmal wieder gibt es die zwangsläufigen Kämpfe um das, was noch übriggeblieben ist. So weit, so bekannt. Outlaws, Glücksritter und letzte Helden bzw. Heldinnen tummeln sich in den Lost Lands, das alte Herrscherhaus und die Kirche spielen auf ihre bewährte Art und Weise mit, aber keiner kommt so richtig weit mit seiner Strategie, eine Aufgabe muss erledigt werden und bis dahin müssen die üblichen Abenteuer bestritten werden.

Der Film, basieren auf einer Kurzgeschichte von „Game of Thrones“-Autor George R.R. Martin, bietet eine eigenwillige Mixtur verschiedener Genres, Endzeit- und Fantasydrama, eine gehörige Portion Mad Max mit einer Prise Italo-Western, fantastische Versatzstücke amalgamieren mit althergebrachten Brachialelementen, für Fans von Endzeit- und Fantasydramen wahrscheinlich spannend, für alle anderen fehlt es am Ende an einer originellen Story und leider auch einem charismatischen Protagonisten-Duo, Milla Jovovich und Dave Bautista bleiben trotz aller Effekte blass und das Ganze kommt nicht über ein solides Mittelmaß hinaus.  

 


Regie: Paul W.S. Anderson

Drehbuch: Constantin Werner, Paul W.S. Aderson, b/a Short Story von George R.R. Martin

Kamera: Glen MacPherson

Schnitt: Niven Howie

Musik: Paul Haslinger

 

Besetzung:

Milla Jovovich, Dave Bautista, Arly Jover, Fraser James, Simon Lööf, Deirdre Mullins,

 

Constantin Film / StudioCanal

101 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 06. März 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=9xEJhrS3ALQ (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=b9UC1szqE_k (Englisch)

 

And the Oscar goes to…

Zum Abschluss der Awards Season wurden am 02. März 2025 die „Oscars“ – offiziell: Academy Awards – vergeben, für die einen die schönste Nebensache der Welt, für die anderen eine überflüssige Nabelschau der immer noch von Hollywood geprägten Filmindustrie.

Im Vorfeld werden oft die Favoriten schon ausgeguckt, meistens hängen sich die Stimmberechtigten dann einfach an und es gibt für einen einzigen Film einen wahren Oscarregen, auch in Kategorien, in denen er vielleicht gar nicht so überragend war.

Dieses Mal sind der vermeintliche Favorit „Emilia Pérez“ und vor allem die hochgehandelte Hauptdarstellerin Karla Sofía Gascón auf den letzten Metern vorzeitig aus der Kurve geflogen, wegen einiger älterer menschenverachtenden Tweets von Gascón. Ob das den Film insgesamt unbedingt schlechter hat werden lassen, ich weiß es nicht… In diese Bresche konnte dann die Stripperin-angelt-sich-reichen-Oligarchen-Liebesromanze „Anora“ springen, war das wirklich der beste Film des Jahres? Eine Frage, die man sich allerdings regelmäßig stellen mag – die einen sagen, so, die anderen so, Sieger auf jeden Fall in der Kategorie für die häufigste Verwendung des Wortes „f*ck“.

Ansonsten die kleine Überraschung, dass einmal ein Biopic mit einem hochgelobten Hauptdarsteller am Ende leer ausging, normalerweise ist so etwas eine sichere Oscar-Bank, aber die Bob-Dylan-Geschichte mit dem Hollywood-Darling Timothée Chalamet wurde nicht bedacht. 

Zwei Anmerkungen noch zu den Darstellerpreisen: Wann hören sie endlich damit auf, jemanden dafür auszuzeichnen, dass er in seinen Rollen stets so agiert, wie er auch im richtigen Leben ist (ich rede hier nicht von dem Brutalisten-Darsteller Brody) und warum nicht einer jungen Fachkraft erstmal ein paar Jahre Bewährung einräumen und dafür eine gestandene Darstellerin vorziehen, die auch sehr gut war und vielleicht nicht mehr so viele Chancen auf Wiederholung bekommt? Schafft vielleicht einfach die Kategorie „Vielversprechendes Talent“ ein, die es bei europäischen Filmpreisen schon lange gibt. Nur so eine Idee…

 


Hier nun aber die Nominierten und die Gewinner (fett):

Bester Film

- Anora

- Like a complete Unknown

- Konklave

- Der Brutalist

- Dune: Part Two

- Emilie Pérez

- Für immer hier

- Nickel Boys

- The Substance

- Wicked

 

Beste Regie

- Sean Baker (Anora)

- Brady Corbet (Der Brutalist)

- James Mangold (Like a Complete Unknown)

- Jacques Audiard (Emilia Pérez)

- Coralie Fargeat (The Substance)

 

Beste Hauptdarstellerin

- Mikey Madison (Anora)

- Cynthia Erivo (Wicked)

- Demi Moore (The Substance)

- Fernanda Torres (Für immer hier)

- Karla Sofia Gascón (Emilia Perez)

 

Beste Nebendarstellerin

- Zoe Saldaña (Emilia Pérez)

- Ariana Grande (Wicked)

- Felicity Jones (Der Brutalist)

- Isabella Rosselini

- Monica Barbaro (Like a Complete Unknown)

 

Bester Hauptdarsteller

- Adrien Brody (Der Brutalist)

- Timothée Chalamaet (Like a Complete Unknown)

-  Colman Domingo (Sing Sing)

- Ralph Fiennes (Konklave)

- Sebastian Stan (The Apprentice)

 

Bester Nebendarsteller

- Kieran Culkin (A Real Pain)

- Juri Borissow (Anora)

- Edward Norton (Like a Complete Unknown)

- Guy Pearce (Der Brutalist)

- Jeremy Strong (The Apprentice)

 

Bestes Originaldrehbuch

- Sean Baker (Anora)

- Brady Corbet, Mona Fastvold (Der Brutalist)

- Jesse Eisenberg (A Real Pain)

- Moritz Binder, TimFehlbaum, Alex David (September 5)

- Coralie Fargeat (The Substance)

 

Bestes adaptiertes Drehbuch

- Peter Straughan (Konklave)

- James Mangold, Jay Cocks (Like a Complete Unknown)

- Jacques Audiard u.a. (Emilia Pérez)

- RaMell Ross, Joslyn Barnes (Nickel Boys)

- Clint Bentley Greg Kwear u.a. (Sing Sing)

 

Beste Kamera

- Lol Crawley (Der Brutalist)

- Ed Lachman (Maria)

- Paul Guilhaume (Emilia Pérez)

- Greig Fraser (Dune 2)

- Jarin Blaschke (Nosferatu – Der Untote)

 

Bester Schnitt

- Sean Baker (Anora)

- Dávid Jancsó (Der Brutalist)

- Nick Emerson (Konklave)

- Juliette Welfling (Emilia Pérez)

- Myron Kerstein (Wicked)

 

Bestes Szenenbild

- Nathan Crowley, Lee Sandales (Wicked)

-  Judy Becker u.a. (Der Brutalist)

- Suzie Davies u.a. (Konklave)

- Patrice Vermette u.a. (Dune 2)

- Craig Lathrop u.a. (Nosferatu)

 

Bestes Kostumdesign

- Paul Tazewell (Wicked)

- Lisy Christl (Konklave)

- Linda Muir (Nosferatu)

- Adranne Phllips (Lie a Complete Unknown)

- Janty Yates David Crossman (Gladiator II)

 

Bestes Mak-up und beste Frisuren

- Pierre-Olivier Persin u.a. (The Substance)

- Mike Marino u.a. (A Different Man)

- Julia Floc Carbonel u.a. (Emilia Pérez)

- David White u.a. (Nosferatu)

- Frances Hannon u.s. (Wicked)

 

Beste Filmmusik

- Daniel Blumberg (Der Brutalist)

- Volker Bertelmann (Konklave)

- Clément Ducol, Camille (Emilia Pérez)

- John Powell, Stephen Schwartz (Wicked)

- Kris Bowers (Der Wilde Roboter)

 

Bester Filmsong

- El Mal (Emilie Pérez)

- The Journey (The Six Triple Eight)

- Like  Bird (Sing Sing)

- Mi Camino (Emilia Pérez)

- Never Too Late (Elton John: Never Too Late)

 

Bester Ton

- Gareth John u.a. (Dune 2)

- Tod A. Maitland u.a. (Like a Complete Unknown)

- Erwan Kerznet u.a. (Emilia Pérez)

- Simon Hayes u.a. (Wicked)

- Randy Thom u.a. (The Wild Robot)

 

Beste visuelle Effekte

- Paul Lambert u.a. (Dune 2)

- Eric Barba u.a. (Alien: Romulus)

- Luke Millar u.a. (Better Man)

- Erik Winquist u.a. (Kingdom ofthe Planet of the Apes)

- Pablo Helman u.a.(Wicked)

 

Bester Animationsfilm

- Flow

- Alles steht Kopf 2

- Memoir of a Snail

- Wallace & Gromit – Vergeltung mit Flügeln

- Der Wilde Roboter

 

Bester internationaler Film

- Für immer hier (Brasilien)

- Das Mädchen mit der Nadel (Dänemark)

- Emilia Pérez (Frankreich)

- Die Saat des heiligen Feigenbaums (Deutschland)

- Flow (Lettland)

 

Bester animierter Kurzfilm

- In the Shadow oft he Cypress

- Beautiful Men

- Magic Candies

- Wandert to Wonder

- Beurk! (Yuck!)

 

Bester Kurzfilm

- Ich bin kein Roboter

- A Lien

- Anuja

- The Last Ranger

- Der Mann, der nicht schweigen wollte

 

Bester Dokumentarfilm

- No Other Land

- Black Box Diaries

- Porcelain War

- Soundtrack to a Coup D’État

- Sugarcane

 

Bester Dokumentar-Kurzfilm

- Die einzige Frau im Orchester

- Death by Numbers

- I am Rady, Warden

- Incident

- Instruments of a Beating Heart

 

Mittwoch, 19. Februar 2025

Im Kino: Pfau - Bin ich echt?

Matthias (Albrecht Schuch) arbeitet für eine Agentur namens „My Companion“, die Dienstleistungen für (fast) alle Lebenslagen bietet, sei es einen Begleiter für eine Vernissage, einen Vater für den Vater-Kind-Tag in der Schule oder den Sohn, der etwas hermacht für einen ambitionierten Jubilar. Dabei geht Matthias so in seinen jeweiligen Rollen auf, dass von ihm selbst nichts mehr übrig zu bleiben scheint, was zu unüberwindlichen Problemen in seinen persönlichen Beziehungen führt…

Wer anderen stets etwas vorspielt, was er oder sie nicht ist, verliert sich irgendwann, so die Botschaft des Films, denn was dem Protagonisten Matthias widerfährt, erleben wahrscheinlich viele der permanent in den (a)sozialen Medien Tätigen, die immer und überall ein perfektes Bild von sich präsentieren. Wer weiß noch, wie er wirklich denkt oder fühlt, wenn das Unechte zum Maßstab wird und das selbst geschaffene Image einmal die Herrschaft übernommen hat? Dann bleibt von dem bei Vielen zum Credo erhobenen Sei-stets-du-selbst-Mantra nicht mehr viel übrig als eine leere Hülle.

Der Film bewegt sich zwischen Tragikomödie, Satire und Gesellschaftskritik und reiht viele schräge Situationen aneinander, in denen der großartige Albrecht Schuch die Gelegenheit bekommt, sein ganzes Können zu zeigen. Wo andere Schauspieler laut werden, herumtoben oder wild grimassieren müssen, reicht ihm seine souverän eingesetzte Mimik, um seine ganze Gefühlswelt zu offenbaren, allein dafür lohnt sich dieser Film.

Vielleicht fehlt dem Ganzen am Ende ein wenig der Schwung für den ganz großen Wurf, aber man erlebt auf jeden Fall einen vergnüglichen Abend mit einem hervorragenden Protagonisten und vielen witzigen und gleichwohl nachdenklich stimmenden Szenen. 



 Regie: Bernhard Wenger

Drehbuch: Bernhard Wenger

Kamera: Albin Widner

Schnitt: Rupert Höller

Musik: Lukas Lauermann

 

Besetzung:

Albrecht Schuch, Julia Franz Richter, Theresa Frostad Eggesbe, Maria Hofstätter, Anton Noori, Michael Gampe

 

Wild Bunch Germany

2024

102 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 20. Februar 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=mq7pTJVT-qQ

https://www.youtube.com/watch?v=v9d48qZa5sc

 

 

Im Kino: Die Wärterin (Vogter) (Sons)

Als sie eines Tages den jungen Gefangene Mikkel (Sebastian Bull) bemerkt, lässt sich Gefängniswärterin Eva (Sidse Babett Knudsen) in dessen Trakt versetzen und es beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel, das mit der gemeinsamen Vergangenheit der beiden zu tun hat…

Beengte Schauplätze erlauben aus naheliegenden Gründen viel Spielraum für psychologische Dramen, in denen sich die Spannung in erster Linie aus dem Innenleben der Protagonisten entwickelt. Die schmalen Flure und die engen Räumlichkeiten eines Gefängnisses und die an solchen Orten üblichen Geräusche von klirrenden Schlüsseln und hallenden Schritten erlauben weder den Protagonisten noch den Zuschauenden, sich diesem geschlossenen Universum zu entziehen. Es braucht dann nur noch eines bestimmten Elements, wie die Rachegedanken einer verbitterten Frau, bis das Gefühl von Ausweglosigkeit und Ausgeliefertsein übermächtig wird und Macht und Ohnmacht alle anderen Gefühle ersticken.

Streng und auch streckenweise statisch bietet der Film keine Wohlfühlunterhaltung, dafür ein spannendes Psychogramm zweier Menschen, die durch das Schicksal zusammengeführt wurden und nun einen Weg zu ihrer Erlösung suchen.

 


 Regie: Gustav Möller

Drehbuch: Emil Nygaard Albertsen

Kamera:Jasper Spanning

Schnitt: Rasmus Stensgaard Madsen

Musik: Jon Ekstrand

 

Besetzung:

Sidse Babett Knudsen, Sebastian Bull, Dar Salim, Marina Bouras

 

Nordisk Film/ 24 Bilder Filmagentur

2024

100 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 20. Februar 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=NndHRuAppbA (Deutsch)

 

Dienstag, 4. Februar 2025

Im Kino: Companion – Die perfekte Begleitung

Als sich Iris (Sophie Thatcher) und Josh (Jack Quaid) treffen, ist es Liebe auf den ersten Blick, aber dann werden die beiden zu einem Wochenende bei Freunden in ein einsames Haus im Wald eingeladen, und nach anfänglichem nettem Geplänkel gerät das Ganze zu einem wahren Horrortrip…

Mehr soll hier eigentlich nicht verraten werden, um sich den ganzen Spaß zu erhalten, sollte man so wenig wie möglich vorher wissen, dann erwartet einen ein unterhaltsamer Kinoabend, der sich in immer neuen Wendungen zwischen Horrorkomödie, #MeToo- und Heistmovie bewegt, mit schwarzen Humor- und einigen blutigen Schockmomenten.

Gleich zu Anfang gibt Iris bereits einen wichtigen Hinweis, dass die Beziehung zu Josh vielleicht nicht ganz so glücklich verlaufen wird, wie nach ihrem glückseligen ersten Zusammentreffen erwartet, aber weil man zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, was es mit der Beziehung zwischen ihr und Josh wirklich auf sich hat (zumindest wenn man sich an meine oben gegebene Empfehlung gehalten hat…), werden natürlich Neugier und Erwartung geweckt, und der Film tut dann alles, um beides zu befriedigen.

Vielleicht nicht das Richtige für einen romantischen Pärchenabend, aber ein abgedrehter Spaß mit vielen Überraschungen, die man sich, ich lege es noch einmal nahe, nicht durch allzu viele Vorkenntnisse verderben sollte.

 


  Regie: Drew Hancock

Drehbuch: Drew Hancock

Kamera: Eli Born

Schnitt: Brett W. Bachman, Josh Ethier

Musik: Hrishikesh Hirway

 

Besetzung:

Sophie Thatcher, Jack Quaid, Lukas Gage, Megan Suri, Harvey Guillén, Rupert Friend, Marc Menchaca, Woody Fu, Jaboukie Young-White

 

Warner Bros. Pictures Germany

2025

97 min.

FSK 16

Deutscher Kinostart: 06. Februar 2025

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=R2gBLwq_YGM (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=jM8L7Xvso5Y (Englisch)