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Donnerstag, 25. Mai 2023

Im Kino: Und dann kam Dad (About my Father)

Sebastian (Sebastian Maniscalco),  Sohn italienischer Einwanderer,  möchte seiner Ellie (Leslie Bibb) so bald wie möglich einen Heiratsantrag machen. Hierfür scheint sich eine Wochenendeinladung ins Landhaus von Ellies superreichen Eltern anzubieten, deren Vorfahren einst mit der „Mayflower“ auf dem amerikanischen Kontinent anlandeten, allerdings soll unbedingt auch Sebastians Vater Salvo (Robert De Niro) dabei sein, für Sebastian ein Wagnis, denn beide Familien scheinen so gar keine Gemeinsamkeiten zu haben und Sebastian sieht seine Zukunft mit Ellie in höchster Gefahr…

Sebastian Maniscalco ist in den USA ein erfolgreicher Comedian und zeichnet sich in seinen Stand-up-Shows als Meister großer Körperlichkeit beim Witzeerzählen aus. Hier verlässt er seine gewohnte Zone, indem er sich selbst mitten hinein begibt in seine Geschichten. Dabei bilden seine aus dem Off eingesprochenen Kommentare genau das ab, was er normalerweise auf der Bühne erzählt, schauspielerisch allerdings stößt er, auch wenn er seine Sache insgesamt recht ordentlich macht, immer mal wieder an seine Grenzen. Dass der Film dennoch Spaß macht, liegt am Witz seiner Clash-of-Cultures-Geschichte und den anderen gut aufgelegten Darstellern, allen voran Robert De Niro, der eine angenehm zurückhaltende Vorstellung gibt und seiner Figur eine wohltuende Würde verleiht, so wie auch sämtliche Macken der einzelnen Familienmitglieder mit einem Augenzwinkern gezeigt werden, ohne diese als bloße Witzfiguren zu denunzieren.

Kein tiefgründiges Stück, das in die Kinogeschichte eingehen wird, aber eine locker-flockige Komödie mit netten Gags und natürlich einer zu Herzen gehenden Botschaft über den Zusammenhalt von Familie, der zwar das Wichtigste ist, aber im besten Fall auch Raum gibt für Offenheit gegenüber unterschiedlichen Lebensweisen und auch Außenseiter innerhalb der eigenen Sippe, die es schließlich immer gibt, toleriert – die Familie als Keimzelle der multikulturellen Gesellschaft...

 


Regie: Laura Terruso

Drehbuch: Austen Earl, Sebastian Maniscalco

Kamera: Rogier Stoffers

Schnitt: Scott D. Hanson

Musik: Stephanie Economou

 

Besetzung:

Sebastian Maniscalco, Robert De Niro, Leslie Bibb, Kim Cattrall, David Rasche, Anders Holm, Brett Dier

 

Lionsgate/ Leonine

USA 2023

89 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 25. Mai 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=CS6loG4R96Q (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=txLSE7tpgr0 (Englisch)

 

 

Mittwoch, 11. Januar 2023

Im Kino: Acht Berge (Le Otto Montagne)

Pietro (Luca Marinelli), ein Junge aus der Großstadt Turin, verbringt mit seinen Eltern die Sommerferien regelmäßig auf dem Land in einem kleinen Bergdorf und freundet sich dort mit dem einzigen gleichaltrigen Jungen Bruno (Alessandro Borghi) an, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden wird…

Der Film zeichnet diese Freundschaft bis hinein ins Erwachsenenleben nach und lässt die beiden Protagonisten dabei immer wieder an deren Ursprung in den Bergen zurückkehren. Im ungewöhnlichen 4:3-Format türmt sich die Kulisse der Bergwelt über ihnen auf, weniger beschützend, dafür immer existenzbestimmend. Es geht um unterschiedliche Lebensentwürfe, den immer wieder von außen sehnsuchtsvoll unterstellten Zauber des Landlebens und dessen manchmal harte, abweisende und vor allem oft einsame Realität.

All dies hat durchaus seine Reize, die allerdings über die Laufzeit von mehr als 140 Minuten arg überstrapaziert werden, hier hätte wieder einmal eine Reduzierung und Komprimierung gut getan, dann hätte es ein richtig starker Film werden können. Aufgrund der deutschen Synchronisation geht leider auch ein wichtiger Teil der mit dieser norditalienischen Landschaft verbundenen Sprachidentität und des dazu gehörenden Lokalkolorits verloren, aber dieser letzte Kritikpunkt wird sicher nach wie vor im deutschen Verständnis und aufgrund der über Jahrzehnte eingefrästen deutschen Sehgewohnheiten für die meisten ZuschauerInnen ein vernachlässigbarer bleiben…

 


 Regie: Felix van Groeningen, Charlotte Vandermeersch

Drehbuch: Paolo Gognetti, Charlotte Vandermeersch, Felix van Groeningen

Kamera: Ruben Impens

Schnitt: Nico Leunen

Musik: Daniel Norgren

 

Besetzung:

Luca Marinelli, Alessandro Borghi, Lupo Barbiero, Cristiano Sassella, Elisabetta Mazzullo, Alex Sassella

 

Wildside/ DCM

2022

147 min.

FSK 6

Deutscher Kinostart: 12. Januar 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=6tcOCtxNZ_M (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=i1V4Rhkwdjs (Italienisch)

 

 

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Im Kino: Töchter

Martha (Alexandra Maria Lara) und Betty (Birgit Minichmayr) sind langjährige Freundinnen und haben jeweils ein Vaterproblem. Während Marthas Vater Kurt (Josef Bierbichler) zum Sterben in die Schweiz gefahren werden möchte, trauert Betty ihrem verschollenen italienischen Stiefvater Ernesto nach. Da Martha sich die Fahrt in die Schweiz nicht ohne Hilfe zutraut, machen sie sich zu dritt in Kurts altem Wagen auf den Weg, aber schon bald kommt es zu einer überraschenden Planänderung: Papa hat gar nicht vor zu sterben, sondern möchte in Wirklichkeit seine verflossene große Liebe am Lago Maggiore wiedersehen, und als auch die beiden Frauen immer neue Ideen entwickeln, was oder wen sie gerne aufsuchen möchten, beginnt ein Roadtrip, der die drei quer durch die Schweiz, Italien und Griechenland führt…

Der Film lässt seine Protagonisten auf einen Selbstfindungstrip durch halb Europa mäandern, wobei die Reiseroute sich einigermaßen verwirrend entwickelt. Wie man, gerade noch in Italien, plötzlich auf einer griechischen Insel landet, sei’s drum, entscheidend sind natürlich die inneren Reisen der drei durch ihre Gefühlswelten, die jeweils von Dingen aus der Vergangenheit bestimmt werden, und dies entwickelt sich, wie es im Leben so ist, teilweise chaotisch. Das Ganze ist durchaus unterhaltsam inszeniert, die eigentlich Tiefe, die den Themen Liebe, Tod und Vergänglichkeit innewohnen, wird aber trotz des gefühligen Endes leider nicht erreicht. Trotz allem eine heiter-besinnliche, tragikomische Odyssee durch Zeit und Raum mit drei bestens aufgelegten Darstellern, von denen vor allem das grantelnde Urviech Josef Bierbichler glänzen kann.

 


Regie: Nana Neul

Drehbuch: Lucy Tanja Fricke, Nana Neul

Kamera: Bernhard Keller

Schnitt: Stefan Stabenow

 

Besetzung:

Alexandra Maria Lara, Birgit Minichmayr, Josef Bierbichler, Andreas Konstaninou, Giorgo Colangeli, Gundi Ellert, Hans-Jochen Wagner,

 

Warner Bros Pictures Germany

D 2021

FSK 12

122 min.

 

Deutscher Kinostart: 07. Oktober 2021

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=MS8fG4vDlnA

Dienstag, 22. Juni 2021

Heimkino: Made in Italy

Der junge Galerist Jack (Micheál Richardson) steht nicht nur am Ende seiner Ehe, bei der Scheidung droht seine Frau mit dem Verkauf ihrer gemeinsamen Galerie. Um diese selbst erwerben zu können, beschließt Jack, seinen Vater Robert (Liam Neeson), Maler und Lebenskünstler, zum Verkauf ihres alten Hauses in der Toskana zu überreden. Gemeinsam reisen Vater und Sohn dorthin, doch das einst schmucke Domizil ist in die Jahre gekommen, außerdem birgt es Erinnerungen an Jacks verstorbene Mutter, die ihm der Vater bisher verschwiegen hatte. Diese tragische Geschichte und der Kampf mit Farbe, Putz, unsympathischen Kaufinteressenten und einem grimmigen Marder machen es schwer, die schwierige Beziehung von Vater und Sohn zu kitten, aber dann begegnet Jack der Köchin Natalia (Valeria Bilello) und alles scheint sich zum Guten zu wenden.

Der Film erzählt die bittersüße Geschichte einer durch den frühen Tod der Mutter gestörten Vater-Sohn-Beziehung, eingebettet in das flirrende Licht und die magische Kulisse der toskanischen Landschaft, ein Pfund mit dem Regisseur James D’Arcy schamlos wuchert. Glücklicherweise hat er das Ganze leicht und locker und mit  pointiertem Humor in Szene gesetzt, so dass es niemals in Kitsch oder aufgesetzte Gefühligkeit abgleitet, was auch ein Verdienst der frisch und authentisch agierenden Schauspieler ist. In dieser Besetzung liegen Glück und Tragik nahe beieinander, denn die Hauptdarsteller Liam Neeson und Micheál Richardson sind tatsächlich Vater und Sohn und haben 2009 Frau bzw. Mutter, nämlich die Schauspielerin Natasha Richardson, durch einen Ski-Unfall verloren.

Alles in allem ein charmanter Film für Toskana-Liebhaber und solche, die es noch werden wollen, ohne große Überraschungen zwar, aber mit Esprit, in dem Liam Neeson endlich mal wieder zeigen darf, dass er mehr kann, als den kompromisslosen Action-Helden zu geben.

 

 

 

 

 Regie: James D’Arcy

Drehbuch: James D’Arcy

Kamera: Mike Eley

Schnitt: Anthony Boys, Mark Day

Musik: Alex Belcher

 

Darsteller:

Liam Neeson, Micheál Richardson, Lindsay Duncan, Valeria Bilello

 

LEONINE

GB/ I 2020

FSK 6

95 min.

 © 2021  LEONINE Studios

 

Ab 25. Juni 2021 auf DVD und Blu-ray

 

Sprache: Deutsch, Englisch

Untertitel: Deutsch

Extras: Interview Liam Neeson/ Micheál Richardson mit James D'Arcy, Interview Micheál Richardson/ Valeria Bilello mit James D'Arcy; Deutscher Trailer; Trailershow

 

Trailer: https://youtu.be/kDMDnT33os0

Dienstag, 26. März 2019

Film-Rezensionen: Loro - Die Verführten (Homerelease 29.03.2019)


Wer den Namen Silvio Berlusconi hört, bei dem werden wohl automatisch Assoziationen zu Bunga-Bunga-Partys, Skandalen und ins Leere laufende Strafverfahren geweckt. All dies wird zwar in diesem Film von Paolo Sorrentino angerissen, aber wer ausschweifende Gelage erwartet, wird am Ende enttäuscht. Es ist auch keine bissige Polit-Satire geworden, aber vor allem wird die Figur des Berlusconi nicht vorgeführt, wie es sich mancher gewünscht haben mag.

Der Film nähert sich dem Phänomen Berlusconi auf andere, unerwartete Art, es wird ein bunter Bilderbogen im Stile des frühen Peter Greenaway aufgefächert, opulent und verführerisch. Dabei ist nicht Berlusconi der Skandal, sondern all jene, die ihn soweit haben kommen lassen, die anderen – loro = sie – die keine Skrupel kennen, einen Mann wie ihm Macht zu geben, um ihre eigene Gier nach Ruhm und Geld zu befriedigen. Berlusconi selbst – von Toni Sercillo kongenial verkörpert – erscheint dabei weder diabolisch noch besonders raffiniert, er ist einfach ein Mann, der von sich glaubt, alles, was er erreicht hat, stehe ihm auch zu, weil er sein Vermögen schließlich nicht wie ein Agnelli ererbt, sondern mit eigenen Händen erarbeitet hat. Sein Anspruch „Alles ist nicht genug" weist ihm zwangsläufig einen Platz an der Spitze zu, und er versteht nicht, wie man ihm diesen Platz verwehren kann. Fast philosophisch reflektiert er – und hier ergeben sich zwangsläufig Parallelen zu einem anderen Politikegomanen – warum man ihn nicht das Land führen lässt, wie seine Firma, sondern linke Richter ihn stattdessen mit ihren Prozessen drangsalieren. Tagtäglich fühlt er sich von seinen Gegnern attackiert und alle stecken ihre Nasen krankhaft in sein Privatleben.

Dieses scheint allerdings gar nichts so spektakulär zu sein, wie alle glauben, auch wenn es
Partys gibt und er sich in seiner Villa und den angrenzenden Ländereien wie ein kleiner Fürst geriert, verheiratet ist er mit seiner langjährigen Gefährtin Veronica Lario (Elena Sofia Ricci), und beide verbindet anscheinend eine große Liebe. Als diese am Ende dennoch zu zerbrechen droht, streiten sich die Eheleute in einem epischen Duell, bei dem sie ihm ein paar Wahrheiten ins Gesicht schleudert, wie nur sie es sich erlauben kann, unter anderem die, dass seine Stärke als Geschäftsmann hauptsächlich darin bestünde, zu betrügen, was in seinen Augen natürlich alle anderen auch machen. Seine eigentliche Kunst allerdings wird in eine kurzen Szene eindrucksvoll demonstriert, als er sich auf seine Anfänge als Immobilienverkäufer besinnt, und er, wie um sich zu beweisen, dass er es noch kann, eine willkürliche Nummer aus dem Telefonbuch anruft und es tatsächlich schafft, innerhalb kürzester Zeit, allein mit der Kraft seiner Worte und seiner Stimme, einer wildfremden Frau am anderen Ende eine Wohnung zu verkaufen, die es gar nicht gibt.

So entsteht das Bild eines gerissenen, schlauen Bauernfängers, der für sich persönlich kein Bunga-Bunga braucht, um höchste Regierungsämter zu ergattern, damit hält er aber die bei Laune, die ihn hofieren und es zulassen, dass er immer wieder zurückkommen wird, bis ans Ende seiner Tage, weil er gar nicht anders kann. Deswegen darf man ihm jedoch keinen Vorwurf machen, wer so einen Mann immer wieder in höchste Staatsämter wählt, ist eindeutig selbst schuld.




Regie: Paolo Sorrentino
Drehbuch: Paolo Sorrentino, Umberto Contarello b/a story von
Paolo Sorrentino
Kamera: Luca Bigazzi
Schnitt: Cristiano Travaglioli
Musik: Lele Marchitelli
  
Darsteller:
Toni Sercillo, Elena Sofia Ricci, Riccardo Scamarcio, Kasia Smutniak
Universum Film 
Ab 29. März auf DVD, Blu-ray & digital
FSK 12

Details:

DVD:
Laufzeit: 151 min.
Sprachen: Deutsch, Italienisch
Untertitel: Deutsch
Bild: 2,40:1
Ton: DD 5.1
Best.-Nr.: UF10300
PC: U015
Anzahl der Discs: 1

Blu-ray
Laufzeit: 157 Min
Bild: 2,40:1
Ton: DTS HD 5.1
Best.-Nr.: UF10301
PC: U018
Anzahl der Discs: 1

Extras:
Trailershow



Mittwoch, 17. Oktober 2018

Film-Rezensionen: Dogman


Der schmächtige Marcello (Marcello Fonte) ist Freund aller Hunde und betreibt in einer kleinen, tristen italienischen Küstenstadt einen Hundesalon. Angst kennt er dabei keine, unter seinen Händen werden die wildesten seiner kaninen Kunden, die er badet, massiert und deren Haare er schneidet, zu braven Kreaturen.
Mit Menschen auszukommen, ist es etwas schwieriger, aber Marcello ist freundlich zu allen und versucht, nirgendwo anzuecken. Seine Arbeit erlaubt ihm nur einen bescheidenes Leben, der einzige Luxus, den er sich gönnt, sind Tauchausflüge mit seiner geliebten kleinen Tochter Alida. Mit den Männern aus der Nachbarschaft spielt er Fußball, dabei fühlt er sich von ihnen geschätzt und anerkannt.

In seinem Bestreben, es allen recht zu machen, lässt sich Marcello, der sein Einkommen mit gelegentlichen Kokainverkäufen aufbessert, auch mit dem ehemaligen Boxer Simone (Edoardo Pesce) ein, der unter Kokain das ganze Viertel tyrannisiert. Niemand hat den Mumm, sich ihm entgegenzustellen, und Marcello lässt sich von ihm bei gelegentlichen Einbrüchen als Helfer ausnutzen. Nach einem Einbruch, den Simone von seinem Hundesalon aus verübt hat, verrät Marcello ihn nicht, sondern nimmt eine einjährige Haftstrafe auf sich. Danach ist seine beschauliche Existenz ruiniert und seine Nachbarn wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Erst jetzt beschließt Marcello, dass jemand Simone in seine Grenzen weisen muss und nimmt fürchterliche Rache, auf eine Art, die ihm niemand zugetraut hätte.
Im Stil des italienischen Neorealismus erzählt Regisseur Garrone von einem Italien, in dem nicht immer die Sonne scheint, weit entfernt von den heiteren Kitschbildern dieses gerade bei den Deutschen so beliebten Urlaubslandes. Es ist die Geschichte eines im Grunde friedlichen Mannes, der durch das Leben so lange gedemütigt wird, bis er auf drastische Weise versucht, seine Würde zurückzubekommen. Dabei geht es nur vordergründig um Rache, eher ist es der Schrei einer geschundenen und gedemütigten Kreatur nach Erlösung. Egal wie wild und zähnefletschend manche der von Marcello betreuten Hunde auch sein mögen, der Mensch erweist sich immer wieder als die größere Bestie. Dafür steht zunächst einmal der bullige Simone, der seine primitivsten Impulse nicht unter Kontrolle bringt, aber auch in der Figur des Marcello steckt tief im Inneren ein Gewaltpotential, das so lange von zivilisatorischen Mauern in Schach gehalten wird, bis diese eingerissen werden, und man in die Hölle menschlicher Abgründe schaut. Und dann, um im Bild des sonnigen Italien zu bleiben, regnet es nicht nur, es schüttet…

Marcello Fonte gelingt ein eindrucksvolles Porträt seines Marcello, diesen kleinen Mann mit den großen Augen und der fast unterwürfigen Liebenswürdigkeit, dessen bescheidene, geordnete Welt so nachhaltig erschüttert wird, wofür er bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes zu Recht mit der Goldenen Palme als bester Darsteller ausgezeichnet wurde.




 Regie: Matteo Garrone 
Drehbuch: Ugo Chiti, Massimo Gaudioso, Matteo Garrone 
Kamera: Nicolai Brüel 
Musik: Michele Braga
Fotos/ Video: Alamode Film
 http://www.alamodefilm.de/kino/detail/dogman.html

Darsteller:
Marcello Fonte, Eroardo Pesce, Adamo Dionisi, Nunzia Schiano, Francesco Acquaroli, Alida Baldari Calabria, Gianluca Gobbi

Alamode Film
Italien/ Frankreich 2018
102 min. 
Deutscher Kinostart: 18. Oktober 20