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Donnerstag, 9. März 2023

Im Kino: Scream 6 (Scream VI)

Die Schwestern Sam und Tara (Melissa Barrera, Jenna Ortega) haben zusammen mit dem befreundeten Geschwisterpaar Mindy und Chad (Jasmin Savoy Brown, Mason Gooding) die letzte Mordserie in ihrem kleinen Heimatort Woodsboro überlebt und wollen in New York mit möglichst viel Abstand zu ihrem Peiniger Ghostface ein neues Leben beginnen. Aber es scheint, so leicht lässt sich dieser nicht abschütteln…

Der nunmehr sechste Teil der Franchise-Reihe kommt erstaunlich frisch und ohne Ermüdungserscheinungen daher, spannend und blutig geht das Gemetzel weiter, und hier legt dieser Teil sogar noch eine Schippe drauf, was besonders für das bemerkenswerte Ende, aber auch einige spezielle Szenen gilt, die nichts für Zartbesaitete sind. Dies erklärt auch die FSK-Freigabe ab 18, der ursprünglich wohl ab 16 beantragten wurde am Ende nicht gefolgt.

Damit ist für Fans der Reihe ein ungetrübter „Spaß“ garantiert, der vor allem durch das gewohnte eingestreute Selbstreflektieren auf der Meta-Ebene genährt wird, ansonsten gibt es nicht wirklich viel zu lachen, dafür geht es zu vehement zur Sache. Was den besonderen Reiz dieses Franchise ausmacht ist auch diesmal der maßgebliche Faktor für Spannung und Überraschungen, denn anders als in vergleichbaren Horrorserien gibt es nicht einen einzigen durchgehend agierenden Bösewicht, sondern von Film zu Film geht das Rätselraten erneut los, wer sich denn diesmal hinter der Ghostface-Maske verbirgt.

In diesem Sinne viel „Spaß“ im Kino und viel Erfolg beim Lösen des aktuellen Rätsels – und denkt dran: Ghostface kennt Eure Telefonnummer!

 

 

Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett

Drehbuch: James Vanderbilt, Guy Busick, b/a den Charakteren entwickelt von Kevin Williamson

Kamera: Brett Jutkievicz

Schnitt: Jay Prychidny

Musik: Sven Faulconer, Brian Tyler

 

Besetzung:

Melissa Barrera, Jenna Ortega, Courtenay Cox, Jasmin Savoy Brown, Mason Gooding, Hayden Panettiere, Dermot Mulroney, Josh Segarra, Jack Champion, Liana Liberato, Devyn Nekoda, Roger Jackson

 

Paramount Pictures

2023

123 min.

FSK 18

Deutscher Kinostart: 09. März 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=d7f2FosCYeM&feature=youtu.be (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=h74AXqw4Opc (Englisch)

 

Montag, 6. März 2023

Im Kino: Die Fabelmans (The Fabelmans)

Aufgewachsen in einer Familie, in der die Wissenschaft mit der Kunst konkurriert, wie die musikbegeisterte Mutter Mitzi (Michelle Williams) einmal feststellt, entdeckt der junge Sam Fabelman (Gabriel LaBelle) schon früh seine Liebe zum Kino und hat von da an nur den einen Wunsch: Selber Filme zu machen! Vater Burt (Paul Dano), ein erfolgreicher Ingenieur, sähe für seinen Sohn lieber eine andere Karriere, aber Sam lässt sich nicht beirren und folgt seinem Weg…

Steven Spielbergs nostalgischer Blick zurück in seine Kindheit und Jugend ist eine wunderschöne Liebeserklärung an das Kino. Er veranschaulicht die unwiderstehliche Faszination, die Magie, die entsteht und uns Kinoliebhaber packt, und von der man ein Leben lang nicht mehr loskommt, wenn man wie der kleine Sammy das erste Mal in einem Theater sitzt, das Licht ausgeht und die Leinwand zum Leben erwacht. Nicht jeder wird danach ein berühmter Regisseur, schon gar nicht ein so erfolgreicher und einflussreicher wie Mr. Spielberg, aber mit diesem verklärten Blick zurück lässt er uns teilhaben an seinem Werdegang, zumindest bis zu seinem ersten Job in einem der großen Filmstudios – vielleicht gibt es ja irgendwann eine Fortsetzung, in dem man dann erfährt, wie es ihm gelungen ist, seinerseits die Magie des Kinos immer wieder heraufzubeschwören.

In der Darstellung seiner Familie scheint ein selbsttherapeutischer Ansatz zu liegen, wie authentisch die Darstellung des familiären Kosmos jedoch ist, lässt sich nicht beurteilen, immerhin schafft Spielberg durch deren Namensänderung eine gewisse Distanz. Ähnlich sieht es bei seinem jüdischen Hintergrund aus, mit dem er als Jugendlicher im kalifornischen Sonnenscheinstaat antisemitischen Angriffen ausgesetzt ist. Aber wie er all das ver- und aufarbeitet, zeigt die magische Kraft des Kinos einmal von der anderen Seite, und lässt uns darüber staunen, wie man sich bereits schon als Jungregisseur seine eigene Welt (er)schaffen kann…

Wer das Kino liebt, kann sich bei diesem Film nur wohlfühlen, und bei wem das vielleicht bisher nicht so ausgeprägt war: hier ist die Chance, diese Liebe zum Kino (neu) zu entdecken!

 


 Regie: Steven Spielberg

Drehbuch: Steven Spielberg, Tony Kushner

Kamera: Janusz Kaminski

Schnitt: Sarah Broshar, Michael Kahn

Musik: John Williams

 

Besetzung:

Michelle Williams, Paul Dano, Seth Rogen, Gabriel LaBelle, Judd Hirsch

 

Universal Pictures

2022

151 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 09. März 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=mHjrgGZZTuo (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=9wAKUa487aw (Englisch)

 

Dienstag, 28. Februar 2023

Im Kino: Tár

Lydia Tàr (Cate Blanchett) ist die erste Chefdirigentin eines großen Orchesters, sie ist eine Macherin und strotzt vor Energie und Selbstbewusstsein. Zusammen mit ihrer Frau Sharon (Nina Hoss), der Ersten Violinistin des Orchester, und Tochter Petra (Mila Bogojevic) lebt sie in einer schicken Berliner Altbauwohnung und lässt ihr Leben von Assistentin Francesca (Noémi Merlant) durchorganisieren. Nichts scheint sie aufhalten zu können, aber dann bringt die neue junge Cellistin Olga (Sophie Kauer) alles durcheinander und nach und nach zeigt sich, dass Lydia doch nicht so perfekt ist, wie sie alle glauben machen möchte…

Die Figur der Lydia Tár ist eine fiktive, die wenigen Chefdirigentinnen, die es weltweit geben mag, sollten sich von ihrem Porträt nicht getroffen fühlen, denn sie steht sicher nicht beispielhaft für diesen Berufsstand. Beispielhaft soll dagegen ihr Weg an die Spitze in einer von Männern dominierten Branche stehen, hier ist die Frage, ob sich nicht alle Frauen getroffen fühlen sollten, denn es wird unterstellt, dass man rücksichtslos und selbstgerecht sein muss, um ganz nach oben zu kommen, dass man dabei die Macht, die man über andere erlangt, in jeder Hinsicht, sowohl in beruflicher als auch privater Hinsicht, für sich ausnutzt und dies somit kein „Privileg“ von Männern ist, sondern Frauen sich in vergleichbaren Situationen genauso verhalten. Machtmissbrauch wäre demnach geschlechtsneutral, eine These, über die sich nachzudenken lohnt, da bisher jedoch mehr Männer in den wirklich einflussreichen Positionen saßen, bleibt abzuwarten, ob Frauen nicht doch einen anderen, besseren Weg finden werden.

Cate Blanchett zieht bei dem Porträt dieser Frau alle Register ihres Könnens, sie lässt sie dominant und selbstgerecht erscheinen, aber auch hin und wieder verletzlich, wobei diese Momente nicht lange anhalten. Vor allem die Menschen in ihrem näheren Umfeld leiden unter ihren Launen, so scheut sie sich nicht, auch lange gewachsene Verbindungen zu kappen, wenn es ihr opportun erscheint.

Einer solchen Person über die ganze Länge des Films von 157 Minuten zu folgen, ist fast schon eine Zumutung, aber es lohnt sich am Ende, denn der Film fasziniert mit tiefen Einblicken in die Seele eines Menschen, ungeschminkt und mit allen Höhen und Tiefen, wie man ihn sie selten zu sehen bekommt, darüber hinaus ist es spannend, so hautnah bei der Entstehung eines Orchesterwerks dabei zu sein – ein Film für alle, die etwas Besonderes erleben und einer Vollblutakteurin wie Blanchett bei der Arbeit zusehen möchten.

 


Regie: Todd Field

Drehbuch: Todd Field

Kamera: Florian Hoffmeister

Schnitt: Monika Willi

Musik: Hildur Guðnadóttir

 

Besetzung:

Cate Blanchett, Noémi Merlant, Nina Hoss, Sophie Kauer, Mark Strong, Mila Bogojevic

 

Universal Pictures

2022

157 min.

FSK 6

Deutscher Kinostart: 02. März 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=DEzQyWZOVHQ (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=TDwRtqEDD40 (Englisch)

 

Mittwoch, 22. Februar 2023

Im Kino: What's Love got to do with it?

Filmemacherin Zoe (Lily James) ist – sehr zum Leidwesen ihrer Mutter Cath (Emma
Thompson) – nicht unbedingt auf der Suche nach einem Ehemann, aber nach immer wieder enttäuschenden Dates wäre eine nette Beziehung schon nicht schlecht. Als ihr Jugendfreund und Nachbar Kazim (Shazad Latif) beschließt, sich seine Ehe nach alter Tradition von seinen Eltern arrangieren zu lassen, ist Zoe zunächst entsetzt, etwas anderes als eine Verbindung aus Liebe kann sie sich überhaupt nicht vorstellen. Während sie die Hochzeitsvorbereitungen und die Eheschließung des Freundes filmisch begleitet, gibt es für sie aber auch für Kazim jede Menge neue Erkenntnisse…

Bei dem Film handelt es sich nicht um ein Bio-Pic über Tina Turner, sondern um die alte und spannende Frage, welches Konzept mehr Erfolgschancen hat: Ehen, die aus Liebe und romantischen Vorstellungen heraus geschlossen werden, oder solche, bei der ein professioneller Matchmaker seine Hand im Spiel hatte, der nach objektiven Gesichtspunkten zusammenführt, was zusammengehört?

Wenn wir uns hier im Westen naserümpfend abwenden von arrangierten Verbindungen und den vermeintlich rückständigen Kulturen, in denen diese Praxis noch immer betrieben wird, vergessen wir natürlich, dass es auch hier in gewissen Kreisen immer üblich war, nicht die Eheleute sondern deren Familien miteinander zu verbinden, um langfristige Ziele zu verfolgen. In einer unter solchen Umständen geschlossenen Ehe kam die Liebe dann eben erst später und die Scheidungsrate soll niedriger ausfallen, als bei den so romantisierten Verbindungen. In beiden Fällen lernt man den anderen sowieso erst nach der Hochzeit richtig kennen, wenn dann aber das Fundament belastbar ist, weil alle anderen Kriterien stimmen, dann spricht das eben eher gegen eine Verbindung, die auf flüchtigen und unsteten Gefühlen fußt – siehe Titel des Films. Oder vielleicht doch nicht?

Regisseur Kapur und Drehbuchautorin Khan sind in den Kulturen, die der Film beleuchtet, nämlich der britischen und der pakistanischen, zu Hause und man darf daher davon ausgehen, dass sie uns keine bloße Ansammlung von Klischees präsentieren, und so ist der Film eine richtig nette Komödie geworden, was auch an den sympathischen Hauptdarstellern liegt, die frisch an ihr Werk gehen und uns auf ihrem Weg zur Erkenntnis mitnehmen, wobei der Ausgang der Geschichte von Anfang an klar sein dürfte. Dies sollte aber nur miesepetrige ZuschauerInnen wirklich stören, die an allem etwas zu mäkeln haben, denn der Film beleuchtet sein Thema locker und unterhaltsam, und auch, wenn man natürlich am Ende nicht entscheiden kann, was richtig oder falsch ist, ist man vielleicht bereit, von einem allzu starren Dogmatismus abzurücken und Verständnis für die andere Seite zu entwickeln.

Wenn einem Film das gelingt, wäre es natürlich außergewöhnlich, und in dieser Hinsicht sollte man dann doch nicht zu viel erwarten, aber ein netter Kinoabend ist doch auch etwas wert!

 


Regie: Shekhar Kapur

Drehbuch: Jemima Khan

Kamera: Remi Adefarasin

Schnitt: Guy Bensley, Nick Moore

Musik: Nitin Sawhney

 

Besetzung:

Lily James, Shazad Latif, Emma Thompson, Oliver Chris, Nikkita Chadha, Assim Chaudhry, Nosheen Phoenix, Shabana Azmi

 

StudioCanal

2022

 108 min.

FSK 6

Deutscher Kinostart: 23. Februar 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=_fX8sGrz-nM (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=0LqOp2MNwao (Englisch) 

Mittwoch, 15. Februar 2023

Im Kino: Ant-Man And The Wasp: Quantumania

Die Superhelden Scott Lang (Paul Rudd) und Hope Van Dyne (Evangeline Lilly) finden sich bei ihrem neuen Abenteuer zusammen mit Hopes Eltern Janet Van Dyne (Michelle Pfeiffer) und Hank Pym (Michael Douglas) sowie Scotts Tochter Cassie Lang (Kathryn Newton) im Quantenreich wieder, das von den schrägsten Kreaturen bevölkert ist und von dem in Gestalt des zwielichtigen Kang (Jonathan Majors) eine gewaltige Bedrohung für die Welt ausgeht…  

Es gibt viel zu sehen durch die liebe- und phantasievoll geschaffenen Gestalten im Quantenreich, das sich dann aber nicht so sehr von anderen Welten unterscheidet, zumindest was die Psychologie der Figuren betrifft, egal ob Mensch oder andere Kreatur, oder deren Handlungen, die irgendwie immer in Kämpfen Gut gegen Böse münden, bei denen am Ende in der Regel die Guten gewinnen, ein bisschen Liebe, ein bisschen Vater-Tochter-Beziehung und am Ende wird wieder einmal die Welt gerettet. Die Schauspielerrige agiert solide, mit BillMurray in einer launigen Nebenrolle und einem gut aufgelegten Bösewicht Johnathan Majors, und wie schön, Michael Douglas noch immer in Aktion sehen zu können!

Alles in allem die bewährte – deswegen aber nicht schlechte – Mischung von menschlichen Konflikten, Liebe, Hass, Action und Kampfszenen, wie immer dankenswerterweise gewürzt mit einer Prise Humor, um das Ganze verdaulich zu machen, ein Film, der niemandem wehtut und dabei solide unterhält, nicht mehr aber auch nicht weniger. Und natürlich, auch wie gehabt: Nicht zu früh das Kino verlassen…

 


 Regie: Peyton Reed

Drehbuch: Jack Kirby, Jeff Loveness

Kamera: Bill Pope

Schnitt: Adam Gerstel, Laura Jennings

Musik: Christophe Beck

 

Besetzung:

Paul Rudd, Evangeline Lilly, Jonathan Majors, Kathryn Newton, Michelle Pfeiffer, Michael Douglas, Bill Murray, Randall Park, Corey Stoll, David Dastmalchian

 

Walt Disney Studio Germany/ Marvel Studios

USA 2023

125 min.

FSK

Deutscher Kinostart: 15. Februar 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=mVv62x6CwBE (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=5WfTEZJnv_8 (Englisch)

Dienstag, 14. Februar 2023

Im Kino: Perfect Addiction

Junge Kickboxtrainerin wird von ihrem kickboxenden Boyfriend betrogen und trainiert daraufhin seinen ärgsten Konkurrenten…

Diese kurz nach dem Valentinstag startende Romanze mit Kampfsportelementen ist ganz auf die Zielgruppe der „After…“-Franchisereihe zugeschnitten und wurde wie diese ursprünglich auf der E-Book-Plattform Wattpad verbreitet.

Ob es gelingt, neben besagter Zielgruppe, den romantisch orientierten weiblichen Teenagern, auch deren Freunde mit ins Kino zu locken, bleibt abzuwarten, da die Kampfszenen zwar routiniert, aber doch eher uninspiriert inszeniert sind, ebenso wie die obligatorischen Trainingseinheiten, die sich die Trainerin für ihren Schützling ausgedacht hat. 

 Die Romanze stellt ebenso routiniert die Gefühlswelt der jungen Kickboxerin dar, die leider die gesamte Handlung aus dem Off kommentiert, was ziemlich nervt, da hätte es auch gereicht, die Bilder für sich sprechen zu lassen.

Aus ein paar anderen angerissenen Elementen, die hätten interessant werden können – einem familiären Trauma oder der Figur des die Protagonisten sympathisch und lebensklug begleitenden erwachsenen Leiters des Gym, in dem vorwiegend trainiert wird – macht der Film leider viel zu wenig, um aus ihm mehr als eine flache Teenager-Romanze mit eben besagten Kampfsportelementen werden zu lassen…

 


 Regie: Castille Landon

Drehbuch: Stephanie Sanditz, b/a Buch von Claudia Tan

Schnitt: Morgan Halsey, Arne Herrmann

Musik: Jonathan Sanford

 

Besetzung:

Kiana Madeira, Matthew Noszka, Ross Butler, Manu Bennett

 

Constantin Film/ Wattpad

USA 2023

98 min.

FSK 12

Deutscher Kinostart: 16. Februar 2023

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=soH8FaDfTLw (Deutsch)

https://www.youtube.com/watch?v=svXVfr-oojU (Englisch)

 

 

Im Kino: Vogelperspektiven

Der Filmemacher Jörg Adolph, von dem auch der Dokumentarfilm „Das geheime Leben der Bäume“ stammt, widmet sich hier der Arbeit des Ornithologen und Vorsitzenden des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern, Dr. Norbert Schäffer und begleitet diesen durch dessen manchmal mühevollen Weg durch die Lande, um für seine Sache und die Sache der Vögel zu werben. Außerdem kommt der passionierte Birdwatcher Arnulf Conradi zu Wort, denn auch die Hilfe engagierter Laien leistet einen wichtigen Beitrag zum Natur- bzw. hier Vogelschutz.

Es gibt nicht die spektakulären Bilder, die man vielleicht erwartet, dafür jede Menge Szenen aus dem Alltag diverser Vogelschutz-Aktivisten, wobei diese Sequenzen leider etwas unverbunden aneinandergereiht werden, so dass insgesamt ein wenig der durchgehende rote Faden fehlt.

Dennoch gibt es durchaus interessante Einblicke in die manchmal zähen Bemühungen, die der Einsatz für die Sache von allen Beteiligten fordert, sowie einige schöne und eindrucksvolle Bilder zur Vogelwelt im Allgemeinen und ein paar exemplarischen Vogelschicksalen im Besonderen, einschließlich der nachdrücklichen und notwendigen Betonung dessen, wie sehr Umwelt, Tiere und hier besonders die Vögel, unseres Schutzes und unserer Aufmerksamkeit bedürfen.

 


 Regie: Jörg Adolph

Drehbuch: Jörg Adolph

Kamera: Daniel Schönauer

Schnitt: Anja Pohl

Musik: Acid Pauli

 

Mit: Norbert Schäffer, Arnulf Conradi uva.

 

Dokumentarfilm

Verleih Filmperlen

D 2023

106 min.

Deutscher Kinostart: 16. Februar 2023

 

 Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=qTwZCe7m5rI